Medien: „Tunesier“ hat Duldung im Anschlags-Lkw von Berlin vergessen

Eine neue Version über den angeblichen Täter von Berlin kursiert. Sie ist ziemlich unglaubwürdig.

Polizisten stehen am 21.12.2016 in Berlin unweit der Stelle des Anschlags auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz vor einer Bude. (Foto: dpa)

Polizisten stehen am 21.12.2016 in Berlin unweit der Stelle des Anschlags auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz vor einer Bude. (Foto: dpa)

Die AFP meldet:

Die Polizei fahndet Medienberichten zufolge nach einem Tunesier in Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt. Das berichteten am Mittwoch unter anderem die „Bild“-Zeitung sowie der „Spiegel“ auf ihren Internetseiten. Dem „Spiegel“ zufolge fanden die Ermittler in dem für die Tat benutzten Lkw ein Ausweisdokument.

Dabei handele es sich offenbar um die Duldungsbescheinigung. Es sei auf einen tunesischen Staatsbürger namens Anis A. ausgestellt, 1992 in der Stadt Tataouine geboren worden sei.

Auch die „Allgemeine Zeitung“ aus Mainz berichtete von dem Dokumentenfund. Das Papier habe im Fußraum des Führerhauses gelegen. Demnach wurde das ausländerrechtliche Dokument im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen ausgestellt.

Zuvor hatten die Ermittler angekündigt, schon bald einen neuen Tatverdächtigen präsentieren zu können.

Tatsächlich weiß die Öffentlichkeit bisher so gut wie nichts über die Ereignisse am Breidscheidplatz. Dass ein potentieller Attentäter ausgerechnet seine Duldungsbescheinigung im Tatfahrzeug liegen lässt ist sehr unwahrscheinlich. Das Lancieren von solchen Informationen ist geeignet, den Generalverdacht gegen Flüchtlinge und Migranten zu schüren – zumal bereits tags zuvor ein Pakistani zu Unrecht als Tatverdächtiger präsentiert worden war.

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