Türkei gegen Moody’s: Asset-Qualität türkischer Banken ist gut

Die türkische Regierung stützt den Bankensektor über einen milliardenschweren Kreditgarantiefonds. Dadurch soll garantiert werden, dass Firmen ihre Kredite bei den Banken begleichen können. Doch Moody's geht von Tilgungsproblemen aus.

Türkische Banken sind keine Lotterie. (Foto: dpa)

Türkische Banken sind keine Lotterie. (Foto: dpa)

Der türkische Vizepremier Nurettin Canikli hat die Stellungnahme der US-Ratingagentur Moody’s, wonach der Anteil der faulen Kredite bei den türkischen Banken im aktuellen Jahr auf vier Prozent steigen soll, kritisiert.

Die Zeitung Yeni Safak zitiert Canikli: „Die Asset-Qualität der Banken wird aus folgendem Grund stabil bleiben. Wir haben zuvor einen Kreditgarantie-Fonds mit einem Volumen von 250 Milliarden Lira (Anm.D.Red. umgerechnet 68,19 Milliarden Dollar) eingerichtet, um die Liquidität des Realsektors zu garantieren und die Liquidität sicherzustellen. Nun behauptet Moody’s, der Realsektor werde in eine Krise schlittern und es wird nicht möglich sein, dass die Unternehmen ihre Kredite begleichen. Doch genau diese aktuelle Einschätzung hatten wir (Anm.d.Red. im Dezember) vorausgesehen. Deshalb wurde der Kreditgarantiefonds eingerichtet, der die Bürgschaft für diejenigen Unternehmen übernimmt, die Probleme bekommen sollten.“

Zuvor hatte die US-Ratingagentur Moody’s gemeldet, dass die durchschnittliche NPL-Ratio des Landes, also der der prozentuale Anteil ausfallgefährdeter Kredite an den totalen Krediten, im aktuellen Jahr von 3,24 Prozent auf vier Prozent steigen werde.

Canikli kritisiert vor allem, dass Moody’s sehr wohl wisse, dass die Türkei einen Kreditgarantiefonds habe, doch trotzdem eine derart negative Aussicht melde.

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