Fazıl Say erhält Internationalen Beethovenpreis

Der türkische Pianist Fazıl Say ist zweiter Preisträger des Internationalen Beethovenpreises. Honoriert werden damit seine Bemühungen um die kulturelle Verständigung.

Fazil Say ist ein bekannter türkische Pianist und Bürgerrechtler. (Screenshot)

Fazil Say ist ein bekannter türkische Pianist und Bürgerrechtler. (Screenshot)

Der Internationale Beethovenpreises für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion wird in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Nach dem syrisch-palästinensischen Pianist Aeham Ahmad erhält nun der türkische Pianist Fazıl Say die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung.

Verliehen wird der Preis von der Beethoven Academy. Das Preisgeld kommt von der Kölner Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Solidaris. Zur Begründung schreibt die Internetseite Klassik.com:

„Fazil Say setzt sich seit vielen Jahren für die kulturelle Verständigung zwischen dem Orient und dem Westen, zwischen der Türkei und Europa ein. Er wurde in der Türkei wegen ‚Verunglimpfung religiöser Werte‘ verurteilt. Die EU ernannte ihn zum Botschafter des interkulturellen Dialogs.“

Der tragenden Beethoven Academy zufolge ist der vom künstlerischen Leiter der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft, Torsten Schreiber, sowie dem Präsident des Festivals Junger Künstler Bayreuth, Andreas Loesch, initiierte Preis „Anfangs- und Eckpunkt einer nachhaltigen Struktur, die sich der Schnittstelle der Musik Beethovens im Kontext seiner Ideale widmet: Frieden, Freiheit, Menschenrecht, Armutsbekämpfung und Inklusion.“ Der türkische Pianist verarbeite in seinen Kompositionen Themen aus dem Orient in mehrfacher Hinsicht, musikalische Themen, aber auch die Eindrücke von Krieg, Hass und Zerstörung. Er toure mit Mozart und Beethoven durch entlegene Winkel der Türkei.

Die Preisverleihungszeremonie findet am 17. Dezember in der Kreuzkirche in Bonn statt, berichtet die türkische Zeitung Hürriyet. Laudator sei Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der kritischen Tageszeitung „Cumhuriyet“. Die Schirmherrschaft hat Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller übernommen.

Der Erlös des Abends in der Kreuzkirche wird für die Basisprojekte der Beethoven Academy, vor allem Musikprojekte in Krisengebieten, verwendet.

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