Alle Artikel zu:

Armenier

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Foto: Flickr/ señor Recep Tayyip Erdogan by Presidencia de la República Mexicana CC BY 2.0)

Frankreich und Deutschland auf Konfrontation mit der Türkei

Frankreich und Deutschland gehen auf Konfrontation mit der Türkei. Frankreich hat eine Armenien-Resolution verabschiedet. Deutschland will ein umstrittenes Musikstück im deutschen Generalkonsulat in Istanbul aufführen.

Nach den USA reichen auch Merkel und die EU Erdogan die Hand

Deutschland und die EU vollziehen nach Einschätzung der türkischen Medien einen Kurswechsel im Verhältnis zur Regierung des türkischen Präsidenten Erdogan. Nachdem sogar schon vom Ende der Beitrittsverhandlungen die Rede war, sind deutsche und EU-Politiker plötzlich wieder offen für Gespräche. Die USA und Russland waren bereits vor Wochen auf Erdogan zugegangen, der nach dem Putsch deutlich gestärkt ist.

Bundesregierung droht radikalen Erdogan-Anhängern mit Ausweisung

Das Verhältnis zwischen Deutschen und Türken könnte sich in Deutschland bald rapide verschlechtern: Der vom türkischen Staat finanzierte islamische Verband DITIB äußert Kritik am Abstimmungsverhalten der elf Türken-Abgeordneten im Bundestag. Die Bundesregierung hingegen droht mit der Ausweisung von türkischen Staatsbürgern, die gegen Bundestagsabgeordnete Stimmung machen.

Cem Özdemir und die Grünen betreiben Wahlkampf für die HDP in der Türkei. (Screenshot YouTube)

Türkei bereitet Anklage gegen Bundestagsabgeordnete vor

Ein türkischer Juristenverband bereitet eine Anklage gegen die elf Türken-Abgeordneten des Bundestags vor, die für die Armenier-Resolution gestimmt hatten. Im Fall einer Verurteilung drohen den deutschen Politikern Haftstrafen in der Türkei. Das Außenamt hat den türkischen Geschäftsträger in Deutschland einbestellt.

Polizeischutz verstärkt: Scharfe Kritik an Cem Özdemir aus der Türkei

Der Grüne Cem Özdemir wird in der Türkei heftig wegen der Armenier-Resolution kritisiert. In Deutschland gab es Morddrohungen gegen den Politiker. Die Türken erinnern, dass Özdemir noch vor einigen Jahren das Gegenteil dessen gesagt habe, wofür er heute kämpft.

Mord-Drohungen: Polizei verstärkt Schutz für Cem Özdemir

Nach massiven Drohungen tauscht sich Grünen-Chef Cem Özdemir einem Medienbericht zufolge mit den zuständigen Behörden über Sicherheitsmaßnahmen aus. Bereits seit Donnerstag hat die Berliner Polizei ihre Präsenz in der Umgebung von Özdemirs Wohnung erhöht.

Bundestag: Türkei soll von Deutschland bei Umgang mit Geschichte lernen

Der SPD-Außenpolitiker Mützenich hat der Türkei im Zuge der Armenien-Debatte geraten, sich Deutschland im Umgang mit einem dunklen Kapitel der eigenen Geschichte zum Vorbild zu nehmen. Gregor Gysi kritisierte die Abwesenheit von Angela Merkel und der Regierungsspitze.

Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto: Consilium)

Armenier-Resolution: Merkel, Gabriel und Steinmeier bleiben Abstimmung fern

Kanzlerin Merkel, Außenminister Steinmeier, Vize-Kanzler Gabriel werden an der morgigen Abstimmung zur Armenier-Resolution nicht teilnehmen. Dabei hatte Merkel zuvor bei einer Probeabstimmung für die Resolution gestimmt.

Erdogan hofft auf Merkels Unterstützung bei Armenier-Resolution

Der türkische Staatschef Erdogan sagt, dass ihm Angela Merkel im Fall der Armenien-Resolution des Bundestags zugesagt habe, „alles Erdenkliche zu tun“. Ob diese etwas kryptische Aussage nun bedeutet, dass Merkel die Resolution vielleicht noch stoppen will, wird nicht klar. Ein Sprecher Merkels bestätigte ein Telefonat, wollte sich zum Inhalt jedoch nicht äußern.

Etwa 1000 Menschen protestierten in Berlin auf einem Marsch vom Bundestag zum Brandenburger Tor gegen die Armenien-Resolution. (Foto: Flickr/Steve Parker/CC BY 2.0)

Türkische Verbände demonstrieren in Berlin gegen Armenien-Resolution

Türkische Verbände haben am Samstag in Berlin gegen die geplante Armenien-Resolution des Bundestags protestiert. Integrations-Staatsministerin Aydan Özoguz (SPD) hatte die geplante Armenien-Resolution deutlich kritisiert, in der das Massaker vor hundert Jahren als Völkermord bezeichnet wird.

