Export-Schlager: Europa entdeckt Haselnüsse aus der Türkei

Die Türkei hat 2016 als weltweit führender Produzent von Haselnüssen fast 230.000 Tonnen exportiert. Die größten Abnehmer waren Deutschland, Italien und Frankreich.

Der Exportumsatz für türkische Haselnüsse geht in die Milliarden. (Foto: Flickr/ Macromondays by Kate Ter Haar CC BY 2.0)

Der Exportumsatz für türkische Haselnüsse geht in die Milliarden. (Foto: Flickr/ Macromondays by Kate Ter Haar CC BY 2.0)

Wie TRT unter Berufung auf den Verband der Exporteure von Haselnüssen und Haselnussprodukten am Schwarzen Meer (KFMIB) berichtet, seien im vergangenen Jahr 227.556 Tonnen Haselnüsse ausgefahren worden. Das entspräche einem Exportumsatz von 2,827 Milliarden Dollar.

„Größte Abnehmer sind europäische Länder, geführt von Deutschland, Italien und Frankreich. Diese folgen Kanada, Polen, Österreich, Belgien, Großbritannien, die Schweiz und Niederlande“, schreibt die Zeitung.

Für die Saison 2016/2017 werde nun aber mit einem kleinen Rückgang der Ausfuhren auf 220.000 Tonnen gerechnet.

Seit 1. Januar 2017 hat die Europäische Union im Zuge von Problemen mit türkischen Zitronen bezüglich Pestizidniveaus die Pflanzenschutzkontrollen an ihren Grenzen erhöht. Hierzu schreibt das Fruchtportal:

„In diesem Zusammenhang werden ab 1. Januar 2017 nicht 10%, sondern 20% der importierten Mengen kontrolliert. Die betroffenen Produkte sind Zitronen und Granatäpfel aus Drittländern. Für Haselnüsse werden die Kontrollen auch erhöht und es wird bei 5% der Haselnüsse und Haselnussprodukte türkischer Herkunft nach Aflatoxin gesucht.“

Die türkische Haselnuss-Produktion hat in den vergangenen Jahren Global Player der Süßwaren-Industrie ins Land gelockt. So profitiert der italienische Konzern Ferrero seit 2013 von den kurzen Transportwegen für türkische Haselnüsse, indem er ein Werk in Manisa eröffnete. In die Produktionsanlage wurden 90 Millionen Euro investiert. Auch der weltweit größte Hersteller von Süßwaren, Barry Callebaut, eröffnete Ende 2013 ein Werk in Eskisehir.

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