Advocaat vermisst richtige Mentalität

Im Fokus nach der jüngsten 0:1-Niederlage stand der nicht gegebene Fallrückzieher-Treffer von Moussa Sow. Advocaat erkannte ein "einhundertprozentiges Tor", kritisierte zugleich aber auch die Einstellung seiner Mannschaft. Riza Calimbay sah hingegen einen verdienten Heimsieg.

Riza Calimbay, Trainer Antalyaspor

„Ein wichtiger Sieg, den wir auch nötig hatten. Wir mussten unseren Aufwärtstrend fortsetzen. Wir haben nicht gut begonnen, nach zehn Minuten aber alle Vorgaben sehr gut umgesetzt. Bei den finalen Zuspielen hätten wir besser sein können. […] Gegen Ende hat der Gegner gute Spieler ins Spiel gebracht und uns richtig unter Druck gesetzt. Wenn wir besser gekontert hätten, wäre das Spiel vielleicht früher entschieden gewesen. Es war keinesfalls so, dass wir uns hinten reinstellen wollten. Manchmal geht es aber eben nicht anders. Es war trotzdem ein verdienter Sieg. Wenn wir die letzten zwei Spiele auch erfolgreich gestalten, können wir endgültig aufatmen.“

Dick Advocaat, Trainer Fenerbahce

„Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Das war nichts. Antalyaspor hatte mehr Chancen als wir und war insgesamt besser als wir. Im zweiten Durchgang wurden wir etwas stärker. Sie haben ein Tor gemacht, wir haben ein Tor gemacht. Leider wurde unser Treffer nicht gezählt. Ich habe es im TV gesehen. Das ist ein hundertprozentiges Tor. […] Wir müssen aus solchen Spielen unsere Lehren ziehen. Nach zwei Monaten haben wir das erste Mal solch eine Leistung gezeigt. Es gibt hier nur einen einzigen Weg hinaus: Gewinnen! Meine Spieler wissen, wie das geht. Das haben sie in den letzten zwei Monaten unter Beweis gestellt. Dafür braucht man aber die richtige Mentalität. Die hatten wir nicht. Die meisten Spieler haben heute nicht viel richtig gemacht.“

Ali Safak Öztürk, Präsident Antalyaspor

„Der Sieg war extrem wichtig für uns. Nach acht Spieltagen hatten wir noch drei Punkte auf dem Konto. Vor solch einer Serie muss man den Hut ziehen und auch den Erfolg des Trainers anerkennen. Antalyaspor wird noch viel besser werden. Die Türkei soll uns weiter auf dem Schirm haben. […] Bei der Aktion von Sow sieht es so aus, als ob er den Kopf des Spielers trifft. Dann ist es sowieso ein Foulspiel gewesen.“

Moussa Sow, Angreifer Fenerbahce

„Leider war es heute nicht unser Tag. Noch ist nichts vorbei, obwohl wir uns ein bisschen von der Spitze entfernt haben. Ich möchte keinesfalls dem Schiedsrichter die Schuld für die Niederlage geben, doch er hat Fehler gemacht. Ich habe mir das Tor angeschaut und muss wirklich darüber lachen. Ich habe so viele Tore auf diese Art und Weise erzielt und treffe in dieser Situation ganz klar den Ball. Der Spieler steckt seinen Kopf da rein. Das muss ein Tor sein. Denken wir es umgekehrt. Stecke ich meinen Kopf da rein, nachdem der Spieler den Ball getroffen hat. Gibt es dann Elfmeter? Ich war noch nie so sauer über eine Schiedsrichterentscheidung. Heute bin ich wirklich wütend.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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