Türkischer Bauunternehmer tot in Waldstück entdeckt

Ein 49-jähriger türkischer Bauunternehmer ist in einem Waldstück bei Bad Dürkheim tot aufgefunden worden. Die Ermittler gehen von Mord aus Habgier aus.

Die Ermittlungen im Fall des getöteten türkischen Unternehmers dauern an. (Foto: Flickr/ Schriftzug Polizei by Marco CC BY 2.0)

Die Ermittlungen im Fall des getöteten türkischen Unternehmers dauern an. (Foto: Flickr/ Schriftzug Polizei by Marco CC BY 2.0)

Der türkische Unternehmer Ismail T. aus Rheinland-Pfalz wurde am vergangenen Freitagmorgen tot in einem Wald bei Bad Dürkheim gefunden. Gegen drei Tatverdächtige wurde mittlerweile Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Das teilten die Staatsanwaltschaft Frankenthal und das Polizeipräsidium Rheinpfalz am Montag mit.

Zwei Männer im Alter von 49 und 37 Jahren sowie eine 42-jährige Frau waren am Freitag und Samstag festgenommen worden, berichtet die dpa. Nach Medienberichten soll der 49-Jährige auf einer Reise verschwunden und erpresst worden sein. So schreibt unter anderem die Bild:

„Wie mehrere türkische Medien mit Bezug auf Angehörige berichten, soll Ismail T. (…) am Dienstag gekidnappt worden sein. Bis Donnerstag habe er telefonischen Kontakt zu seiner Familie gehabt. Dabei soll 1 Mio Euro Lösegeld gefordert – und auch bezahlt – worden sein.“

Das Nachrichtenportal Morgenweb berichtet hierzu am 9. Januar:

„Die Obduktion ergab, dass der 49-Jährige aus Mutterstadt gewaltsam getötet wurde. Die Ermittlungsbehörden gehen zudem davon aus, dass die Festgenommen auch für den Tod eines 64-jährigen Italieners verantwortlich sind, der am 26. November leblos in der Nähe des Willersinn-Freibads in Ludwigshafen entdeckt worden war.“

Die Stuttgarter Zeitung schreibt am 10. Januar unter Berufung auf den Leitenden Oberstaatsanwalt in Frankenthal, Hubert Ströber:

„Die Ermittler gehen im Fall des ermordeten Bauunternehmers aus Mutterstadt von Habgier als Motiv aus. (…) Es gebe derzeit keine konkreten Anhaltspunkte für einen politischen Hintergrund für den Mord an dem Unternehmer mit türkischen Wurzeln.“

Der Verstorbene sei in der Region als sozial engagierter Mensch bekannt gewesen, der Sportveranstaltungen sowie Sportvereine förderte und mit Spenden unterstützt habe, berichtet Rheinland am Sonntag. Außerdem habe er mehrere Hilfsprojekte angestoßen und war Mitglied des Unternehmerverbands Müsiad in Mannheim. Auch zu seiner Heimatstadt Samsun habe er nach Informationen der Zeitung eine besondere Beziehung gehabt, hier vor allem zum türkischen Fußball-Erstligisten Samsunspor.

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