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Armenier

Gaucks Völkermord-Aussage: Berlin ignoriert Rüge aus Ankara

Zwischen der Türkei und Deutschland knirscht es, weil der Bundespräsident die Massaker an Armeniern vor 100 Jahren als Völkermord bezeichnet. Ankara will Gaucks Worte «nicht verzeihen». Berlin übergeht den Rüffel des Nato-Partners.

Nach Völkermord-Aussage: Grünen-Chef Özdemir für zweite Amtszeit Gaucks

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Grünen-Chef Cem Özdemir sprechen sich für eine zweite Amtszeit von Bundespräsident Joachim Gauck aus. Özdemir lobte zudem die klaren Worte, die er in der Armenier-Frage gefunden hat. Diese könnten nun durchaus eine diplomatische Krise auslösen.

Erdoğan zur Armenier-Debatte: Deutschland soll den Mund halten

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat auf die Völkermord-Vorwürfe aus Deutschland und Frankreich reagiert. Beide Länder hätten angesichts ihrer eigenen Vergangenheiten nicht das Recht, Urteile zu fällen. Deutschland sei das letzte Land, welches sich eine Meinung erlauben dürfe. Im Übrigen solle Frankreich aus seinen Ex-Kolonien verschwinden.

Wegen Armeniern: Türkei weist Gauck in scharfen Worten in die Schranken

Bundespräsident Joachim Gauck wird wegen seiner Rede zum «Völkermord» an den Armeniern scharf kritisiert: Das Außenministerium in Ankara teilt mit, man werde Gauck seine Einlassungen nicht verzeihen. Die Deutsche Presse-Agentur spricht sogar schon von einer diplomatischen Krise.

Tausende demonstrieren in Istanbul für Anerkennung von «Völkermord»

Tausende Menschen haben in der türkischen Metropole Istanbul für die Anerkennung der Gräueltaten an den Armeniern vor 100 Jahren im Osmanischen Reich als «Völkermord» demonstriert. Der Protestmarsch zog am Freitagabend durch die zentrale Einkaufsmeile Istiklal Caddesi.

Bundestagsparteien einig: Massaker an Armeniern war Völkermord

Lange wurde gestritten, ob der Bundestag die Massaker an den Armeniern als Völkermord bezeichnen soll. Jetzt sprechen Redner aller Parteien von Genozid. Mit Spannung wird auf die Reaktion aus Ankara gewartet.

Völkermord-Streit zwischen Türkei und Russland entbrannt

Das türkische Außenministerium hat in einer Mitteilung schwere Vorwürfe gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin erhoben, der zuvor von „Völkermord“ an den Armeniern gesprochen hatte. Es sei allgemein bekannt, welche kollektiven Massaker und Deportationen Russland gegen Minderheiten vorgenommen habe, so das Ministerium. Trotzdem hätte die Türkei niemals den rechtlichen Begriff des „Völkermords“ benutzt.

Türkei: Staatsvertreter nimmt an Armenier-Gedenkfeier in Kirche teil

Der türkische EU-Minister Volkan Bozkır hat am Freitag gemeinsam mit dem US-Generalkonsul Charles Hunter an der armenischen „Genozid-Gedenkfeier“ in der Istanbuler Kirche zur Heiligen Maria teilgenommen. Der Kirchenvorstand verlas eine Grußbotschaft des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Auf den Genozid-Beschluss des EU-Parlaments konterte Bozkır zuvor mit dem provokativen Satz: „Vergibt euren Feinden. Doch vergisst niemals ihre Namen“.

Armenier-Debatte: Türkischer Regierungschef positioniert sich gegen Erdoğan

Die Schärfe in der Diskussion um die Genozid-Frage nimmt zu. Der türkische Premierminister Ahmet Davutoğlu bezeichnete die Deportation der Armenier jüngst als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Der türkische Staatschef Erdoğan hatte zuletzt die EU für ihre Haltung zur Genozid-Frage kritisiert und ihr Islamfeindlichkeit vorgeworfen.

Erdoğan warnt Obama: US-Präsident sollte den Begriff „Genozid“ nicht benutzen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan gibt in der Armenier-Debatte nun offenbar auch Anweisungen gen USA: Er erwarte von Präsident Barack Obama, dass dieser in einer Erklärung zum 100. Jahrestag der Gräueltaten an den Armeniern im Osmanischen Reich den Begriff Genozid tatsächlich nicht verwende. Bislang hat die US-Regierung eine solche Einordnung vermieden - aus Rücksicht auf ihre türkischen Freunde.

