Türkei will Zentrum für Erneuerbare Energien werden

Bis zum Jahr 2020 wird die Türkei gut 28 Milliarden Dollar in den Bereich der Erneuerbaren Energien stecken. Das prognostiziert ein Bericht der Weltbank-Unterorganisation IFC.

Selbst wenn Die Türkei ist für Energie-Investoren attraktiv. (Foto: Flickr/ Rawlins2 by whynotwind CC BY 2.0)möglich wäre, die Kosten der erneuerbaren Energien deutlich zu senken, könnten sie einen gefährlichen Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre nicht aufhalten. (Foto: Flickr/ Rawlins2 by whynotwind CC BY 2.0)

Die Türkei ist für Energie-Investoren attraktiv. (Foto: Flickr/ Rawlins2 by whynotwind CC BY 2.0)

Nach einer Vorhersage der International Finance Corporation (IFC) dürfte die Türkei in den kommenden Jahren kräftige Investitionsschübe im Bereich Erneuerbarer Energien erfahren. Ein aktueller Bericht behauptet, dass das Land bis zum Jahr 2020 mit einem Volumen von 28 Milliarden Dollar rechnen kann.

In dem IFC-Bericht Climate Investment Opportunities in Emerging Markets“ (S. 95) heißt es, dass die Türkei 28 Milliarden Dollar in Form von Investitionen in Erneuerbare Energien erhalten werde. 18,6 Milliarden würden in „grüne” Infrastrukturprojekte und Abfallmanagement-Systeme und etwa 16,4 Milliarden US-Dollar in die Windkraft fließen. 7,4 Milliarden gingen in die Solarenergie – ein Bereich, in dem einige Investoren die Türkei sogar an der Weltspitze sehen – , weitere 3,4 Milliarden in die Geothermal-Energie und 560 Millionen in die Wasserkraft.

Von entscheidender Bedeutung sei auch der türkische Transportsektor. Bis 2020 sollen allein hier mindestens 24 Milliarden US-Dollar in die Senkung des CO2-Ausstoßes gepumpt werden. Darüber hinaus glaubt man an Investitionen von 4,4 Milliarden Dollar in den Bereich der Abfallwirtschaft.

„Die Türkei hat die Position eines Energieimporteurs und schon deshalb ein hohes Interesse daran, die Produktion aus Erneuerbaren Energien zu erhöhen“, so das Industry Leaders Magazin. Dies sei einer der Gründe, warum die Türkei für Investoren auf diesem Gebiet so interessant sei. Daneben sei aber auch die Schaffung eines nachhaltigeren Umfelds zu beobachten. Dies zeige sich unter anderem an der Verbreitung von Elektrofahrzeugen für den Transport.

Bis zum Jahr 2023 solle 37 Prozent des türkischen Energiehaushalts durch Erneuerbare Energien abgedeckt sein. Allein „im letzten Jahr wurden 1,9 Milliarden in diesen Bereich investiert“, so die Internetseite Nachrichtenexpress. „Im Jahr des 100. Jubiläums der Republiksgründung sollen 20 000 Megawatt an zusätzlicher Kapazität im Bereich der Windenergie, 5000 MW in der Solarenergie und 600 MW in der Geothermischen Energie geschaffen werden.“

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