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Armenien

Der EGMR urteilte im Dezember (ECHR 370, 2013, 17.12.2013), dass Bürger das Recht haben, die Deportationen der Armenier der Südost-Türkei im Jahr 1915 nicht als Völkermord zu umschreiben. (Foto: Flickr/ European Court of Human Rights by francois schnell CC BY 2.0)

US-Wissenschaftler: Die Türken haben die Armenier nicht ermordet

Der Streit um die armenische Völkermord-Frage belastet das türkisch-armenische Verhältnis. Der US-Wissenschaftler Justin Mc Carthy verteidigt die Türkei und sagt, dass es keinen Völkermord gegeben habe. Die Mehrheit der Armenier habe die Deportation überlebt. Zuvor hatte es einen Bürgerkrieg im Südosten der Türkei gegeben. Doch Fakten seien nicht wichtig. Türken seien im Westen per se unglaubwürdig, weil sie Muslime sind.

«Für mich ist entscheidend, dass wir eine angemessene Sprache dafür finden», so Steinmeier. (Foto: Flickr/ Frank-Walter Steinmeier and Peter Frey by Joi Ito CC BY 2.0)

Unterstützung für Erdoğan: Steinmeier vermeidet Begriff «Genozid»

Papst Franziskus nennt die Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren «Völkermord». Die Bundesregierung verwendet diesen Begriff nicht. Das sorgt selbst innerhalb der großen Koalition für Konflikte.

Erdoğan machte bereits im Vorfeld deutlich, dass er eine Resolution des EU-Parlaments zum «Genozid» an den Armeniern für irrelevant hält. (Screenshot YouTube)

Erdoğan attackiert EU-Politiker als „religiöse Fanatiker“

Die Resolution des EU-Parlaments zum «Völkermord» an den Armeniern hat in der Türkei zu einem Eklat geführt. Die türkische Regierung wirft den Abgeordneten „religiösen und kulturellen Fanatismus“ vor. Präsident Erdoğan machte bereits im Vorfeld deutlich, dass er eine solche Resolution für völlig irrelevant hält.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, widerspricht öffentlich den Behauptungen von Papst Franziskus. (Foto: Flickr/130408 Ban Ki-moon bij Timmermans 1990 by Ministerie van Buitenlandse Zaken (CC BY 2.0))

UN-Generalsekretär springt Erdoğan im Streit mit Papst zur Seite

Die Türkei bekommt in der Genozid-Frage Zuspruch von höchster Stelle: Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, und die Regierung in Rom sprechen sich gegen eine Deklaration als Völkermord aus. Der Generalsekretär bezeichnete die Vorfälle jedoch als „grausames Verbrechen“.

Günter Grass: Der tote Nobelpreisträger äußerte sich zu vielen Zeitgeschehen. In der Türkei stieß er auf offene Ohren. (Foto: Flickr/Günter Grass im Gespräch mit Wolfgang Herles by Das blaue Sofa / Club Bertelsmann ( CC BY 2.0))

Günter Grass: Genozid-Debatte den Türken überlassen

Nicht nur der Papst, auch der kürzlich verstorbene Literatur-Nobelpreisträger Günther Grass äußerte sich zur Genozid-Frage in Armenien. Laut Grass wäre eine Entschuldigung nötig, die Bezeichnung dieser Vorfälle müsse aber den Türken überlassen werden. Die Anmerkungen fielen auf fruchtbaren Boden, trotz Grass' nationalsozialistischer Vergangenheit.

„Wenn Politiker und Geistliche die Arbeit von Historikern übernehmen, dann kommt dabei nicht die Wahrheit heraus“, so Erdoğan. (Screenshot YouTube)

Erdoğan attackiert Franziskus: Der Papst redet Unsinn

Die angespannte Stimmung zwischen dem Papst und Ankara hat sich am Dienstag weiter zugespitzt. Seit Sonntag liefert sich Franziskus mit der Türkei einen verbalen Schlagabtausch über die Armenier-Frage. Jetzt schaltet sich Präsident Erdoğan ein und droht dem Pontifex.

Franziskus hatte die Gräueltaten an den Armeniern im Osmanischen Reich vor 100 Jahren in einer Messe am Sonntag als «ersten Völkermord im 20. Jahrhundert» bezeichnet. (Foto: Flickr/A ride in the popemobile by Raffaele Esposito CC BY 2.0)

„Völkermord“-Streit mit der Türkei: Papst verlangt Mut zur Direktheit

Der Papst wehrt sich gegen die Vorwürfe aus der Türkei, die Geschichte falsch zu interpretieren. Franziskus verweist nun auf die Botschaft der Apostelgeschichte, die Direktheit und christlichen Mut verlangt. Die Kirche könne nicht über das schweigen, was gewesen ist, so der Pontifex.

Der Papst hätte bei den Opfern des Ersten Weltkrieges nicht unterscheiden dürfen, meint Davutoğlu. (Foto: Flickr/ Ahmet Davutoğlu answering questions by Foreign and Commonwealth Office CC BY 2.0)

Türkischer Außenminister: Papst Franziskus schürt mit „Genozid“-Äußerung Rassismus

Papst Franziskus nennt die Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren «Völkermord» - und bringt die Türken gegen sich auf. Regierungschef Davutoğlu meint, der Papst interpretiere die Geschichte falsch.

