Alle Artikel zu:

Arabischer Frühling

«Gut für die Moral»: Friedensnobelpreis für Tunesiens Pragmatiker

Tunesien hat als einziges Land des Arabischen Frühlings die Demokratisierung geschafft. Doch die Gesellschaft leidet: Terrorangst und kriselnde Wirtschaft rauben den Menschen die Hoffnung. Der Friedensnobelpreis soll Mut machen.

Welche Rolle spielen arabische Medien?

Facebook-Revolution, Twitter-Jihad und Al-Jazeera-Effekt – diese leeren Schlagwörter tauchen häufig in westlichen Medien und in Forschungspublikationen auf. Aber welche Rolle spielen arabische Medien wirklich? Zwei Wissenschaftler sind dieser Frage in einem aktuellen Buch auf den Grund gegangen. Es will einen Beitrag zum tieferen Verständnis der Medien der einzelnen Länder leisten.

Tunesischer Islamisten-Chef: Moschee-Schließungen reichen nicht

Im Kampf Tunesiens gegen den Terrorismus nach dem Anschlag von Sousse sieht der Führer der islamistischen Partei die angekündigte Schließung von Moscheen nicht als alleiniges Mittel. Die Rekrutierungen geschähen größtenteils im Internet, nicht in Moscheen. Die Sicherheitsmaßnahmen allein könnten den Terror nicht stoppen.

Tunesien verhängt nach Terrorattacke auf Urlauber Ausnahmezustand

Gut ein Woche nach dem tödlichen Angriff auf Touristen in Tunesien greift die Führung des Landes zu drastischen Maßnahmen. Der Präsident verhängt den Ausnahmezustand für 30 Tage - zunächst.

Stimme der ägyptischen Revolution verstummt: Blogger Bassem Sabry stirbt unter ungeklärten Umständen

Eine der Stimmen der ägyptischen Revolution von 2011 und ihren Folgen ist tot. Der Blogger und Journalist Bassem Sabry starb am Dienstag unter noch ungeklärten Umständen. Der in Kairo lebende 31-Jährige wurde vor allem für seine Analysen der regionalen Politik geschätzt.

Erdoğan rückt von regionalem Machtanspruch ab

Auf seiner Reise durch Südost-Asien spricht Premier Erdoğan plötzlich davon, die Türkei verfolge keine Ansprüche, eine Großmacht zu werden. Doch das steht im Widerspruch zu Äußerungen der vergangenen Jahren.

Naher Osten: Obama plant Stopp der externen Demokratie-Hilfe

Die US-Regierung gesteht vor Hilfsorganisationen ein, dass sie eine Senkung des Budgets für Demokratie-Hilfe in den Ländern des Arabischen Frühlings anstrebt. Diese sehen in der Kürzung einen Akt der Kapitulation und der Abwendung. Die Vereinigten Staaten hätten ihren Glauben an eine demokratische Entwicklung des Nahen Ostens aufgegeben, so die Klage von Nichtregierungsorganisationen.

HSBC: Arabischer Frühling kostet Mittleren Osten 800 Milliarden Dollar

Der Arabische Frühling hat sich nicht nur auf Politik und Gesellschaft der betroffenen Staaten ausgewirkt, sondern auch beachtliche ökonomische Spuren hinterlassen. Wie die HSBC Bank herausgefunden hat, ist das Bruttoinlandsprodukt in diesen Ländern um ganze 35 Prozent niedriger, als es eigentlich sein müsste. Vorausgesetzt die Ereignisse von 2011 hätten nicht stattgefunden.

Krisen in Nahost: Türkische Null-Problem-Politik ist gescheitert

Der türkische Außenminister Davutoğlu verkündete 2002 die „Null-Problem-Politik“ mit den Nachbarstaaten. Nun ist die Türkei mitverantwortlich für die Abkühlung der Beziehungen zu vielen Staaten im Nahen Osten. Mit den Muslimbrüdern hat man auf das falsche Pferd gesetzt. Die Türkei selbst sieht diese Isolation allerdings positiv.

Gespaltene Gesellschaft: 250 Millionen Proteste in über 30 Jahren

Eine neue Karte zeigt: Der Dissens in den Gesellschaften der Erde wurde in den vergangenen 30 Jahren nicht geringer. Auch in den Demokratien ist es nicht gelungen, harmonische Lebensverhältnisse zu schaffen.

