Griechenland lehnt Auslieferung von Türkei-Putschisten ab

Griechenland lehnt die Auslieferung von drei Putschisten an die Türkei ab.

Die griechische Justiz hat gegen die Auslieferung von drei türkischen Armeeangehörigen entschieden, die nach dem gescheiterten Putschversuch in ihrem Heimatland nach Griechenland geflohen waren, berichtet die AFP.

Das Auslieferungsgesuch aus Ankara wegen versuchten Sturzes der Regierung sei abschlägig beschieden worden, verlautete am Montag aus Justizkreisen in Athen. Die Sicherheit der drei Türken wäre in ihrer Heimat bedroht, hieß es demnach zur Begründung.

Der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik kritisierte die Entscheidung scharf. Griechenland sei als Nato-Mitglied ein Verbündeter der Türkei, sagte er. „Wir erwarten, dass die griechische Regierung jede Anstrengung unternimmt“, damit diese Armeeangehörigen in die Türkei zurückkehrten.

Außer den drei Armeeangehörigen, über deren Fälle nun entschieden wurde, hatten noch fünf weitere türkische Militärs nach dem Putschversuch in ihrer Heimat Asyl in Griechenland beantragt. Über ihre Fälle sollte nach Angaben aus Justizkreisen am Dienstag entschieden werden. Die Türkei kann Widerspruch beim griechischen Kassationsgericht einlegen. Das letzte Wort bei Auslieferungsanträgen hat in Griechenland das Justizministerium.

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