CHP-Abgeordnete tritt nach Skandal um Telefonrechnung zurück

Eine Abgeordnete der türkischen Oppositionspartei CHP ist über eine Telefonrechnung in Höhe von 1,2 Millionen Lira gestolpert. Anfang Februar trat die Frau aus der Provinz Adana nun zurück.

Die Abgeordnete will sich der Kosten nicht bewusst gewesen sein. (Foto: Flickr/ Fotos produzidas pelo Senado by Senado Federal CC BY 2.0)

Die Abgeordnete will sich der Kosten nicht bewusst gewesen sein. (Foto: Flickr/ Fotos produzidas pelo Senado by Senado Federal CC BY 2.0)

Elif Doğan Türkmen habe ihren Rücktritt am 3. Februar bekannt gegeben, berichtet die türkische Zeitung Hürriyet. Zwei Tage zuvor hatte die Politikerin eine Unterredung mit CHP-Chef Kemal Kılıçdaroğlu.

Türkmen wurde vorgeworfen, eine Telefonrechnung in Höhe von 1,2 Millionen Türkische Lira verursacht zu haben. Wie die Zeitung berichtet, entschuldigte sie sich für ihre kräftigen Ausgaben und sagte, sie wisse nicht, dass sie so viel ausgegeben habe. „Ich habe nur Nachrichten geschickt und gelegentlich Briefe gesendet“, sagte sie.

„Es tut mir sehr leid. Ich schalte sogar die Lichter in den Toiletten im Parlament ab [um Geld zu sparen]. Ich war wirklich schockiert, den Betrag zu hören. Ich wünschte, sie hätten mich gewarnt, bis heute hat mir noch niemand etwas gesagt. Wenn ich gewusst hätte, dass dieser Service so teuer ist, hätte ich ihn nicht benutzt“, fügte sie hinzu.

Die Abgeordnete hatte das uneingeschränkte Telekommunikationsrecht für Mitglieder des Präsidiums des Parlaments genutzt. Nach den Regelungen sind die jährlichen Telekommunikationsausgaben der Abgeordneten, die bis zu zwei Monate ihrer Gehälter ausmachen, durch das Parlament abgedeckt. Für die Ratsvorsitzenden-Abgeordneten gibt es keine Obergrenze.

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