Der Arabische Frühling: Kontrast zwischen aktueller Krise und einstiger Größe

Der Islamwissenschaftler Thorsten Schneiders hat zwei Buchbände zum Arabischen Frühling und der arabischen Welt veröffentlicht. An dem Buchprojekt nahmen zahlreiche Wissenschaftler, Autoren und Nachwuchsforscher teil. Es enthält einen kompakten wirtschaftlichen, sozialen und politischen Überblick über den arabischen Nahen Osten. Dem Leser werden Fakten und Analysen geboten.

Facebook: Ägyptischer Markt attraktiv, aber ohne große Umsätze

Der Umbruch in Ägypten vollzieht sich derzeit nicht nur auf den Straßen des Landes. Eine wesentliche Rolle spielen die Sozialen Medien. Die Begeisterung für Facebook und Co. ist immens. Doch wirkliches Kapital konnte daraus bisher nicht abgeleitet werden.

Militärputsch in Ägypten droht: General stellt Regierung Ultimatum

Das Militär schaltet sich in die Staatskrise Ägyptens ein. Ein hochrangiger General sagte, dass die Aufstände Ausdruck des Volkswillens seien, dem sich die Regierung zu beugen habe. Die Armee erwägt offenbar, die Macht in Ägypten zu übernehmen.

Kairo: Sitz der Muslimbrüder gestürmt, mindestens acht Tote

Gewalttätige Proteste gegen den ägyptischen Präsident Mohammed Mursi hatten mehrere Todesopfer zur Folge: Der Hauptsitz der Muslim-Bruderschaft in Kairo wurde gestürmt. Vier Minister traten zurück. Die Demonstranten fordern auch Mursis Rücktritt bis Dienstag.

Stimmen aus der Türkei: Gezi-Park-Proteste haben nichts mit Religion und Politik zu tun

Der türkische Journalist Bülent Mumay findet einen Vergleich Erdoğans mit Diktatoren der Arabischen Welt nicht fair. Was sich allerdings ändern müsse, sei die Haltung des Premiers zu seiner Bevölkerung. Die Einschätzungen vieler deutscher Kollegen bleiben hinter dem eigentlichen Kern zurück.

Güls Analyse: Türkei-Pro​teste sind „westlich“​, nicht „arabisch“

Der türkische Präsident Abdullah Gül ist weiterhin um eine Aussöhnung mit den Demonstranten bemüht. Die Türkei sei eine pluralistische Gesellschaft und der Staat nehme die berechtigten Ängste der Menschen wahr. Das sei der Unterschied zum Arabischen Frühling. Die Demonstranten seien eher vergleichbar mit den Occupy-Demonstranten aus dem Westen.

Salafisten randalieren in Tunesien: Auseinandersetzungen fordern ein Todesopfer

Ein toter Demonstrant und zahlreiche Verletzte: Das ist die Bilanz der Proteste der Salafisten-Bewegung Ansar al-Scharia in Tunesien am vergangenen Sonntag. Die radikalen Islamisten gerieten mit der Polizei aneinander, nachdem ein Treffen ihrer Bewegung zuvor verboten worden war.

Gegen den Zuschauerschwund: Al Jazeera will sich Rechte an La Liga sichern

Al-Jazeera plant offenbar die Übertragungsrechte der Primera División (La Liga) zu erwerben, um so sein bisheriges Sport-Angebot zu erweitern. Die Initiative scheint genau zur rechten Zeit zu kommen. Die Zuschauerzahlen befinden sich im Abwärtstrend.

Tunesien: Mord an Oppositionspolitiker stürzt das Land ins Chaos

Der Mord an einem bekannten Oppositionspolitiker führte in Tunesien zu Krawallen und Massenprotesten. Ministerpräsident Jebali hat die Regierung aufgelöst und Neuwahlen versprochen. Er möchte eine Übergangsregierung bilden. Doch den Ton will er selbst angeben.

Ägypten: Hunderte Demonstranten verlangen Gerechtigkeit für Mord an Fußballfans

Es waren erschreckende Bilder: Im vergangenen Jahr starben bei Ausschreitungen während eines Fußballspiel in Ägypten 74 Menschen. Nun stehen die Verantwortlichen, darunter Staatsbeamte, vor Gericht. Doch viele trauen der Justiz kein gerechtes Urteil zu.