Auch an diesem Samstag verteilten Salafisten Korane in vielen deutschen Großstädten. Doch damit schaden sie den Muslimen, auch diese sind gegen die Aktion.
„Wir riefen Arbeitskräfte und es kamen Menschen“ lautet ein bekannter Satz von Max Frisch. Ja, es kamen Menschen! Erst waren es "Gäste", dann aber blieben sie und waren "Ausländer". Wenigstens hatten und haben sie eine klare Definition. Für in Deutschland geborene mit Migrationshintergrund ist das schon schwieriger. Sie müssen sich oft wie Außerirdische fühlen.
Der türkische Staatspräsidenten Abdullah Gül besuchte am Dienstag für einen Tag Osnabrück, die Heimatstadt des deutschen Bundespräsidenten Wulff. Mitten in den Besuch platzte die Nachricht, in der Hauptstadt Ankara sei eine Bombe explodiert.
Eine Gruppe von Schmugglern wurde an der türkisch-irakischen Grenze vom türkischen Militär für Terroristen gehalten und angegriffen. 35 Menschen kamen dabei ums Leben. Den Hinweis auf die verdächtige Gruppe hat offenbar der US-Geheimdienst an die Türkei gegeben.
Merkel erklärt, der Islam gehöre zu Deutschland. Anders als bei Wulff und Kauder führte das Anfang der Woche nicht zu ausgiebigen Debatten. Doch die Politik könnte sich das ganze Thema sparen, wenn man Muslime als das wahrnehmen würde, was sie sind, nämlich als Deutsche.
2013 will sich die Türkei endgültig vom IWF unabhängig machen. Ohnehin konnte man sich in den vergangenen Jahren nicht mehr auf Hilfszahlungen einigen. Die Türkei wollte die Auflagen des Internationalen Währungsfonds nicht erfüllen. Derzeit verbleiben nur noch rund zwei Milliarden Dollar an Kreditschulden.
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