Erdoğan: Deutschland ist eines der wichtigsten Aufnahme-Länder für „Terroristen“

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat Deutschland vorgeworfen, „Terroristen“ zu beherbergen. Er warf Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, nicht auf die Hinweise aus der Türkei zu reagieren und sich mehr für das Schicksal von Zeitungen zu interessieren.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Foto: Flickr/ señor Recep Tayyip Erdogan by Presidencia de la República Mexicana CC BY 2.0)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Foto: Flickr/ señor Recep Tayyip Erdogan by Presidencia de la República Mexicana CC BY 2.0)

Deutschland sei eines der wichtigsten Aufnahme-Länder für „Terroristen“ geworden, sagte Erdoğan am Donnerstag in einer Rede im Präsidentenpalast in Ankara. „Sie (Deutschland) werden als Gastgeber für den Terrorismus in die Geschichte eingehen.“

Erdoğan führte aus, er habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rund 4000
Akten über Terrorverdächtige in Deutschland übergeben, jedoch keinerlei Antwort erhalten, so die AFP. Offensichtlich interessiere sich die Bundesregierung mehr dafür, sich über das Schicksal von Zeitungen besorgt zu äußern, die „Terrorgruppen unterstützen“.

Merkel hatte am Vortag das Vorgehen Ankaras gegen die Oppositionszeitung Cumhuriyet als „in höchstem Maße alarmierend“ verurteilt. Die türkische Polizei hatte am Montag den Chefredakteur Murat Sabuncu und rund ein Dutzend weitere Mitarbeiter inhaftiert. Ihnen wird von der türkischen Führung unter anderem vorgeworfen, mit ihren Artikeln den gescheiterten Militärputsch Mitte Juli „legitimiert“ zu haben.

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