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Außenpolitik

Unterstützung von Obama: Türkei wird neue Macht des 21. Jahrhunderts

Die Türkei werde in den kommenden Jahren zu einer Macht in der Region aufsteigen. Alle Grundlagen seien dafür gelegt worden. Doch diese Ambitionen kann das Land nur meistern, wenn sie sich eng an die USA hält. Diese Ansicht wird offenbar von der Obama-Regierung geteilt.

Der Traum von der großen Türkei wird zum Albtraum

Premier Ahmet Davutoğlu spricht gerne von der Türkei als das „Brasilien des Mittleren Ostens“. Die Auswirkungen einer dominanten Türkei-Politik sind heute sichtbar: Die Türkei ist zum ersten Mal in ihrer Geschichte in den Bürgerkrieg eines Nachbarstaates verwickelt. Die Unterstützung der Kurden im Irak hat zu einem Totalausfall der Handelsbeziehungen mit dem Rest des Landes geführt. Mit den abgeschlossenen Grenzen zu Syrien und dem Irak hat die Türkei außerdem den Zugang zum Mittleren Osten verloren.

Atlantische Gemeinschaft: Schäuble verspottet Putin in den USA

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat sich bei einer transatlantischen Veranstaltung über Russlands Präsident Wladimir Putin lustig gemacht. In der Sache klang Schäubles Spott eher wie das Pfeifen im Walde: Deutschland will den Konflikt mit Russland beenden. Doch zu einer eigenständigen Haltung fehlte Schäuble in den USA eindeutig der Mut.

Obama-Vize blamiert Merkel: USA haben EU zu Sanktionen gegen Russland gezwungen

Die Amerikaner haben erstmals öffentlich eingeräumt, die EU gegen ihren Willen zu Sanktionen gegen Russland gezwungen zu haben. US-Vizepräsident Joe Biden sagte, Obama habe darauf bestanden, dass die EU wirtschaftlichen Schaden in Kauf nehme, um die Russen zu strafen. Die Ausführungen Bidens machen klar, dass Angela Merkel und ihre EU-Kollegen auf Druck der USA ihren eigenen Völkern Schaden zugefügt haben. Wer sich diesem Bündnis anschließt, wird zum Papagei der US-Interessenspolitik. Merkels schöne Worte von der freien Selbstbestimmung klingen in diesem Kontext wie der blanke Hohn.

Neue Präsidenten-Strategie: Erdoğan möchte unbedingt in die EU

Die Türkei und die EU hatten bisher eher ein schizophrenes Verhältnis: Präsident Erdoğan hatte keine Lust auf die EU und die EU hat keine Lust auf die Türkei. Erdoğan hat nun aber den EU-Betritt als großes Ziel seiner Amtszeit definiert - wohl auch, um die Kritiker in Europa verstummen zu lassen. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sieht das anders: „Die Erdoğan-Türkei hat in Europa nichts verloren“.

Zorniger Wirtschafts-Boss: Merkel agiert gegen Russen „in Abstimmung mit den USA“

Der Präsident der österreichischen Wirtschaftskammer, Christoph Leitl, hat in einem TV-Interview Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, ihre harte Haltung gegen Russland mit Washington abzustimmen. Bisher galten in der EU solche Aussagen für hohe Vertreter des Establishments als absolutes Tabu. Das bemerkenswerte Interview im Wortlaut.

Deutsche Waffenlieferungen an Kurden: Türkei stoppt Bundeswehr-Flugzeuge

Die Türkei ist irritiert über die geplanten deutschen Waffenlieferungen an die Kurden: Nach Ansicht Ankaras könnten die Waffen in die Hände der immer noch als Terror-Organisation eingestuften PKK gelangen. Die Türkei stoppte am Mittwoch vorübergehend drei Transall-Flugzeuge auf ihrem Flug in den Nordirak. Die Türken wollten die Maschinen nicht auf dem Nato-Stützpunkt in Incirlik haben. Die Türkei vollzieht seit einiger Zeit eine Annäherung an Russland.

Unterstützung von Obama: Türkei wird neue Macht des 21. Jahrhunderts

Die Türkei werde in den kommenden Jahren zu einer Macht in der Region aufsteigen. Alle Grundlagen seien dafür gelegt worden. Doch diese Ambitionen kann das Land nur meistern, wenn sie sich eng an die USA hält. Diese Ansicht wird offenbar von der Obama-Regierung geteilt.

Tausende bei Berliner-R​ede: Erdoğan und Merkel sind wieder Freunde

Premier Erdoğan hat sich bei seiner diesjährigen Rede in Berlin nicht auf Kontroversen eingelassen. Das Verhältnis zu Kanzlerin Merkel hat sich offenbar auch verbessert. Doch die aktuellen Korruptions-Vorwürfe in der Türkei seien ein Akt der Sabotage.

