Alle Artikel zu:

Antisemitismus

Die Stunde der Opportunisten: Macht die Griechen fertig!

Man könnte den Glauben an die Demokratie verlieren: Die Sprüche, mit denen europäische Politiker die Griechen diffamieren, entlarven die Volksvertreter als blanke Opportunisten. Die Schamlosigkeit kennt keine Grenzen. Das Ressentiment dominiert das Denken. Zynismus pur ist der neue Geist der politischen Eliten. Erst kommt das Fressen. Dann das Rülpsen. Und dann lange nichts mehr.

Mord an drei muslimischen Studenten: Täter droht in den USA die Todesstrafe

Dem Tatverdächtigen im Mordfall an drei muslimischen Studenten könnte im Falle eines Schuldspruches die Todesstrafe drohen. Ein US-Kammergericht hat jetzt grünes Licht für ein entsprechendes Strafmaß an die zuständige Staatsanwaltschaft gegeben. Die Tat in der Stadt Chapel Hill im US-Bundesstaat North Carolina hatte Mitte Februar nicht nur die USA erschüttert.

Die EU schaut weg: Im Baltikum werden SS-Veteranen als Helden gefeiert

In den EU-Staaten im Baltikum findet ein neuer Kult um die Veteranen der Waffen-SS statt. Die rechtsextremen Umtriebe werden von der EU-Politik ebenso ignoriert wie die Aktivitäten der rechtsextremen Milizen in der Ukraine. Efraim Zuroff vom Simon Wiesenthal Center warnt vor einer gefährlichen Melange aus anti-russischen und antisemitischen Vorurteilen.

CDU-Politiker Jens Spahn: Muslime verändern Stimmung in Deutschland

CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn wird nach eigenen Angaben als Homosexueller von Muslimen in Deutschland verhöhnt. So bekomme er mittlerweile wieder dumme Sprüche auf der Straße zu hören. Für ihn ist klar, wer keine offene Gesellschaft möchte, solle sich ein anderes Land suchen.

Mord an drei Muslimen: Obama verspricht Untersuchung

Erst vier Tage nach der Tötung von drei muslimischen Studenten in der Stadt Chapel Hill im US-Bundesstaat North Carolina hat Präsident Barack Obama sich zu Wort gemeldet und eine Untersuchung des Falls versprochen. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hatte ihn zuvor dazu aufgefordert, den Mord zu verurteilen. Seiner Ansicht nach darf hier nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. Nicht nur Antisemitismus, auch Islamophobie sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Lauder: Deutsche Muslime müssen gegen «Scharfmacher» vorgehen

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder, verlangt von Muslimen in Deutschland und anderen europäischen Ländern mehr Einsatz gegen Antisemitismus. «Die muslimische Gesellschaft muss dieses Problem in den Griff bekommen, muss sich den Scharfmachern in den eigenen Reihen entgegenstellen», so Lauder. Auch der Staat müsse «klar und bestimmt auftreten».

Antisemitismus: Rechtsextreme in Europa profitieren von der Finanz-Krise

Efraim Zuroff vom Simon-Wiesenthal-Center warnt vor den politischen Folgen der Finanzkrise in Europa: Rechtsextreme Klischees und radikale Islamisten könnten zu einem Aufflackern des Antisemitismus in Europa führen. Er fordert eine Allianz von Juden und Muslimen gegen den Extremismus.

Solingen-Anschlag 1993: Vorwürfe gegen SPD, CDU und FDP

Am 29. Mai jährt sich der Brandanschlag von Solingen. Bei dem Anschlag wurden fünf türkischstämmige Frauen ermordet. Am Abend findet in Solingen eine Kundgebung statt. Doch eine Bürger-Initiative zieht insbesondere die SPD, CDU und die FDP in die Verantwortung.

Jüdische Organisationen: Besorgnis über antisemitische Verbrechen in Europa

Nach den antisemitischen Attentaten zeigt sich die Deutsch-Israelische Gesellschaft besorgt. Ein europaweiter Aufschrei der europäischen Verantwortungsträger aus Politik und Gesellschaft sei ausgeblieben. Jeder zweite Jude in der EU gab an, bestimmte Orte zu meiden, weil sie dort als Juden Angst um ihre Sicherheit hätten, so eine Umfrage.

Studie: Antisemitismus unter Akademikern weit verbreitet

Mit der Fragestellung „Schützt höhere Bildung vor Rassismus und Antisemitismus?“ werden sich am Donnerstag eine Reihe von Wissenschaftlern im Jüdischen Museum Berlin auseinandersetzen. Nach Angaben einer Studie sollen kanadische und deutsche Studenten mehrheitlich antisemitisch und antimuslimisch eingestellt sein.

