Finanz-Analysten erwarten Erholung der Türkischen Lira

Nach Angaben von Capital Economics und TD Securities wird sich die Türkische Lira zu Beginn des Jahres 2017 erholen. Die türkische Bankenaufsichtsbehörde BDDK meldet einen Erfolg auf dem Devisenmarkt.

Türken wechseln Dollar- und Euro-Scheine in Türkische Lira. (Foto: dpa)

Türken wechseln Dollar- und Euro-Scheine in Türkische Lira. (Foto: dpa)

Die London Capital Group (LCG) erwartet im ersten Quartal des kommenden Jahres eine Erholung der Türkischen Lira. „Die Aufhebung des Ausnahmezustands, ein genaues Datum für das Präsidentschaftsreferendum und die Maßnahmen der türkischen Notenbank, könnten dazu führen, dass sich die Türkische Lira erholt“, zitiert die Borsakredi die LCG-Marktanalysten İpek Özkardeşkaya.

Christian Maggio von TD Securities sagt: „Im ersten Quartal 2017 erwarten wir einen Rückgang auf etwa 3,35 Dollar. Sollte der Ausnahmezustand aufgehoben werden, würde sich das zusätzlich positiv auswirken.“

William Jackson von Capital Economics sagt: „Der Währungsverfall bei der Türkischen Lira fand in Erwartung einer strafferen Geldpolitik der US-Notenbank statt. Doch die allmähliche Erholung der Türkischen Lira ist darauf zurückzuführen, dass die Politik klare Signale gesetzt hat, um dieser Entwicklung zu trotzen.“

Die türkische Bankenaufsichtsbehörde BDDK berichtet, dass sich am 7. Dezember 192,460 Milliarden Dollar auf den Devisenkonten befanden. Zwei Tage später sank diese Summe auf 190,800 Milliarden Dollar. Innerhalb von zwei Tagen wurden 1,650 Milliarden an Devisen verkauft. 650 Millionen Dollar verkauften die Bürger und eine Milliarde die Unternehmen. Während die Devisenkonten der Bürger auf 100 Milliarden Dollar zurückgingen, gab es bei den Geschäfts-Devisenkonten einen Rückgang auf 90,8 Milliarden Dollar. Dies führte dazu, dass der Dollar zur Türkischen Lira von 3,45 Lira auf 3,34 Lira zurückging und die türkische Währung sich erholte.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan vermutet einen gezielten Angriff auf die Türkische Lira. „Diejenigen, die es nicht geschafft haben, uns mit Panzern, Gewehren, Helikoptern und Kampfjets zu stürzen, wollen nun einen wirtschaftlichen Putsch ausführen. Verkauft alle Devisen, die ihre zuhause habt. Ich richte meine Worte an meine Geschwister, die über Euros und Dollars verfügen. Diese Leute drucken Geld ohne einen Gegenwert, doch genau das machen wir nicht“, zitiert die Zeitung Sabah Erdogan. „Der türkische Staatschef empfiehlt den Bürgern, unter anderem in Gold zu investieren.“

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