„Django“ eröffnet die 67. Berlinale

Endlich ist es wieder soweit! Die 67. Internationale Filmfestspiele wurden in Berlin feierlich eröffnet.

Die Internationale Jury u.a. Maggie Gyllenhal, Paul Verhoeven, Julia Jentsch, Diego Luna. (Foto: Kamuran Egri)

Die Internationale Jury u.a. Maggie Gyllenhal, Paul Verhoeven, Julia Jentsch, Diego Luna. (Foto: Kamuran Egri)

In Berlin ist wieder Berlinale-Zeit. Unter dem Vorsitz des niederländischen Filmemachers Paul Verhoeven präsentierte sich am Vormittag  die internationale Jury. Für Verhoeven ist klar:  Die Kunst steht an erster Stelle. „Ich will die Filme ohne politische Vorurteile schauen, sondern auf die Qualität achten.“

Zu den Jury-Mitgliedern gehören, der Künstler aus Island Olafur Eliasson, die tunesische Produzentin Dora Bouchoucha Fourati, die US-Schauspielerin Maggie Gyllenhal, die Schauspielerin Julia Jentsch, der mexikanische Schauspieler Diego Luna und der chinesische Regisseur Wang Quan’an.

Diego Luna machte eine Anspielung zur Donald Trump: „Ich möchte hier in Berlin alles darüber lernen, wie man die Mauern einreist. Es gibt ja hier viele Experten, die wissen wie man die Einreise bekommt. Ich will die Information mit nach Mexiko nehmen.“

Die Berlinale wurde mit einer faszinierenden Verfilmung über den großartigen Musiker Django Reinhardt im Wettbewerb eröffnet.

Filminhalt:

Django ist ein talentierte Gitarren-Musiker, der 1943 im Jahr der deutschen Besatzung in Frankreich lebt. Jeden Abend begeistert der Gitarrist und Komponist Django Reinhardt (Reda Kateb) mit seinem Gypsy Swing die Pariser Zuhörer, eine Musik voller Lebenslust und Witz. Während viele andere Sinti aus rassischen Motiven verfolgt und in Konzentrationslagern umgebracht werden, genießt Django aufgrund seiner Popularität die Sicherheit. Doch er hat auch deutsche Verehrer.

Bis ihn Vertreter des NS-Propagandaapparats auffordern, auf Tournee nach Deutschland zu gehen, um gegen die US-amerikanische „Negermusik“ anzuspielen. Doch Django weigert sich und lässt sich nicht kommandieren. Eine Pariser Verehrerin (Cècile de France) hilft ihm, seiner schwangeren Frau und seiner Mutter unterzutauchen und in ein Dorf in der Nähe der Schweizer Grenze zu gelangen. Doch die Nazis machen ihnen das Leben schwer. Es geht ums Überleben.

In seinem Regiedebüt porträtiert Etienne Comar einen unkonventionellen Künstler und Freigeist, dessen Leben so improvisiert ist wie seine Musik.

Kritik:

Eine wahre Geschichte über den großartigen Jazz-Musiker Django Reinhardt, gespielt von Reda Kaleb, der die Zuschauer mit seiner Musik nicht nur mitreißt, sondern auch begeistert. Eine bewegende Biographie über die Sinti-Musiker, der keinen kalt lässt.

Der Film ist sehr sehenswert und hat eine große Chancen auf den Bären.

Auf der Pressekonferenz zu „Django“ kam der französische Regisseur Etienne Comar mit dem Hauptdarsteller Reda Kateb und den Schauspielerin Cécile de France.

Etienne Comar über seinen Debütfilm : „Ich finde den Jazz-Musiker Django Reinhardt sehr faszinierend. Jedes Mal berührt mich, wenn ich es höre. Das Thema ist auch politisch brandaktuell. Jazz bedeutet Freiheit und wir wussten, dass man mit Musik Menschen berührt. Sie führt zur Freiheit. Ich hoffe, dass sich die Zuschauer wiederfinden, wenn sie den Film anschauen.“

Der Hauptdarsteller Reda Kateb erzählte: „Es war erlebnisreich für mich, über die Vielfalt der Möglichkeiten des Künstlers Django zu erfahren. Er reißt mit seiner Musik die Menge mit. Wir haben am Set auch echte Zigeunerfamilien besucht. Ihre Geschichte hat uns sehr berührt.“

Die Schauspielerin Cécile de France meldete sich auch zur Wort: „Es bedeutet mir sehr viel bei diesem Film mitzuwirken. Wie Jazz-Musiker in ihrer Kunst aufgehen – Das hat mich sehr beeindruckt.“

 

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