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Armenien

Der Berg-Karabach-Konflikt. (Grafik: Stratfor)

Türkei und Russland besorgt um Stabilität in Armenien

Türkische und russische Analysten befürchten, dass ausländische Gruppen einen Putsch in Armenien vorbereiten könnten. Die größte Gefahr: Eine Destabilisierung könnte Rechtsextreme oder Nationalisten an die Macht bringen.

Kreml-Chef Wladimir Putin. (Foto: Flickr/Global Panorama)

Russland könnte in Armenien intervenieren

Russland könnte in Armenien intervenieren. Seit mehreren Tagen gibt es in der Hauptstadt Jerewan Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten. Es droht ein Umsturz der armenischen Regierung, die ein Verbündeter des Kremls ist.

Russland und Armenien. (Karte: Ktratfor)

Moskau beunruhigt: Schwere Ausschreitungen in Armenien

Am Mittwoch ist es in der armenischen Hauptstadt Jerewan zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Regierung in Moskau ist nervös, weil sie eine Destabilisierung unmittelbar an den russischen Grenzen fürchtet.

Russland und Armenien. (Karte: Ktratfor)

Russland: Alarmstufe Rot nach Gefechten in Nachbar-Staaten

Die Sicherheitskräfte in Kasachstan befinden sich nach einem Islamisten-Angriff am Montag in erhöhter Alarmbereitschaft. Doch auch in Armenien dauert eine Geiselnahme von bewaffneten Oppositionellen seit bereits drei Tagen an. Der Kreml befürchtet eine Destabilisierung seiner Grenzregionen.

Der russische Präsident Wladimir Putin. (Foto: Flickr/ putin sunglasses by Jedimentat44 CC BY 2.0)

Gefechte an Russlands Grenzen ausgebrochen

In Kasachstan haben sich Islamisten Gefechte mit der Polizei geliefert. Das Land hat die „Alarmstufe Rot“ ausgerufen. In Armenien haben bewaffnete Männer eine Polizeistation eingenommen und einen Major getötet. Der Kreml ist alarmiert und befürchtet eine Destabilisierung der russischen Grenzgebiete.

Blick in die Bundestagskuppel. (Foto: Flickr/ Bundestag, Berlim by Ana Paula Hirama CC BY 2.0)

Völkermordstreit mit der Türkei: Wie der Bundestag von Lobbyorganisationen beeinflusst wird

Am Donnerstag möchte der Deutsche Bundestag eine gemeinsame Armenien-Resolution von CDU/CSU, SPD und Grünen beschließen, welches die damaligen Ereignisse im Osmanischen Reich als „Völkermord“ einstuft. Staatsministerin Aydan Özoğuz (SPD) wies darauf hin, dass es zu erwarten sei, „dass durch diese Abstimmung Türen eher zugeschlagen und die geschichtliche Aufarbeitung zwischen der Türkei und Armenien sogar verhindert wird“.

Die vorübergehende Streichung ist das «absolut falsche Signal», sagte Grünen-Chef Cem Özdemir der Bild am Sonntag. (Foto: Flickr/ Auditorium by assillo CC BY 2.0)

Nach Kritik der Türkei: Konzertprojekt «Aghet» in Dresden gefeiert

Mit Kritik reagiert die Türkei auf das Konzertprojekt «Aghet» zum Massaker an den Armeniern 1915. Bei einer Aufführung in ihrer Heimatstadt sind die Dresdner Sinfoniker nun gefeiert worden.

