US-Behörde schließt mehrere Gülen-Schulen

Der Bildungsausschuss von Los Angeles hat entschieden, Verträge mit drei Schulen, die mit dem islamischen Predigers Fethullah Gülen in Verbindung stehen, nicht zu verlängern.

Der Bildungssausschuss der Westküsten-Metropole hat die Betriebsvereinbarungen mit insgesamt drei Schulen von Magnolia nicht verlängert. Die Institutionen in Los Angeles sollen zum Imperium Fetullah Gülens gehören.

Bereits Mitte Oktober habe der Vorstand mit sechs Stimmen und einer Enthaltung für die Schließung der Magnolia Science Academy 1, 2 und 3 gestimmt, berichtet die türkische Zeitung Sabah. Die Schulen hätten nun die Möglichkeit, Berufung einzulegen. Bis zum 1. Juli 2017 hätten sie Zeit, monierte Mängel zu beheben. Andernfalls drohe ihnen das Aus.

Kritisiert worden war der Zeitung zufolge vor allem die mangelhafte finanzielle Transparenz der Einrichtungen. So seien etwa Unterlagen zu den Schulfinanzen nur mit Verzögerungen weitergegeben worden.

Die Gülen-Bewegung betreibe rund zehn Schulen allein in Kalifornien unter dem Namen Magnolia, berichtet das Blatt. Die Schulen beschäftigen meist türkische Lehrkräfte, die mit geringen Kenntnissen der englischen Sprache ankämen und nur befristete Arbeitsvisa hätten. Auch dieser Umstand bereite den Behörden Sorge, ebenso wie eine mangelhafte wissenschaftliche Qualifikationen der Lehrkräfte.

Die Schulen in den USA, von denen einige im Laufe der Zeit ihre Namen geändert hätten, seien Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre eröffnet worden. Rund 60.000 Schüler besuchten diese Schulen jährlich. Die Einrichtungen würden meist unter Dachorganisationen versammelt und durch Stiftungen verwaltet. So gebe es etwa 46 Schulen – alle unter dem Namen „Harmony“ in Texas, 30 Schulen unter dem Namen „Concept“ in und um Ohio, sowie Magnolia.

 

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