Erdoğan rückt von regionalem Machtanspruch ab

Auf seiner Reise durch Südost-Asien spricht Premier Erdoğan plötzlich davon, die Türkei verfolge keine Ansprüche, eine Großmacht zu werden. Doch das steht im Widerspruch zu Äußerungen der vergangenen Jahren.

Nach Misserfolg in Nahost: Türkei kehrt zum EU-Kurs zurück

Die Türkei nähert sich wieder der Europäischen Union an. Die „Null-Problem“-Politik mit den Nachbarn funktioniert nicht mehr. Doch EU-Diplomaten sprechen von einem Ablenkungsversuch. So wolle die türkische Regierung lediglich kurz vor den Kommunalwahlen beim eigenen Volk punkten.

Aufstand gegen Erdoğan: Türkische Opposition sucht Hilfe bei Obama

Die türkische Opposition möchte Premier Erdoğan um jeden Preis zum Sturz bringen. Dabei setzt sie nun nicht mehr auf Überzeugungs-Arbeit beim Volk, sondern sucht nach Unterstützung aus dem Ausland. CHP-Chef Kılıçdaroğlu befindet sich aktuell in den USA. Dort wird er eine Reihe von Lobbyisten treffen. Doch Obama zeigt sich desinteressiert am Oppositions-Chef.

Erdoğan ruft UN zur Syrien-Intervention auf

Der türkische Premierminister Erdoğan fordert von der UN eine Intervention in Syrien. Die humanitäre Lage sei katastrophal. Der Einsatz von Giftgas sei ebenfalls erwiesen. Die UN und insbesondere die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats seien nur auf ihre eigenen Interessen bedacht.

Krisen in Nahost: Türkische Null-Problem-Politik ist gescheitert

Der türkische Außenminister Davutoğlu verkündete 2002 die „Null-Problem-Politik“ mit den Nachbarstaaten. Nun ist die Türkei mitverantwortlich für die Abkühlung der Beziehungen zu vielen Staaten im Nahen Osten. Mit den Muslimbrüdern hat man auf das falsche Pferd gesetzt. Die Türkei selbst sieht diese Isolation allerdings positiv.

Türkei: Außenpolitischer Kurs bremst wirtschaftliche Dynamik

Die türkischen Positionen in der aktuellen Außenpolitik wirken sich negativ auf das Wachstum der Exportwirtschaft aus. Die nach Krieg schreiende Rhetorik in der Debatte um die Intervention in Syrien verunsichert politische Partner und dadurch auch die Märkte.

Syrischer Flächenbrand: Die Türkei bereitet sich auf Terroranschläge vor

Die bevorstehende Intervention des Westens in Syrien mit der Türkei erhöht die Gefahr, dass syrische, iranische oder Rebellengruppen Vergeltungsanschläge in der Türkei verüben. 400 Spezialisten für chemische und biologische Waffen wurden in dieser Woche an die türkische Grenze geschickt.

Erdoğan erwägt UN-Austritt: Regierung treibt „internationale Isolation“ voran

Der türkische Ministerpräsident Erdogan überrascht mit einer unkonventionellen Idee, um die Vereinten Nationen zur Reform zu zwingen: Wenn genug Staaten austreten würden, könne man Reformdruck aufbauen. Der Vorstoß reiht sich in die anti-westliche Rhetorik der letzten Zeit ein und zeugt von einer „unausgegorenen außenpolitischen Strategie“.

Türkei 2013: Kann Erdoğan die Krisen der Region meistern?

Seit dem Jahr 2002 konnte die AKP Regierung einen enormen Wirtschaftsaufschwung verzeichnen. Auch im Zuge der Finanzkrise 2007 gelang es der Partei die Türkei weitgehend unbeschadet durch die Krise zu bringen. Im Bereich der Außenpolitik zeigte man sich ambitioniert und versuchte das Land aktiv in die Geschehnisse der Region sowohl auf dem diplomatischen als auch auf dem wirtschaftlichen Weg einzubringen. Gute Voraussetzungen also, um auch 2013 zu bestehen?

Obama gewinnt: Türkisch-US-amerikanische Beziehungen könnten hektisch werden

Barack Obama ist in der vergangenen Nacht erneut zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt worden. Im McCormack Center in Chicago bedankte sich der 51-Jährige bei seinen Anhängern für vier weitere Jahre im Weißen Haus. Die Amerikaner schenkten ihm überraschend deutlich ihr Vertrauen. Doch was bedeutet seine Wiederwahl für die türkisch-US-amerikanischen Beziehungen?

Polenz: „Türkei boxt außenpolitisch über ihrer Gewichtsklasse“

Ruprecht Polenz (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, äußert im Interview seine Sorge bezüglich der Verschlechterung des türkisch-israelischen Verhältnisses. Zudem sei die Türkei dabei, mit ihrer Haltung gegenüber Zypern den Prozess um einen EU-Beitritt zu verlangsamen.