Trump-Berater fordert Auslieferung Gülens an Türkei

Michael Flynn, ehemaliger US-Geheimdienstchef und Trump-Berater, vergleicht den islamischen Prediger Gülen mit Osama Bin Laden. Er fordert seine Auslieferung an die Türkei.

Der neue US-Präsident Donald Trump. (Foto: Flickr/Gage Skidmore/CC BY-SA 2.0)

Der neue US-Präsident Donald Trump. (Foto: Flickr/Gage Skidmore/CC BY-SA 2.0)

Michael Flynn, ehemaliger Direktor der Defense Intelligence Agency (DIA) und Trumps Sicherheitsberater, unterstützt im Machtkampf zwischen der türkischen Regierung und dem in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen die türkische Regierung.

In einem Gastbeitrag für die Zeitung The Hill mit dem Titel „Unser Verbündeter Türkei befindet sich in der Krise und braucht unsere Unterstützung“ schreibt er: „Die US-Medien machen einen erstklassigen Job bei den Meldungen über die Razzien gegen Dissidenten in der Türkei durch die Erdogan-Regierung, aber sie ordnen die Razzien nicht richtig ein. Wir müssen mit dem Verständnis beginnen, dass die Türkei für die Interessen der USA entscheidend ist. Die Türkei ist wirklich unser stärkster Verbündeter im Kampf gegen ISIS, sowie eine Quelle der Stabilität in der Region. Die Türkei leistet bei den militärischen US-Operationen eine dringend benötigte Zusammenarbeit. Aber die Obama-Regierung hält die Erdogan-Regierung an der langen Leine – eine unkluge Politik, die unsere langjährige Allianz bedroht. Der Hauptkonflikt zwischen den USA und der Türkei ist Fethullah Gülen, ein zwielichtiger islamischer Mullah, der in Pennsylvania wohnt und den der frühere Präsident Clinton in einem zirkulierenden Video einstmals als seinen ,Freund‘ bezeichnet hat. Gülen porträtiert sich als moderat, aber in Wirklichkeit ist er ein radikaler Islamist. Er hat öffentlich damit geprahlt, dass seine ,Soldaten‘ nur darauf warten, seine Befehle zu erhalten, um das zu tun, was er für richtig hält.

Wenn er gemäßigt wäre, würde er weder im Exil leben noch die Feindseligkeit von Recep Tayyip Erdogan und seiner Regierung auf sich ziehen. Was würden wir tun, wenn wir nach 9/11 gehört hätten, dass Osama bin Laden in einer schönen Villa in der Türkei lebt, während er dort 160 Schulen aus türkischen Steuergeldern betreibt? Die Kräfte des radikalen Islam leiten ihre Ideologie von radikalen Klerikern wie Gülen ab, die einen Betrug ausführen. Wir sollten ihm keinen sicheren Hafen geben. In dieser Krise ist es unerlässlich, dass wir uns erinnern, wer unsere wirklichen Freunde sind.“

Nach dem Wahlsieg von Trump am Mittwoch hatte der türkische Premier seine Forderung nach einer Auslieferung von Gülen wiederholt, berichtet Bloomberg.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.