Darum sind Emenike und Van der Wiel suspendiert

Vor dem Heimspiel gegen Genclerbirligi Ankara wartet auf Fenerbahce nicht nur ein starker Gegner. Auch die interne Unruhe im Klub wegen der Suspendierungen von Emmanuel Emenike und Gregory van der Wiel bereitet Trainer Dick Advocaat Kopfschmerzen. Dabei geben ihm die Gründe für diese Konsequenz recht.

Vor dem Heimspiel gegen Genclerbirligi Ankara steht Fenerbahce vor einem richtungsweisenden Duell: Da sowohl Besiktas (1:2 bei Kasimpasa) als auch Galatasaray (2:2 bei Osmanlispor) Punkte liegen gelassen haben, könnten die „Kanarienvögel“ mit einem Heimsieg gegen die Hauptstädter den Abstand auf die beiden Erzrivalen auf zwei bzw. vier Zähler verkürzen. Ein Dreier ist also Pflicht, will man seriös im Meisterschaftsrennen mitmischen. Doch leicht wird die Partie auf keinen Fall, denn: Mit Genclerbirligi tritt die Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren (nur acht in 14 Ligaspielen) im Ülker-Stadion an. Außerdem trafen beide Klubs schon vor fast drei Wochen im Pokal aufeinander, Genclerbirligi gewann gegen eine bessere Fenerbahce-Reserve 2:1. Der Tabellen-Achte ist seit sechs Pflichtspielen ohne Niederlage, trotzte zuletzt Medipol Basaksehir ein 0:0 ab.

Emenike forderte Stammplatz, spielte aber desolat

Doch nicht nur der starke Gegner wird Fenerbahce-Trainer Dick Advocaat Kopfschmerzen bereiten. Auch die Suspendierungen von Emmanuel Emenike und Gregory van der Wiel (GazeteFutbol berichtete) sorgen für interne Unruhe. Die Kritik bei den eigenen Anhängern am konsequenten Vorgehen des „Generals“ hält sich in Grenzen, zeigten beide Akteure in den letzten Monaten eine alles andere als zufriedenstellende Leistung. Während Emenike immer wieder intern einen Stammplatz einforderte, bei seinen Auftritten aber eine desolate Einstellung an den Tag legte, riss dem Niederländer Advocaat schlicht der Geduldsfaden. So gewährte er dem Nigerianer nach dem Heimspiel in der UEFA Europa League gegen Zorya Luhansk (2:0) mehrere Tage Heimanturlaub, nominierte ihn dann weder für das nächste Auswärtsspiel gegen Caykur Rizespor (5:1) noch im Derby gegen Besiktas (0:0). Bei Feyenoord Rotterdam (1:0) durfte sich Emenike dann wieder bewähren, er wurde eingewechselt – und blieb wieder hinter den Erwartungen zurück. Jetzt kann er bei einem passenden Angebot im Winter, spätestens aber im Sommer gehen.

Van der Wiel als Social Media-Profi

Bei Landsmann Gregory van der Wiel verhält sich die Sachlage anders. Das letzte Pflichtspiel des Niederländers datiert vom 16. Oktober gegen Aufsteiger Alanyaspor (1:1). Advocaat verzichtete im darauffolgenden UEFA Europa League-Duell bei Manchester United (1:4) aus sportlichen Gründen auf van der Wiel, zu enttäuscht war er vom Ex-Nationalspieler. Statt daran zu arbeiten, seinen Stammplatz wieder zurückzuerobern, trainierte er nur halbherzig, war dafür mit seiner populären Ehefrau Rose Bertram in den sozialen Medien umso präsenter. Danach verletzte er sich, sollte im Pokalspiel bei Amed SF (1:1) seine Rückkehr feiern. Der Schock für Advocaat: Van der Wiel hätte keine Lust gehabt, in Diyarbakir aufzulaufen, drohte sogar damit, die Reise in die Ost-Türkei nicht anzutreten. Zu viel für Advocaat, der den 28-Jährigen suspendierte.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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