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Abtreibungsverbot

Abtreibungsverbot: Mehrheit der Türken sagt Nein!

Seit mehr als zwei Wochen tobt in der Türkei eine heftige Debatte um das Thema Abtreibung. Selbst US-Megastar Madonna hat sich mit einem "Nipplegate" während ihres Konzertes am vergangenen Donnerstag eingemischt. Mit ihrer ablehnenden Haltung hinsichtlich eines möglichen Abtreibungsverbotes steht sie übrigens nicht nur auf der Seite vieler Frauen, sondern für die Mehrheit der Bevölkerung, die von Erdogans Plänen rein gar nichts hält.

Mehr Leid als Gutes! AKP Abgeordnete stellt sich gegen Abtreibungsverbot

Der Widerstand in den Regierungsreihen wird größer: Neben zahlreichen weiblichen Abgeordneten hat sich nun auch die AKP-Abgeordnete Mesude Nursuna Memecan aus Sivas gegen die Pläne der Regierung ausgesprochen. Sie warnt vor einer Verschärfung des bisherigen Abtreibungsparagraphen. Ein Verbot würde großen Schaden verursachen. Abgesehen davon gäbe es keine Frau, die einen solchen Eingriff ohne gute Gründe vornehmen ließe.

Abtreibungsverbot: Gruppe der „Irritierten Männer“ macht sich für Rechte der Frauen stark

Unter den Tausenden Frauen, die in den letzten Tagen gegen ein geplantes Abtreibungsverbot in der Türkei auf die Straße gegangen sind, waren nicht wenige Männer anzutreffen. Solidarisch geselleten sie sich zu ihren Ehefrauen, Schwestern und Müttern. Organisiert wurden die Proteste bisher vor allem von Frauenrechtsorganisationen. Jetzt tritt erstmals eine Männergruppe auf den Plan.

Ausschuss des Europarats: Ein türkisches Abtreibungsverbot ist nicht akzeptabel

Der Ausschuss für Gleichstellung und Nichtdiskriminierung des Europarats hat seine Besorgnis über die Initiative der türkischen Regierung hinsichtlich eines Abtreibungsverbotes zum Ausdruck gebracht. "Ein Abtreibungsverbot", so heißt es, "führt nicht zu weniger Abtreibungen, sondern zu illegalen Abbrüchen."

Abtreibungs-Debatte: Jetzt mischt sich auch noch das Amt für Religiöse Angelegenheiten ein

Erst am vergangenen Wochenende waren Tausende türkische Frauen auf die Straße gegangen, um ihrem Unmut über die jüngsten Bestrebungen der Regierung in puncto Abtreibung Luft zu machen. Jetzt meldet sich auch der Leiter des türkischen Amtes für Religiöse Angelegenheiten, Mehmet Görmez, zu Wort. Eine Unterstützung ist er den Protestierenden allerdings nicht. Seiner Ansicht nach hätten Eltern kein Recht das Leben eines Fötus zu beenden. Dieser hätte sein eigenes Recht auf Leben.

Abtreibungsverbot: Tausende türkische Frauen gehen auf die Straße

Nicht nur online, auch auf den Straßen regt sich Widerstand gegen die harte Linie von Premier Erdogan und seinem Gefolge. Am vergangenen Wochenende trieb die geplante Verschärfung des türkischen Abtreibungsrechts Tausende Frauen unterschiedlichster Herkunft auf die Straße. In mehreren türkischen Städten protestierten sie gegen derart rigide Beschneidungen.