Aziz Yildirim wettert gegen TFF

"In der Türkei wird Schiedsrichter-Terror betrieben!" Fenerbahce-Präsident Aziz Yildirim fordert die Süper Lig-Vereine auf, gegen den türkischen Verband vorzugehen. Dick Advocaat ist hingegen sauer über den Punktverlust, während Adana-Coach Levent Sahin die Fallsucht seiner Spieler kommentiert.

Fenerbahce hat den Rückrundenstart in der Süper Lig verpatzt und steht nach dem 2:2-Remis gegen Tabellenschlusslicht Adanaspor endgültig mit dem Rücken zur Wand. Darüber hinaus muss der türkische Vizemeister den Ausfall von Mittelfeldspieler Mehmet Topal verkraften, der mit einem Muskelfaserriss das Topspiel gegen Tabellenführer Basaksehir verpassen wird. Im Fokus nach der Punkteteilung stand Referee Serkan Cinar, der mit einer schwachen Spielleitung insbesondere die Fenerbahce-Verantwortlichen verärgerte. GazeteFutbol hat die Stimmen aus dem Ülker-Stadion…

Dick Advocaat, Trainer Fenerbahce

„Wir hätten einen besseren Start hinlegen müssen. Wenn man im eigenen Stadion Remis gegen Adanaspor spielt, dann ist das zu wenig. Im zweiten Durchgang waren wir nicht schlecht. Ich kann aber keinesfalls sagen, dass wir gut gespielt haben. Immerhin hat die Mannschaft gemeinsam gekämpft um das Spiel noch zu drehen. Heute waren wir immer einen Schritt zu spät. Morgen werde ich meine Spieler nach den Gründen fragen.

[…] Natürlich glaube ich noch an die Meisterschaft. Ansonsten hätte ich meinen Beruf verfehlt. Allerdings muss in dieser Mannschaft noch einiges verändert werden. Daran arbeiten wir. Neben einem Zehner brauchen wir auch zwingend unseren zwölften Mann wieder. Fenerbahce darf nicht vor 10.000 Zuschauern spielen. Es läuft eben nicht immer so, wie wir es uns wünschen.

[…] In der ersten Halbzeit wurde uns ein ganz klarer Elfmeter verwehrt. In der zweiten Halbzeit blieb der Ball knapp 20 Minuten im Spiel. Vielleicht haben die Schiedsrichter etwas Angst, 10-15 Nachspielzeit anzuzeigen. Sie sollen sich das Spiel nochmal anschauen, die gegnerischen Spieler lagen permanent am Boden. Ich kann die Reaktion des Gegners verstehen, doch hier muss der Schiedsrichter handeln. Sechs Minuten Nachspielzeit waren zu wenig. Doch ich bin nicht hier, um die Referees zu beschuldigen. Wir sollten unser eigenes Spiel vor Augen führen.“

Levent Sahin, Trainer Adanaspor

„Nachdem man zwei Mal in Führung geht, kann man über ein Unentschieden nicht glücklich sein. Ich bin froh, dass meine Spieler ansatzweise schon das umsetzen, was ich von ihnen verlange. Sie müssen das Gefühl loswerden, ständig als Verlierer vom Platz zu gehen. Dann können wir die kommenden Aufgaben auch selbstbewusster angehen.

[…] Niemals vertrete ich die Philosophie, Zeitspiel zu betreiben. Doch in einem Spiel gewinnt die Psyche eines Spielers immer die Oberhand. Wir haben unsere Spieler oft genug gewarnt, sich nicht ständig auf den Boden fallen zu lassen. Doch im Spiel hat man keinen Einfluss mehr darauf. Das beschäftigt mich jetzt aber auch nicht weiter.“

Aziz Yildirim, Vereinspräsident Fenerbahce

„2-3 Teams ausgenommen, mussten in der Hinrunde alle Teams mit groben Fehlentscheidungen der Schiedsrichter zurechtkommen. Es gibt Gruppierungen unter den Schiedsrichtern. Wenn du pfeifst, dann sollst du nach den Regeln pfeifen. Du pfeifst zu Beginn den Elfmeter nicht und das Spiel bekommt eine ganz andere Wendung. Ich fordere hiermit unseren Staatspräsidenten und auch alle, die mit dem Sport etwas zu tun haben, zum Handeln auf. Hier herrscht reiner Schiedsrichter-Terror. Sie schaden dem türkischen Fußball. Lasst uns alle gemeinsam darüber sprechen. Dieses System wird uns nicht weiterbringen. Wenn die Vereine mit den Schiedsrichtern nicht zufrieden sind, muss der Verband neu gewählt werden.

[…] Mehmet Ekici wurde uns von Trabzonspor angeboten. Vor zwei Monaten wollten sie von uns noch Aatif [Chahechouhe] und Fernandao. Wir haben abgelehnt. Jetzt hat unser Trainer entschieden, dass Aatif im Tausch für Ekici angeboten werden kann. Dazu haben wir 500.000 Euro geboten. Doch Aatif hat abgelehnt. Anschließend waren wir bereit, zwei Millionen Euro zu zahlen. Doch Trabzonspor ist damit nicht einverstanden. Er selbst hat sich zu Fenerbahce bekannt. Wechselt er nicht nach Europa oder zu den großen Vereinen, sprechen wir uns zum Saisonende wieder.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de

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