Erdoğan unter Druck: Die Türkei versinkt im Chaos

Die Luft um den türkischen Premier Erdoğan wird immer dünner: Im Zuge der Korruptionsaffäre treten verschiedene Seilschaften gegeneinander an. Die alten kemalistischen Eliten wittern ebenso Morgenluft wie eine islamisch-religiöse Bewegung oder das Militär. Das Chaos im Land wird von einer dramatischen Schulden-Krise verschärft. Der Wirtschaft droht der Absturz – mit unabsehbaren Folgen für den einstigen Tiger-Staat vom Bosporus.

Klassen-Kampf gegen „Judenknechte“: Der linke Antisemitismus in der DDR

Gregor Gysi beklagt den linken Antisemitismus. Er sollte ihn nicht überraschen: In der DDR waren antisemitische Klischees Teil der Propaganda gegen den Kapitalismus. Führende Journalisten wurden nahtlos von Autoren für SS-Blätter zur Elite der DDR. Die Säuberungen in der UdSSR hatten ihr Pendant in einer antisemitischen Kampagne in der DDR. Viele der antisemitischen Muster haben die DDR-Zeit überlebt. Er gibt eine bemerkenswerte Kontinuität des Antisemitismus von der Nazi-Zeit bis zum Ende der DDR - und darüber hinaus.

Novemberpogrome 1938: Nur die USA zogen Konsequenzen

Vor 75 Jahren fanden in Deutschland und Österreich Pogrome gegen Juden statt. Viele Menschen wurden getötet oder begangen Selbstmord. Doch nur die USA zogen diplomatische Konsequenzen und zogen ihren Botschafter in Berlin ab. Alle anderen Diplomaten waren mehrheitlich entsetzt über die Ereignisse. Öffentlich protestieren wollten sie nicht.

Judenfeindliche Straftaten stiegen 2012 um 70 Prozent

Die antisemitischen Gewalttaten und Gesamtstraftaten sind 2012 im Vergleich zu 2011 angestiegen. Bei den reinen Gewalttaten ist sogar ein Anstieg in Höhe von 70 Prozent registriert worden. Doch besorgniserregend ist nicht nur der Antisemitismus innerhalb extremistischer Gruppen. Auch der gewaltlose Antisemitismus aus der Mitte der Gesellschaft stellt ein Problem dar.

Deutschlands Hochschulen: Weitgehende Feindseligkeit gegen Juden und Muslime

Fünfzig Prozent der deutschen Studenten sollen klassische oder unterschwellige Antisemiten sein. Weitere achtzig Prozent sollen muslimfeindliche Positionen vertreten. Das geht aus einer anonymen Umfrage der Uni Osnabrück hervor.

Judenwitze und Hitlervere​hrung: Justiz prüft Verfahren gegen katholisch​e Studenten

Die Staatsanwaltschaft in Würzburg prüft Klagen gegen zwei angehende katholische Priester. Sie sollen aufgrund rechtsradikaler Umtriebe aufgefallen sein. Die beiden Verdächtigen wurden zuvor vom Priesterseminar Würzburg ausgeschlossen. Zudem sollen sie Mitglieder einer Studentenverbindung sein. Doch auch die lässt die Mitgliedschaft der Betroffenen bis zur Klärung der Vorfälle ruhen.

Juden-Aussagen des Erdoğan-Vize: Türkische Juden warnen vor Welle des Antisemitismus

Die Jüdische Gemeinde in der Türkei ist besorgt über die Juden-Aussagen des türkischen Vizepremiers Beşir Atalay. In einer Mitteilung warnt die Gemeinde vor neuen weltweiten antisemitischen Wellen.

Israel-Umf​rage: Entschuldi​gung für Mavi Marmara Vo​rfall war ein Fehler

Die Israelis sind offenbar unglücklich mit der aktuellen Haltung ihrer Regierung in den Beziehungen mit der Türkei. Rund Zweidrittel sagen, dass Netanjahus Entschuldigung für den Mavi Marmara Vorfall im Jahr 2010 falsch gewesen sei. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor.

Energiewirtschaft: Israel und Türkei wollen Kooperation vertiefen

Israel und die Türkei könnten schon bald ein gemeinsames Erdgas-Pipeline-Projekt ins Leben rufen. Die Chancen dafür stehen gut. Denn derzeit ist die türkische Zorlu Holding ohnehin auf dem israelischen Energiemarkt tätig und könnte sogar eine Vermittler-Rolle zwischen beiden Ländern einnehmen. Doch noch liegen keine handfesten Pläne auf dem Tisch.

Shimon Peres: Israel und Türkei müssen Völkern der Region helfen

Israels Präsident Shimon Peres sagt: Türken und Juden haben eine Reihe von Ähnlichkeiten und tragen diesselbe Verantwortung im Nahen Osten. Es entstehe eine neue Welt und beide Staaten haben die Aufgabe, ihren Kindern eine bessere Zukunft zu bieten. Offenbar hat Israel erkannt, dass die Türkei in der Iran-Frage und im Syrien-Konflikt faktisch dieselben Interessen haben.