Türkei: Trucker fährt kilometerweit mit Schusswunde

Ein türkischer LKW-Fahrer ist offenber über gut 45 Kilometer mit einer Schusswunde unterwegs gewesen. Erst Außenstehende machten den Mann auf seine gefährliche Lage aufmerksam.

Es dauerte ganze 45 Kilometer und das Bemerken „eines warmen Gefühls“ in seinem Bein, bis ein türkischer LKW-Fahrer bemerkte, dass er angeschossen wurde. Der 55-jährige Necmi A. war gerade dabei, mit seinem LKW Früchte von Samsun nach Trabzon zu transportieren, als er plötzlich „eine Explosion“ hörte.

Zuerst dachte er, es sei ein platter Reifen. Er stieg aus, um die Reifen zu kontrollieren, konnte aber nichts feststellen. Also setzte er seine Fahrt fort. Dann parkte er seinen LKW an einer Tankstelle, um zu schlafen, berichtet die türkische Zeitung Sabah.

„Ich fühlte etwas Warmes in meinem Bein, als der Tankstellenwart mir sagte, dass ich blute. Dann sah ich ein Loch in der LKW-Tür. Auf mich wurde geschossen“, so der Trucker. Irritieren ließ er sich davon aber offenbar nicht. Wie die Zeitung weiter berichtet, sei er trotz seiner Verwundung zu einem nahe gelegenen Krankenhaus gefahren. Dort hätten die Ärzte dann entdeckt, dass eine Kugel durch seinen Magen ging und in seiner Leiste steckte.

Necmi A. sagte, dass er keinen Schmerz gefühlt habe, außer ein taubes Gefühl in seinem Bein. Wer auf ihn geschossen haben könnte, ist für den LKW-Fahrer allerdings völlig unklar.  „Ich denke, es war ein Irrläufer“, sagte er zu Reportern. Die Polizei hat unterdessen eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

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