Erdogan: Obama mit Krieg in Syrien überfordert

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Enttäuschung über die Politik Washingtons im Syrien-Konflikt und in der Flüchtlingskrise deutlich gemacht. Der scheidene US-Präsiden Barack Obama habe sich der Situation nicht gewachsen gezeigt.

«Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich sei nicht desillusioniert», sagte Erdogan dem US-Nachrichtensender CBS. Der Sender veröffentlichte am Samstag Auszüge aus einem Interview mit Erdogan für die Sendung 60 Minutes, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll.

Die Türkei habe diese Themen bei US-Präsident Barack Obama und Vizepräsident Joe Biden zur Sprache gebracht, sagte Erdogan. «Sie haben sich der Situation nicht gewachsen gezeigt und diese Themen nicht ernsthaft behandelt. Das war für uns sehr ärgerlich.» In Syrien unterstützt die Türkei Rebellen gegen Machthaber Baschar al-Assad. Etwa 2 Millionen syrische Flüchtlinge leben derzeit in der Türkei, so die dpa

Die Beziehungen mit den USA blieben angespannt, solange Washington den Prediger Fetullah Gülen nicht ausliefere, sagte Erdogan. Er macht seinen in den USA lebenden ehemaligen Verbündeten und dessen Bewegung für den Putschversuch am 15. Juli verantwortlich.

Erdogan sagte, er mache die USA nicht für den Putsch verantwortlich, aber: «Das ist, was meine Leute denken werden. Warum behaltet ihr diesen Mann immer noch?» Die USA fordern Beweise für Gülens Verwicklung, der die Vorwürfe zurückweist.

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