Türkei will TV-Serien verstärkt nach Fernost verkaufen

Die Türkei will mit seinen TV-Serien neue Märkte erschließen. Nach Lateinamerika und dem Nahen Osten, sind jetzt die Länder in Fernost potentielle Verkaufsziele.

Türkische TV-Serie gehören seit Jahren zu den lukrativsten Exporten des Landes. Wie die türkische Zeitung Hürriyet berichtet, unternimmt das Kultur- und Tourismusministerium in Zusammenarbeit mit der Handelskammer Istanbul derzeit weitere Anstrengungen, um weitere Einnahmequellen mit ihnen zu generieren.

Angeboten werden die Formate aktuell auf dem diesjährigen Asia-TV-Forum in Singapur. Das Forum ist die größte Messe für Fernost, mit mehr als 5.000 professionellen Teilnehmern. Die Veranstaltung läuft noch bis zum 9. Dezember.

Der Export der türkischen TV-Serie begann im Jahr 2001. Nach dem Balkan, folgten der Nahe Osten und Lateinamerika. Die Zahlen stiegen rasant. Bis Ende 2014 lag der Export bei 200 Millionen Dollar. Im vergangenen Jahr lag der Exportwert bereits bei 250 Millionen Dollar. In diesem Jahr sollen es sogar 300 Millionen Dollar sein.

Fast 150 türkische TV-Serien wurden bislang im Ausland verkauft und erreichten 500 Millionen Zuschauer in über 100 Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas, Ost- und Westeuropas, Asiens und Amerikas. Nach Angaben des Kultur- und Tourismusministeriums ist die Türkei heute der zweitgrößte Exporteur von Fernsehserien nach den USA. Zu den beliebtesten Serien gehören „Binbir Gece“, „Fatmagül’ün Suçu Ne?“, „Ezel“, „Kara Para Aşk“, „Sıla“, „Yaprak Dökümü“ und „Aşk-ı Memnu“.

Die Serie spielten eine bedeutende Rolle bei der Förderung der Türkei im Ausland, so die Zeitung. Als sekundären Effekt wird hier unter anderem die Ankurbelung der Touristenzahlen genannt. Durch die TV-Serien würde das Interesse an der Türkei geweckt. Genau dieser Umstand, habe die Regierung nun dazu veranlasst, nach neuen Märkten zu suchen und diese zu erschließen.

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