Bundestag: Neuer Anlauf für Erklärung zu Massakern an Armeniern

Waren die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich vor 100 Jahren ein Völkermord? Eine gemeinsame Positionierung des Bundestags zu dieser Frage schlug bislang fehl. Doch jetzt reichen sich Koalition und Opposition noch einmal die Hände.

Bundestag debattiert Einstufung von Massakern an Armeniern als „Völkermord“

Der Bundestag debattiert am Donnerstag (gegen 16.35 Uhr) über eine Entschließung zu den Massakern an den Armeniern in der Türkei während des Ersten Weltkrieges. Dabei geht es besonders um die Einstufung der damaligen Taten als "Völkermord", was die Türkei bis heute zurückweist.

Straßburg urteilt: Die Aussagen Perinçeks seien «kein Aufruf zu Hass oder Intoleranz» gewesen. (Screenshot YouTube)

Menschenrechtsgericht: Türkischer Politiker darf «Völkermord» an Armeniern leugnen

Das Thema Völkermord an den Armeniern weckt auch nach 100 Jahren heftige Emotionen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat jetzt im Sinn von Besonnenheit geurteilt.

Das CDU-Mitglied Madlen Vartian erhebt schwere Vorwürfe gegen den CDU-Generalsekretär Peter Tauber. (Screenshot)

CDU-Politikerin: „Peter Tauber besucht Islamisten, billigt rechtsradikale Türken in der CDU“

Die CDU-Politikerin Madlen Vartian - bekannt geworden durch eine Hass-Mitteilung gegen Muslime in Deutschland - erhebt schwere Vorwürfe gegen den CDU-Generalsekretär Peter Tauber. Dieser billige „rechtsradikale türkische CDU-Mitglieder“. Zudem würden sich hochrangige CDU-Funktionäre regelmäßig mit Islamisten treffen.

Unzählige Touristen aus aller Welt strömen derzeit in die Hagia Sophia. Wenn es nach der Gruppe „Anatolische Jugend“ geht, wird der Prachtbau bald wieder zur Moschee. (Foto: kutluhan celik/flickr)

Übelster Hass: CDU-Politikerin hetzt auf Facebook gegen Muslime

Ein armenischstämmiges Mitglied des Christlich-Alevitischen-Freundeskreises der CDU hetzt auf Facebook in übelster Weise gegen muslimische Türken, Kurden und Araber. Nicht-Muslime, die sich für den interreligiösen Dialog einsetzen, nennt sie „gekauft Hunde“. Doch die CDU-Spitze distanziert sich nicht - weder Jens Spahn noch Volker Kauder oder Julia Klöckner.

Armenier-Debatte: Belgien belehrt Türken über Völkermord

Der belgische Regierungschef Charles Michel verlangt von der Türkei die unverzügliche Anerkennung des „Völkermords“ an den Armeniern. Die Begrifflichkeit „Völkermord“ soll von nun an immer verwendet werden. Über den faktisch erwiesenen Völkermord Belgiens an der Bevölkerung des Kongo möchte Michel nicht sprechen. Zuvor hatten die Christdemokraten eine türkischstämmige Politikerin aus der Partei geworfen, weil diese einem armenischen Völkermord-Beschluss nicht zustimmen wollte.

Tugend-Terror in Belgien: Christdemokraten werfen „Türkin“ aus Partei

In Belgien haben die Christdemokraten der CDH ein erfolgreiches türkischstämmiges Mitglied aus der Partei ausgeschlossen. Sie hatte einem Beschluss zur „Anerkennung des armenischen Genozids“ ihre Zustimmung verweigert. Doch hinter dem Ausschluss steckt offenbar ein anderer Vorsatz. Das Parteimitglied trägt ein Kopftuch und der neue CDH-Chef sieht das nicht gerne.

Premiere in der Türkei: Erster Koran auf Armenisch erschienen

Kurz nach den heftigen internationalen Debatten um das Schicksal der Armenier im Jahr 1915, ist in der Türkei nun erstmals eine armenische Koranausgabe erschienen. Interessierte mussten auf Publikation insgesamt vier Jahre warten. Auch eine kurdische Version ist mittlerweile erhältlich.

Erdoğan zur Armenier-Debatte: Deutschland soll den Mund halten

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat auf die Völkermord-Vorwürfe aus Deutschland und Frankreich reagiert. Beide Länder hätten angesichts ihrer eigenen Vergangenheiten nicht das Recht, Urteile zu fällen. Deutschland sei das letzte Land, welches sich eine Meinung erlauben dürfe. Im Übrigen solle Frankreich aus seinen Ex-Kolonien verschwinden.

USA: Abgeordnete sind gegen Völkermord-Debatte um Armenier

Im US-Kongress wurde eine Resolution eingebracht, die einen aktiven Einsatz Washingtons für gute türkisch-armenische Beziehungen in den kommenden 100 Jahren einsetzt. Der Türkei werden keine böswilligen Unterstellungen gemacht. Wichtig für die USA seien die Interessen beider Staaten und auch die eigenen Sicherheitsinteressen. Die Resolution kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die EU klar gegen die Türkei positioniert hat.