Donald Trump: Wahl nicht sicher, Clinton-Fans wollen Wahlmänner umstimmen

Die Demokraten haben einen Ansatz gefunden, wie sie Donald Trump als US-Präsident noch verhindern könnten.

In einer Petition fordern die Unterstützer von Hillary Clinton die Wahlmänner auf, nicht für Donald Trump, sondern für Hillary Clinton zu stimmen.

Die Petition wurde innerhalb kürzester Zeit von 2,2 Millionen Unterzeichnern unterstützt.

Die Idee ist nicht uninteressant: Die Wahlmänner sind zwar per Gesetz verpflichtet, für den Sieger ihres Bundesstaats zu stimmen. Wenn sie sich jedoch anders verhalten, droht ihnen maximal eine Strafe von 1.000 Dollar. Angesichts der immensen Wahlkampfkosten wäre diese Summe leicht von der Clinton-Kampagne zu finanzieren. Die Initiatoren der Petition weisen ausdrücklich darauf hin, dass „die Clinton-Unterstützer die Strafe gerne bezahlen werden“. In vielen Staaten gibt es nicht einmal eine Geldstrafe.

Die Unterstützer von Clinton schreiben in der Petition, dass die Verfassung nicht sage, dass die Wahlmänner sich an Vorgaben zu halten hätten. Präsident der Vereinigten Staaten sei der- oder diejenige, die vom Wahl-Kollegium gewählt werde. Die Wahl findet am 19. Dezember statt.

Originellerweise ist das Thema im Wahlkampf erstmals aufgekommen, weil ein Wahlmann mit indianischer Herkunft erklärt hatte, er werde keinesfalls für Clinton stimmen, sondern die Strafe zahlen – es sei ihm wichtiger, mit reinem Gewissen zu leben. Robert Satiacum kommt aus dem Staat Washington und bezeichnete Clinton laut NBC als eine „Kriminelle“.

Donald Trump hatte über eine Sprecherin die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, einen Sonderermittler gegen Clinton wegen Korruptionsvorwürfen einzusetzen.

Satiacums Argumentation könnten sich nun die Clinton-Unterstützer zu eigen machen, um bei den Wahlmännern einen gewissen Denkprozess in Gang zu setzen und Donald Trump doch noch zu verhindern. Bereits unmittelbar nach der Wahl Trumps ist es in zahlreichen Städten zu teilweise schweren Ausschreitungen gekommen. 

In der Petition heißt es:

Am 19. Dezember werden die Delegierten des Wahlkollegiums ihre Stimme abgeben. Wenn sie alle stimmen, wie ihre Staaten abgestimmt haben, wird Donald Trump gewinnen. Allerdings können sie für Hillary Clinton wählen, wenn sie wählen. Sogar in Staaten, in denen das nicht erlaubt ist, würde ihre Stimme noch gezählt werden, sie würden einfach eine kleine Geldstrafe zahlen – von der wir sicher sein können, dass sie die Clinton-Unterstützer gerne bezahlen werden.

Wir fordern die Wahlmänner auf, die Stimme ihrer Staaten zu ignorieren und ihre Stimmzettel für Außernministerin Clinton zu geben. Warum?

Herr Trump ist ungeeignet. Seine Jagd auf Sündenbocke unter den Amerikanern, seine Impulsivität, Mobbing, Lügen, igestandenen Geschichten von sexuellen Übergriffen und sein völliger Mangel an Erfahrung machen ihn zu einer Gefahr für die Republik.

Außenministerin Clinton hat mehr Stimmen erhalten und sollte Präsident sein.

Hillary gewann die Stimmen der Wähler. Der einzige Grund, dass Trump „gewonnen“ ist, ist das System der Wahlmänner.

Aber die Wahlmänner können für jeden der Kandidaten stimmen. Warum sollten wir also nicht diese undemokratische unserer Institutionen nicht verwenden, um ein demokratisches Ergebnis zu gewährleisten?

24 Staaten haben für die Wahlmänner verpflichtende Regeln. Wenn Wahlmänner gegen ihre Partei stimmen, zahlen sie für gewöhnlich eine Geldstrafe. Und die Leute regen sich auf. Aber trotzdem können sie wählen, wen sie wollen und es gibt keine legalen Mittel, um sie in den meisten Staaten zu stoppen.

Donald Trump hat sich bisher noch nicht zu den Petition geäußert.

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