Trump und Erdogan – zwei Seelenverwandte

Trump und Erdogan sind zwei Seelenverwandte.

Donald Trump hat seine Rivalin Hillary Clinton in einer neuen Meinungsumfrage überholt. (Foto: Flickr/ Half-Scot Donald Trump by Ninian Reid CC BY 2.0)

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump. (Foto: Flickr/ Half-Scot Donald Trump by Ninian Reid CC BY 2.0)

Trump ist daran interessiert, den Syrien-Konflikt unter Einbindung Russlands zu lösen. Der Analyst von der Oklahoma-Universität Joshua Landis sagte der BBC: „Trump möchte, dass die Akteure im Nahen Osten ihre Probleme eigenständig lösen. Seiner Ansicht nach sind starke politische Führer im Nahen Osten wichtig, um die Probleme zu lösen. Das könnte vorteilhaft für die Türkei sein, da Erdogan ein starker politischer Führer ist (…) Wenn Erdogan sich mit Russland und Trump einigt, wird das gut für die Türkei sein. Denn Assad ist ebenfalls gegen ein unabhängiges Kurdistan. Wenn Erdogan sich mit Assad einigt, wird dies Trump unterstützen.“

Trump hatte zuvor gesagt, dass er begeistert sei von den Kurden in Syrien. Sein Ziel sei es, die Türkei und die Kurden in Syrien zusammenzubringen. Problematisch ist, dass die PYD/PKK von ihrem Anspruch, einen unabhängigen Staat zu gründen, nicht abrücken wird. Die Türkei hingegen wird das nicht akzeptieren. Russland und Syrien sind ebenfalls gegen die Gründung eines Kurdenstaats.

Die regierungsnahe Zeitung Sabah berichtet, dass Trump trotz seiner polarisierenden Worte in Bezug auf die Innenpolitik ein Gegner der Okkupations- und Chaospolitik der Republikaner im Ausland sei. „Zahlreiche türkische Politiker und Geschäftsmänner unterstützen Trump und nicht Clinton“, so die Sabah“. Das erste Mal in der jüngeren Geschichte wird eine US-Wahl für die Türkei von derart entscheidender Bedeutung sein.

Nach dem Putschversuch vom 15. Juli äußerte Trump Verständnis für die Entlassungen von Putschisten aus dem türkischen Militär und den Sicherheitskreisen. „Ich zolle ihm eine große Anerkennung dafür, dass er das Ding wieder gedreht hat“, so Trump in einem Interview mit den New York Times über Erdogan. Trump sagte, dass die USA nicht das Recht hätten, andere Staaten über Menschenrechte zu belehren, da die USA kein gutes Beispiel dafür seien.

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