Die Äußerungen des Papstes könnten die Beziehungen zur Türkei belasten. (Screenshot YouTube)

Wegen Armenien: Türkei geht auf Konfrontation mit dem Papst

Mit einer Gedenkmesse erinnert Papst Franziskus an das Leiden der Armenier im Osmanischen Reich. Der Pontifex spricht von «Völkermord». Ankara beordert darauf hin den türkischen Botschafter im Vatikan zurück.

Die Armenier fühlen sich vom großen Nachbarn gedemütigt. (Foto: Flickr/News Break... or Breaking News? by Thomas Leuthard CC BY 2.0)

100 Jahre „Genozid“: Erdoğan begegnet Einladung aus Armenien mit Affront

Es ist ein hässlicher Streit ums Gedenken. Mit großem Aufwand erinnern die Armenier an die Massaker an ihren Bürgern vor 100 Jahren im Osmanischen Reich. Präsident Sargsjan lud auch seinen türkischen Kollegen Erdoğan als Gast ein - und ist entsetzt über dessen Antwort.

Auch auf Twitter mahnt Cem Özdemir: "Zeit heilt keine Wunden, wenn nicht darüber gesprochen wird." (Screenshot Twitter)

Grünen-Chef Cem Özdemir: Deutschland muss Völkermord an den Armeniern anerkennen

Die Gräueltaten gegen Armenier im Osmanischen Reich vor 100 Jahren vergiften das Verhältnis zwischen der Türkei und Armenien. Deutschland solle das Massaker als Völkermord anerkennen - und zwischen beiden Ländern vermitteln, fordert Grünen-Chef Özdemir.

Armenische​r Erzbischof vergleicht Erdoğan mit biblischer Taube

Der stellvertretende armenische Patriarch von „Konstantinopel“ ist angetan von den Aussöhnungs-Schritten zwischen Armeniern und Türken. Erdoğan sei wie die biblische Taube Noahs, die mit einem Olivenzweig auf die Arche zurückgekehrt sei.

Sabotage gegen Aussöhnung: Armenische Nationalisten verbrennen Türkei-Flagge

Armenische Nationalisten haben in der Hauptstadt Eriwan die türkische Flagge verbrannt. Die kuriose Aktion glich einer Prozession. Damit will offenbar ein Teil der Bevölkerung den Aussöhnungs-Prozess mit der Türkei sabotieren. Doch dieser Versuch könnte misslingen.

Annäherung zwischen Türkei und Armenien: „Die Türken sind nicht unsere Feinde“

Premierminister Erdoğan überrascht die Armenier mit einer offiziellen Beileidsbekundung. Das türkische Volk teile das Leid der Armenier in Bezug auf das Jahr 1915. Doch auch Türken seien Opfer gewesen. Der Armenische Präsident reagiert und sagt, dass die Türken nicht mehr die Feinde der Armenier seien.

Türkei-Wahlkampf: Armenier kandidieren für Nationalisten-Partei

Die türkischen Nationalisten stellen zwei armenische Kandidaten für den Kommunalwahlkampf auf. Doch die Völkermord-Frage belastet die Beziehungen zwischen Türken und Armeniern.

Eine Tonne Heroin: Türkischer Schmuggler in Armenien festgenommen

Armenien hat zwei ausländische Schmuggler festgenommen. Diese wollten Heroin über Armenien in die Türkei schmuggeln. Die riesige Menge Heroin lässt darauf schließen, dass die Schmuggler sich sicher fühlten – und die Route häufig zum Drogenhandel genutzt wird.

Erinnerung an Hrant Dink: Tausende demonstrieren in Istanbul

Zahlreiche Menschen haben in Istanbul an die Ermordung des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink gedacht. Dink setzte sich für einen Dialog zwischen Armeniern und Türken ein. Insbesondere die Völkermord-Frage belastet das Verhältnis.

Mord an Hrant Dink: Familie boykottiert Prozess

Der Journalist Hrant Dink starb, weil ein nationalistischer Minderjähriger ihn auf offener Straße erschoss. Ob hinter der Tat ein ganzes Netzwerk, gar mit Beteiligung staatlicher Funktionäre steht, soll die Neuauflage des Prozesses klären. Die Familie Dinks möchte aber nicht erneut von der Justiz verhöhnt werden.

„Armenischer Genozid“: Zentralrat der Armenier in Deutschland marschiert zum türkischen Konsulat

Unter dem Motto „Gegen Leugnung und Vergessen“ rufen der Zentralrat der Armenier in Deutschland (ZAD), der Armenische Kulturverein zu Hamburg und der Armenische Jugendverband Kilikia zu einer Gedenk-Kundgebung zum „Armenischen Genozid“ von 1915 auf.

Eine Maschine wie diese Antonov AN 12 ist an diesem Donnerstagmorgen zur Zwischenlandung in Ost-Anatolien aufgefordert worden. (Foto: curimedia/flickr)

Türkei greift durch: Erneut verdächtige Maschine zur Landung gezwungen

Gut einen Monat, nachdem die Türkei erstmals einen Airbus zur Zwischenlandung in Ankara gezwungen hat, ist es jetzt zur mittlerweile dritten Durchsuchung einer Maschine auf türkischem Boden gekommen. Diesmal im Visier: Ein Transportflugzeug, das in Armenien gestartet war und vermutlich Waffen mit sich führt.