Nach Völkermord-Erklärung: Türkei ruft Botschafter in Österreich zu Beratungen zurück

Deutschland brauchte länger als andere Staaten, die Massaker an Armeniern im Osmanischen Reich als Genozid einzustufen. Nun soll es klare Worte geben. Den Anfang macht der Bundespräsident. Zwischen der Türkei und Österreich gibt es diplomatischen Ärger.

Der Ex-Geheimdienstmitarbeiter Mahir Kaynak ist im Februar verstorben. (Screenshot via Youtube)

Armenier-Debatte: EU bereitet Militär-Einsatz gegen Türkei vor

Der im Februar verstorbene türkische Analyst Mahir Kaynak hatte durchgehend vor einem Militär-Angriff auf die Türkei gewarnt. Die Diskussion um den Völkermord an den Armeniern sei eine psychologische Vorbereitung auf einen derartigen Überfall. Als Vorwand werde ein Bürgerkrieg zwischen Kurden und Türken dienen, den die Europäer zuvor selbst provozieren werden.

Das Erbe von Hrant Dink: «Genozid» ist immer noch ein gefährliches Thema in der Türkei

Noch immer kämpft die armenische Wochenzeitung «Agos» für die Ziele ihres ermordeten Gründers: die Anerkennung des «Völkermords» an den Armeniern. Bis heute löst das Unbehagen bei den Nachfahren aus, sagt ein Journalist.

Ständiges Reizthema auch in Deutschland: Darum ist Genozid-Aufarbeitung so schwierig

Spätestens seit der Äußerung von Papst Franziskus ist klar: Der Tod von 1,5 Millionen Armeniern im Osmanischen Reich lässt noch heute die Gemüter hochkochen. Die einen fordern ein klares Bekenntnis zum Völkermord. Die anderen vermeiden den Genozid-Begriff tunlichst. Das grundlegende Problem: Die Aufarbeitung der Vergangenheit steht erst am Anfang.

Moskau steht zu Erdoğan: Kein Armenier-Protest vor türkischer Botschaft

Das Büro des Moskauer Bürgermeisters soll einen Protest der armenischen Diaspora untersagt haben. Demnach dürfen sie ihren Unmut über den aus ihrer Sicht stattgefundenen Völkermord an den Armeniern nicht vor der türkischen Botschaft kundtun. Auch in Sotschi sollen die Behörden durchgegriffen haben.

Grüne zu „Genozid“-Frage: Nicht vor Türkei einknicken

In die Debatte um die korrekte Bezeichnung der Ereignisse von 1915 mischen sich nun auch die Grünen ein. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter verlangt von der Bundesregierung eine klare Benennung als «Völkermord». Aus Rücksicht auf die Türkei sollte das nicht vermieden werden.

Amal Clooneys neuster Fall: Menschenrechtsanwältin gegen türkischen Völkermord-Leugner

Die Menschenrechtsanwältin Amal Clooney vertritt Armenien in einem Prozess am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Es geht um einen türkischen Politiker, der den Völkermord an den Armeniern leugnet. Das ist und bleibt auch die offizielle Position der türkischen Politik.

Erdoğan will Papst strafen und Hagia Sophia in Moschee umwandeln

Papst Franziskus hat die Vorfälle des Jahres 1915 als ersten Genozid des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Diese Einschätzung könnte jetzt die Wiedereröffnung der berühmten Hagia Sophia als Moschee beschleunigen. In den Reihen der Bürger und der Politik gibt es seit Jahren Bestrebungen in diese Richtung.

US-Wissenschaftler: Die Türken haben die Armenier nicht ermordet

Der Streit um die armenische Völkermord-Frage belastet das türkisch-armenische Verhältnis. Der US-Wissenschaftler Justin Mc Carthy verteidigt die Türkei und sagt, dass es keinen Völkermord gegeben habe. Die Mehrheit der Armenier habe die Deportation überlebt. Zuvor hatte es einen Bürgerkrieg im Südosten der Türkei gegeben. Doch Fakten seien nicht wichtig. Türken seien im Westen per se unglaubwürdig, weil sie Muslime sind.

Unterstützung für Erdoğan: Steinmeier vermeidet Begriff «Genozid»

Papst Franziskus nennt die Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren «Völkermord». Die Bundesregierung verwendet diesen Begriff nicht. Das sorgt selbst innerhalb der großen Koalition für Konflikte.