Osmanen Germania expandieren nach Holland

Die Mitglieder des deutsch-türkischen rockerähnlichen Boxclubs Osmanen Germania planen, Außenstellen in Holland zu gründen. Drogen, Alkohol und Glücksspiel sind beim Club strengstens untersagt, so der Vorstand des Clubs.

Die Mitglieder der Osmanen Germania. (Screenshot)

Der deutsch-türkische Boxclub Osmanen Germania, der mittlerweile in die Rocker-Szene, platziert wird, will nun in den Niederlanden Fuß fassen. Die erste Außenstelle wird in der Stadt Twente gegründet. Allerdings weisen die Mitglieder der Osmanen Germania die Behauptung, wonach es sich bei ihnen um einen Rocker-Club handelt, zurück. „Wir helfen gefährdeten Jugendlichen. Aber Osmanen Germania Twente ist kein Motorradclub. Wir haben nichts damit zu tun“, zitiert die Zeitung Tubantia den 28-jährigen Fatih Karakus aus der Gemeinde Almelo. „Wir sind ein Box-Club, der gefährdeten Jugendlichen dabei hilft, einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Ums uns braucht sich keine Sorgen machen“, so Karakus.

Doch die Sicherheitsbehörden von Twente beäugen die Aktivitäten der Osmanen Germania mit Argwohn. Nach Ansicht der niederländischen Behörden sehen die Osmanen Germania nicht nur wie ein Rocker-Club aus, sondern werden sich auch wie diese Clubs in kriminelle Aktivitäten verwickeln, obwohl es dafür bisher noch keine Beweise gibt. Die deutschen Medien berichten über die Osmanen Germania im Zusammenhang mit angeblichen Bandenkriegen. Doch Vorstandsmitglied Sezai Dursun findet diese Berichte lächerlich. „Das sind alles Vorurteile. In Deutschland wird nur negativ über uns berichtet. Aber diese Berichte stimmen einfach nicht“, so Dursun. Die Berichte würden aufkommen, weil die Rocker-Organisation Bahoz, die die Osmanen Germania als Feind auserkoren hat, ständig von einem Bandenkrieg spreche. „Unsere Mitglieder sind alle berufstätig und wir wollen Jugendlichen helfen. In Frankfurt, wo wir eine große Trainingshalle besitzen, haben wir bereits hunderten Jugendlichen geholfen“, sagt Dursun.

Es gebe klare Prinzipien im Club. Drogen, Alkohol und Glücksspiel seien strengstens untersagt. Wer sich nicht an diese Vorgaben hält fliegt. Auf Nachfrage von Tubantia, warum in einem Clip der Osmanen Germania Waffen vorkommen, antwortet Karagus: „Die Images in diesem Clip sind tatsächlich nicht sehr nützlich. Wir wissen das. Doch Waffen sind wie Drogen und Alkohol schlechte Dinge und im Clip zeigen wir die Realität.“

Die deutschen Sicherheitsbehörden schenken dem Club keinen Glauben und sind alarmiert.

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