Berlinale 2017: Filmemacher Danny Boyle begeistert Presse und Publikum

Der im außer Konkurrenz laufende Film „T2 Trainspotting“ wurde von Medien der Berlinale 2017 gefeiert.

Ewen Bremner und Danny Boyle. (Foto: Kamuran Egri)

Ewen Bremner und Danny Boyle. (Foto: Kamuran Egri)

Filminhalt:

20 Jahre danach, es gibt viele Fragen! Hat Renton (Ewan McGregor), wie er am Ende von Danny Boyles Kultfilms angekündigt hatte, wirklich eine Familie gegründet und ein Auto gekauft? Oder hat er es ganz anders durchgebracht, die 16.000 Pfund aus dem Heroin-Deal, um die er seine Freunde betrogen hat?

Renton kehrt an den Ort zurück, der einmal sein Zuhause war, und schon überschlagen sich die Ereignisse. Auf den ersten Blick mag sich vieles in Edinburgh verändert haben, doch für die Freunde von einst blieb auch einiges beim Alten. Jedenfalls scheinen sie nur auf Renton gewartet zu haben. So empfängt der Zyniker Sick Boy (Jonny Lee Miller) ihn mit einem Schlag ins Gesicht, außerdem der gerade aus dem Gefängnis geflohene und immer noch agile Begbie (Robert Carlyle) läuft beim Wiedersehen Amok, und den ewigen Träumer Spud (Ewen Bremner) muss Renton einmal mehr vor dem endgültigen Absturz ins Selbstmord retten.

Kritik:

In der selben Besetzung schafft der Regisseur Danny Boyle eine faszinirende Atmosphäre. Auch dem Soundtrack bekommt eine tragende, wichtige Rolle. Neu ist die junge Schauspielerin Anjela Nedyalkova mit von der Partie und sie passt hervorragend dazu. Der Film fesselt den Zuschauer und lässt bis zum Schluss nicht los. Die Presse war sehr begeistert und das Publikum auch. Schade nur, dass der Film außer Konkurrenz läuft.

Am Nachmittag zur Pressekonferenz kam Danny Boyle und brachte Ewen Bremner, Jonny Lee Miller und Anjela Nedyalkova mit.

Der Moderator Anatol Weber stellte Danny Boyle folgende Frage:

„Genau 20 Jahre ist das jetzt her. Warum hat es so lange gedauert und was war die größte Schwierigkeit, um diesen Folgefilm zu drehen, ist das überhaupt eine Fortsetzung?

Danny Boyle: „ Wir haben versucht, dem Ganzen eigentlich einen anderen Titel zu geben und einen unabhängigen Film machen, unabhängig vom ersten Film. Das geht natürlich nicht. Irgendwelche Zusammenhänge muss es geben und es gab eine große Debatte darüber. Wir wollten auch niemanden enttäuschen. Wir sind vor zwei Jahren nach Edinburgh gefahren und haben den Produzenten getroffen, haben uns hingesetzt und aus den Buch gelesen und dann hat Jonn etwas persönlicheres geschrieben über die Zeit und über männliches Verhalten über die Zeiten hinweg vor allem. Und sobald ich das Drehbuch hatte, da wusste ich es, sie würden es machen. Das war einfach ein Instinkt. Wir haben zugestimmt und jetzt sind wir auf der Berlinale. Wunderbar, vielen Dank für die Einladung“ so Danny Boyle.

Außerdem fügte er über den Soundtrack hinzu:

„Das ist eine Frage der Nostalgie, denn wir wollten die Kraft des ursprünglichen Filmmusik auch wieder benutzen, denn die Leute mochten das sehr. Das ist eine Art Instrument. Eigentlich haben wir geschworen, dass wir das nicht wieder verwenden. Falls wir es doch tun, dann werden wir es neu angehen oder neu überdenken. Da hatten wir wirklich Glück mit einem sehr guten Künstler, der etwas Neues gemacht hat. Man kann fühlen wie man die Erinnerung hat diese Dinge zu hören, aber sie sind jetzt anders. Wir mussten auch einen modernen Soundtrack finden, dieses moderne Herzklopfen und dann haben wir diese Band in Edinburgh gefunden. Die heißen „Young Fathers“ die sind super. Die haben schon einen Preis gewonnen, also die kann ich euch empfehlen. Das ist der Song, der ganz am Ende des Films kommt.“

„T2 Trainspotting“ hat die Medien sehr begeistert und der Song am Ende des Films, der hat in sich. Ein großartiger Film von Danny Boyle!

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