Türken stürmen Krankenhäuser, um Stammzellen zu spenden

In einem Gemeinschaftsprojekt haben das türkische Gesundheitsministerium und der Türkische Rote Halbmond zur Stammzellen- und Knochenmarkspende aufgerufen. Innerhalb von drei Jahren fanden sich rund 200.000 potentielle Spender.

Die Sensibilität der Türken für das Thema Stammzellenspende steigt. (Foto: Flickr/ Stem cell transplant by Tareq Salahuddin CC BY 2.0)

Die Sensibilität der Türken für das Thema Stammzellenspende steigt. (Foto: Flickr/ Stem cell transplant by Tareq Salahuddin CC BY 2.0)

Das Projekt der türkischen Stammzellkoordination (TÜRKÖK) wurde vor etwa drei Jahren ins Leben gerufen, um Patienten mit verschiedenen Krankheiten, insbesondere Leukämie, Lymphom und Myelom, eine Chance auf Heilung zu ermöglichen. Von der bisherigen Resonanz sind die Organisatoren überrascht. Die Erwartungen seien übertroffen worden, berichtet die türkische Zeitung Sabah.

Vorsitzende des Türkische Rote Halbmond, Kerem Kınık, erklärte, dass das anvisierte Ziel der Spenderzahlen erreicht und sogar übertroffen worden wäre. Eine solch hohe Zahl von Spendern in so kurzer Zeit, sei eine echte Überraschung gewesen.

„Es wurden viele Übereinstimmungen gefunden und viele Transplantationen durchgeführt. Im nächsten Jahr wird es unser Ziel sein, eine noch höhere Zahl zu erreichen“, so Kınık. Dem Fachmann zufolge steige die Sensibilität der Menschen für dieses Thema. Natürlich habe dabei auch die Öffentlichkeitsarbeit der Stammzelltransplantations- und Spendenzentren eine Rolle gespielt.

Mit steigenden Spenderzahlen werden mehr Patienten, die auf Stammzellen- oder Knochenmarktransplantationen warten, in der Lage sein, eine Behandlung zu erhalten. Zudem steigen damit auch die Chancen, einen kompatiblen Spender für Patienten in der Türkei zu finden.

Das türkisch-türkische Koordinationszentrum (TÜRKÖK) arbeitet seit 2013 an der Steigerung der Stammzellspenden in Zusammenarbeit mit dem Türkischen Roten Halbmond und dem Gesundheitsministerium der Türkei. Die Stammzellspenden werden in der Türkei in zwölf Einrichtungen vorgenommen.

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