Türkei: Eintägige Staatstrauer nach Terror-Anschlägen in Istanbul

Nach den Anschlägen der letzten Nacht in dem beliebten Istanbuler Stadtteil Besiktas trauert das Land. Die Zahl der Toten ist erneut gestiegen.

Die Zahl der Opfer hat sich erneut erhöht. (Screenshot: Youtube)

Die Zahl der Opfer hat sich erneut erhöht. (Screenshot: Youtube)

Nach den schweren Anschlägen in Istanbul hat die Türkei eine eintägige Staatstrauer ausgerufen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, ordnete Ministerpräsident Binali Yildirim an, dass die Flaggen am Sonntag auf halbmast gesetzt werden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu mitteilte, sagte Erdogan eine geplante Reise nach Kasachstan ab. Am Samstagabend waren bei einem Doppelanschlag auf die Polizei nach dem Ende eines Fußballspiels in einem Stadion im zentralen Stadtteil Besiktas 29 Menschen getötet und 166 weitere verletzt worden, von denen sich 14 weiter auf der Intensivstation befänden. Diese Zahl sei jedoch laut Reuters bereits auf 38 Tote gestiegen.

Laut Innenminister Süleyman Soylu waren 30 der Toten Polizisten, bei den anderen acht handelte es sich um Zivilisten. Demnach wurde zunächst eine Autobombe nahe einem Polizeibus am Stadion gezündet, bevor sich ein Selbstmordattentäter im angrenzenden Macka-Park inmitten von Polizisten in die Luft sprengte. Laut Soylu wurden bereits zehn Verdächtige festgenommen.

Das Auswärtige Amt in Berlin empfahl allen Reisenden in Istanbul, vorerst in ihren Hotels und Unterkünften zu bleiben und sich über seine Reisehinweise oder die Medien über die weitere Lage zu informieren. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg verurteilte die „furchtbaren Terrorakte“ in Istanbul und versicherte der Türkei die „Solidarität“ des Bündnisses. Die US-Botschaft in Ankara schrieb auf Twitter: „Unsere Herzen und Gebete sind bei den Menschen in Istanbul heute Nacht.“

Bisher bekannte sich niemand zu den Anschlägen, doch fällt der Verdacht auf die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und ihre radikale Splittergruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK), die immer wieder Anschläge auf die Sicherheitskräfte verüben. Auch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat im vergangenen Jahr wiederholt blutige Anschläge in der Türkei verübt.

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