Rekord-Tief bei Türkischer Lira, US-Ratingagentur warnt

Die Türkische Lira erreichte am Montag zum Dollar ein erneutes Rekordtief. Ein Dollar kostete am Vormittag 3,7284 Türkische Lira. Die US-Ratingagentur Moody's warnt vor einer Verschlechterung des Investitions-Klimas.

Die türkische Lira. (Foto: Flickr/ Spiral Of Turkish Lira by Jeff Djevdet CC BY 2.0)

Die türkische Lira. (Foto: Flickr/ Spiral Of Turkish Lira by Jeff Djevdet CC BY 2.0)

Die Türkische Lira hat laut AFP am Montag ein neues Rekordtief erreicht. Die Währung verlor im Tagesverlauf 2,46 Prozent an Wert. Für einen Dollar mussten 3,73 Lira gezahlt werden und damit so viel wie nie zuvor. Hintergrund war schwache Daten für die Produktion und ein Bericht der Ratingagentur Moody’s, wonach die Gewinne der Banken in diesem Jahr vermutlich sinken. Auch anhaltende Sorgen um die Sicherheit und die politische Ausrichtung des Landes belasten die Währung.

So werde die durchschnittliche NPL-Ratio des Landes, also der der prozentuale Anteil ausfallgefährdeter Kredite an den totalen Krediten, im aktuellen Jahr von 3,24 Prozent auf vier Prozent steigen, so die Ratingagentur. Ausschlaggebend für diese Entwicklung seien eine Kombination aus hoher Inflation, Lira-Abschreibungen und der Verschlechterung des Investitionsklimas aufgrund der Sicherheitsprobleme und der geopolitischen Spannungen.

Der Finanzberater des türkischen Präsidenten, Bülent Gedikli, meldete über den Kurznachrichtendienst Twitter, dass die Einschätzung von Moody’s nicht der Realität der türkischen Wirtschaft und des Bankensektors entspreche. „Die haben erneut eine negative Prophezeiung vorgenommen, die nichts mit den Realitäten der türkischen Wirtschaft und des türkischen Bankensektors zu tun haben. Will Moody’s die Banken dazu motivieren, ihre Kredite schlagartig zurückzuziehen, um die Einzelhändler und Industrie in Schwierigkeiten zu bringen? Unsere Banken werden im Verlauf der aktuellen nationalen Mobilisierung einen derartigen Beschluss sicher nicht fassen“, sagte Gedikli der Zeitung Haberturk.

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