Die vorübergehende Streichung ist das «absolut falsche Signal», sagte Grünen-Chef Cem Özdemir der Bild am Sonntag. (Foto: Flickr/ Auditorium by assillo CC BY 2.0)

Zu kritisch: Türkei interveniert gegen Musik-Projekt aus Dresden

Weil die Dresdner Sinfoniker in einem Projekt an den Massenmord an Armeniern vor 100 Jahren erinnern wollen, verlangt die Türkei, dass die EU die Förderung des Projekts stoppt. Die zuständige EU-Agentur hat das Projekt auf Intervention der Türkei bereits von ihrer Website genommen.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion brach in den 90er-Jahren ein Krieg um Bergkarabach aus, der 1994 mit 30.000 Toten und einem Waffenstillstand endete. (Foto: Flickr/ KIF_6337 by Andreas Kontokanis CC BY 2.0)

Neuer Krieg im Kaukasus wird zur Gefahr für Russland

Zwischen Armenien und Aserbaidschan ist es zu neuen gewalttätigen Auseinandersetzungen um Bergkarabach gekommen. Die Entwicklung ist für Russland gefährlich, weil in der Region zahlreiche Öl- und Erdgas-Pipelines verlaufen. Wer hinter der überraschenden Eskalation steckt, ist unklar. Die US-Neocons halten Aserbaidschan für ähnlich wichtig für die Zukunft Russlands wie die Ukraine.

Belgiens Premier Charles Michel hat es oftmals mit Personen zu tun, die gegen ihn protestieren. (Screenshot)

Armenier-Debatte: Belgien belehrt Türken über Völkermord

Der belgische Regierungschef Charles Michel verlangt von der Türkei die unverzügliche Anerkennung des „Völkermords“ an den Armeniern. Die Begrifflichkeit „Völkermord“ soll von nun an immer verwendet werden. Über den faktisch erwiesenen Völkermord Belgiens an der Bevölkerung des Kongo möchte Michel nicht sprechen. Zuvor hatten die Christdemokraten eine türkischstämmige Politikerin aus der Partei geworfen, weil diese einem armenischen Völkermord-Beschluss nicht zustimmen wollte.

Der Ex-Polizist Ali Fuat Yilmazer soll die Hauptrolle bei der Mordplanung gegen den Journalisten Hrant Dink gespielt haben. (Screenshot)

Festnahme in Istanbul: Ex-Polizist soll Mord an Hrant Dink organisiert haben

In der Türkei laufen Ermittlungen gegen den ehemaligen Chef der Geheimpolizei von Istanbul, Ali Fuat Yilmazer. Er soll eine maßgebliche Rolle bei der Planung und Ausführung des Mordes an dem türkisch-armenischen Journalisten gespielt haben. Sollte er verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange schwere Haftstrafe.

Auf die Frage, in welchem ​​Land sie die größte Bedrohung für die Türkei sehen würden, antworteten 42,6 Prozent der Befragten mit Israel. 35,3 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben die USA an. (Foto: Flickr/Old or young by Petr Dosek CC BY 2.0)

Umfrage unter Türken: USA und Israel sind die größten Bedrohungen der Heimat

Wie eine aktuelle Umfrage einer türkischen Universtität ergab, halten die Bürger offenbar die USA und Israel für die größten Bedrohungen des Landes. Zwar sanken die Werte im Laufe der vergangenen zwei Jahre etwas ab. Mit über 40 bzw. über 35 Prozent sind sie jedoch nach wie vor signifikant.

Der US-Kongress unterteilt sich in einen Senat und ein Repräsentantenhaus. (Foto: Architect of the Capitol)

USA: Abgeordnete sind gegen Völkermord-Debatte um Armenier

Im US-Kongress wurde eine Resolution eingebracht, die einen aktiven Einsatz Washingtons für gute türkisch-armenische Beziehungen in den kommenden 100 Jahren einsetzt. Der Türkei werden keine böswilligen Unterstellungen gemacht. Wichtig für die USA seien die Interessen beider Staaten und auch die eigenen Sicherheitsinteressen. Die Resolution kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die EU klar gegen die Türkei positioniert hat.

Gemeinsam produzieren und vermarkten sie erfolgreich Käse. (Foto: Flickr/ Cheese Counter by Christian Senger CC BY 2.0)

Ungewöhnliche Völkerverständigung: Die türkisch-armenische Käsediplomatie

Die türkisch-armenische Beziehung ist, trotz erster diplomatischer Schritte, miserabel. Ein erfolgreiches türkisch-armenisches Joint Venture in der Käseproduktion zeigt, wie Völkerverständigung jenseits der Politik funktioniert.

