Türken müssen sich auf Schnee und Unwetter einstellen

Die Zeit der milden Temperaturen und geringen Niederschläge in der Türkei ist in Kürze vorbei. Bereits in der kommenden Woche werden die ersten Schneefälle erwartet. Es besteht Unwettergefahr.

Auch in der Türkei müssen jetzt die Winterjacken ausgepackt werden. (Foto: Flickr/Winter wonderland by Lisa Widerberg CC BY 2.0)

Auch in der Türkei müssen jetzt die Winterjacken ausgepackt werden. (Foto: Flickr/Winter wonderland by Lisa Widerberg CC BY 2.0)

Temperaturen zwischen zehn und 20 Grad und weitgehende Trockenheit – diese Phase dürfte laut der türkischen Zeitung Sabah in der Türkei demnächst vorbei sein. Spätestens Mittwoch nächster Woche soll es deutlich kälter und nasser werden.

Wie der türkische Umwelt- und Waldminister Veysel Eroğlu ankündigte, sei jetzt mit vermehrten Niederschlägen und sogar Schneefall zu rechnen. Von den westlichen Gegenden, einschließlich der ägäischen Region und Trakya, die an Bulgarien und Griechenland grenzt, in den Marmara-Raum, in dem sich die größte Stadt der Türkei Istanbul befindet, soll sich die Wetterlage schließlich über die gesamte Türkei ziehen. „Nächste Woche, am Dienstag oder Mittwoch, wird das die gesamte Türkei betreffen. Der Regen wird wahrscheinlich bis zum kommenden Wochenende anhalten, außer in der ägäischen Region.“

In der Ägäis-Region, der heißesten Region des Landes, begann die Woche bereits mit Niederschlägen. Die Menschen dort stellen sich derzeit auf einen deutlichen Rückgang der Temperaturen von aktuell 15 auf bis zu neun Grad Celsius ein.

Auch in Istanbul kam es bereits zu starken Regenfällen. Die Einwohner hatten in einigen Gegenden nicht nur mit den ohnehin üblichen Verkehrsstaus, sondern auch mit Überschwemmungen zu kämpfen.

Auch wetter.de warnt:

„Höhere Niederschlagsmengen, teils im warnrelevanten Bereich, sind von Griechenland bis in den äußersten Westen und Nordwesten der Türkei denkbar. Mitunter können sich im Bereich der Ägäis schwere Gewitter entwickeln, lokal kann es zu Überflutungen und Bergrutschen kommen. Der angesprochene Niederschlagsschwerpunkt verlagert sich später mehr in die Westhälfte der Türkei, die Schneefallgrenze pendelt dort zwischen 1000 und 2000 Meter. Im Norden Griechenlands sinkt die Schneefallgrenze am Dienstag sogar teils auf 500 bis 0 Meter, wobei die Niederschläge nachlassen. Kräftiger Schneefall ist somit eher auszuschließen.“

Starke Schneefälle haben die Airlines Ende vergangenen Jahres dazu gezwungen, zahlreiche Flüge zu streichen. Der Schnee führte auch zu massiven Problemen im Straßenverkehr. Wegen der schlechten Wetterbedingungen mussten Ende Dezember manche Flugzeuge bis zu zwei Stunden lang über Istanbul kreisen, bevor sie landen konnten. In Istanbul war über Nacht so viel Schnee gefallen, dass am Morgen bis zu 30 Zentimeter lagen. Auch der Straßen- und der öffentliche Nahverkehr waren betroffen. Die Behörden rieten den mehr als 15 Millionen Einwohnern der größten türkischen Stadt, das Auto stehen zu lassen. Mindestens 73 Unfälle auf den Straßen wurden gezählt, ein Mensch kam laut Dogan dabei ums Leben. Auch andere Gebiete der Türkei wurden durch den Schnee teils lahmgelegt. Das Erziehungsministerium ordnete die Schließung der Schulen in über 30 Provinzen des Landes an.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.