Türkei beschlagnahmt Einkaufszentrum von Gülen-Finanzier

Die türkische Regierung beschlagnahmt ein Einkaufszentrum eines Gülen-Finanziers. Der Betreiber des Einkaufszentrums ist die Unternehmerfamilie Otto, die nun ihren Management-Vertrag auflösen muss.

Die türkische Regierung hat das Istanbuler Einkaufszentrum „Modern East“, in dem 140 Shops untergebracht sind, beschlagnahmen lassen. Der Eigentümer des Einkaufszentrums, Ali Katiricoglu, gehört der Gülen-Bewegung an. Katircioglu gilt als einer der wichtigsten Finanziers der Bewegung. Al Jazeera berichtet, dass er zuvor in Südafrika den Bau eines großen Moschee-Komplexes finanziert hat, der den Namen „Nizamiye Külliyesi“ trägt. Der Komplex umfasst unter anderem eine Klinik und eine Schule für 800 Schüler.

Die Beschlagnahme hat auch eine negative Auswirkung auf die Hamburger Unternehmerfamilie Otto. Der Shoppingcenter-Betreiber ECE, ein Tochterunternehmen von Otto, hatte zuvor von Katircioglu einen Management-Vertrag für das Einkaufszentrum erhalten. ECE muss nun auf den Auftrag verzichten und den Vertrag auflösen.  Das Einkaufszentrum soll versteigert werden, um den Erlös anschließend in einen türkischen Staatsfonds zu überführen.

Business HTT berichtet, dass für ECE die Türkei nach Deutschland der zweitgrößte Markt ist. ECE betreibt 13 Einkaufszentren in der Türkei. Bei ECE Türkiye arbeiten 380 Personen.

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