Wenn Moskau mit dem NATO-Partnerland Türkei im Clinch liegt, macht das keinen sicherer, aber alle nervös. (Foto: DTN)

Völkermord-Streit zwischen Türkei und Russland entbrannt

Das türkische Außenministerium hat in einer Mitteilung schwere Vorwürfe gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin erhoben, der zuvor von „Völkermord“ an den Armeniern gesprochen hatte. Es sei allgemein bekannt, welche kollektiven Massaker und Deportationen Russland gegen Minderheiten vorgenommen habe, so das Ministerium. Trotzdem hätte die Türkei niemals den rechtlichen Begriff des „Völkermords“ benutzt.

Die Katholiken in Deutschland wollen den Kampf gegen den Islamismus aufnehmen und haben gleichzeitig gute Beziehungen zum Gottesstaat Saudi-Arabien. (Foto: Flickr/ Ausblick Dach Vatikan by Stephanie Kraus CC BY 2.0)

Schlacht von Gallipoli: Vatikan erteilt Gedenkfeier in der Türkei eine Absage

Der Heilige Stuhl wird nicht bei den Gedenkveranstaltungen zum 100. Jahrestag der Schlacht von Gallipoli („ Çanakkale Savaşı“) am 24. und 25. April in der Türkei präsent sein. Das gab die Botschaft des Vatikans in Ankara bekannt. Seit den jüngsten Völkermord-Aussagen des Papstes sind die Beziehungen zur türkischen Regierung gespannt.

Der EGMR urteilte im Dezember (ECHR 370, 2013, 17.12.2013), dass Bürger das Recht haben, die Deportationen der Armenier der Südost-Türkei im Jahr 1915 nicht als Völkermord zu umschreiben. (Foto: Flickr/ European Court of Human Rights by francois schnell CC BY 2.0)

US-Wissenschaftler: Die Türken haben die Armenier nicht ermordet

Der Streit um die armenische Völkermord-Frage belastet das türkisch-armenische Verhältnis. Der US-Wissenschaftler Justin Mc Carthy verteidigt die Türkei und sagt, dass es keinen Völkermord gegeben habe. Die Mehrheit der Armenier habe die Deportation überlebt. Zuvor hatte es einen Bürgerkrieg im Südosten der Türkei gegeben. Doch Fakten seien nicht wichtig. Türken seien im Westen per se unglaubwürdig, weil sie Muslime sind.

«Wir sind jetzt in einer Situation, in der wir es nicht mehr bei Aufrufen belassen können», so Steinmeier. (Foto: Flickr/ Frank-Walter Steinmeier and Peter Frey by Joi Ito CC BY 2.0)

Unterstützung für Erdoğan: Steinmeier vermeidet Begriff «Genozid»

Papst Franziskus nennt die Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren «Völkermord». Die Bundesregierung verwendet diesen Begriff nicht. Das sorgt selbst innerhalb der großen Koalition für Konflikte.

Erdoğan rückt von seiner Forderung nach einer Pufferzone in Syrien nicht ab. (Screenshot YouTube)

Erdoğan attackiert EU-Politiker als „religiöse Fanatiker“

Die Resolution des EU-Parlaments zum «Völkermord» an den Armeniern hat in der Türkei zu einem Eklat geführt. Die türkische Regierung wirft den Abgeordneten „religiösen und kulturellen Fanatismus“ vor. Präsident Erdoğan machte bereits im Vorfeld deutlich, dass er eine solche Resolution für völlig irrelevant hält.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon. (Foto: Flickr/130408 Ban Ki-moon bij Timmermans 1990 by Ministerie van Buitenlandse Zaken (CC BY 2.0))

UN-Generalsekretär springt Erdoğan im Streit mit Papst zur Seite

Die Türkei bekommt in der Genozid-Frage Zuspruch von höchster Stelle: Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, und die Regierung in Rom sprechen sich gegen eine Deklaration als Völkermord aus. Der Generalsekretär bezeichnete die Vorfälle jedoch als „grausames Verbrechen“.