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Bankenkrise

Eine direkte Kapitalisierung der Banken aus dem ESM wäre ein Novum in der Währungsunion. (Foto: Consilium)

Griechenland: Großbanken sind überwiegend im Besitz der europäischen Steuerzahler

Mit insgesamt 25 Milliarden Euro sollen noch in diesem Jahr griechische Banken gestützt werden. Ob die Geldhäuser direkt aus dem ESM saniert werden ist noch offen. Ein „Bail-in“ für Bankkunden wäre damit vom Tisch. Dies liegt auch daran, dass sich die Banken mehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand und damit de facto der europäischen Steuerzahler befinden.

Europa: Steuer-Behörden erhalten Zugang zu den Bank-Konten der Bürger

In der EU zeichnet sich eine weitere Verschärfung der Kontrolle der privaten Finanzen durch die Steuerbehörden ab. Griechenland macht den Anfang und gewährt den Steuereintreibern direkten Zugriff auf die Bank-Konten der Bürger. Die Zuspitzung der Schulden-Krise ist für viele Regierungen der Anlass, den Schutz der Privatsphäre in Geld-Angelegenheiten flächendeckend über Bord zu werfen.

Notfall-Pläne: Bank-Run in den USA befürchtet

Die amerikanischen Banken halten tägliche Krisen-Sitzungen und haben teilweise Notfall-Pläne aktiviert. Demnach wurde bis zu 30 Prozent mehr Geld in die Bankomaten des Landes gefüllt, falls die Amerikaner in Panik Geld abheben wollen. Die Maßnahmen zeigen, dass die Lage in Amerika ausgesprochen kritisch ist.

Droht jetzt ein Putsch: Unruhen in Griechenland rufen Militär auf den Plan

Die Unruhen in Griechenland haben nun erstmals das Militär auf den Plan gerufen: Die Gewerkschaft der Reservisten der Spezial-Streitkräfte fordert eine Regierung der nationalen Einheit sowie die sofortige Konfiszierung des Vermögens von deutschen Unternehmen. Die Reservisten haben die Bevölkerung zu einer Groß-Demo am Samstag aufgerufen. Premier Samaras spricht von einem Putsch-Versuch. Die Lage ist brandgefährlich.

Rezept gegen Finanzkrise: Schweizer mehrheitlich für Einführung von Trennbanken

Ein Bündnis aus Sozialdemokraten, Konservativen und Grünen möchten in der Schweiz das Trennbanken-System einführen. Es sieht eine Trennung zwischen Geschäfts- und Investmentbanken vor. Zudem sollen die Großbanken des Landes zerschlagen werden. Die größte deutsche Unterstützerin des Trennbanken-Sytems ist die Partei Bürgerrechtsgruppe Solidarität.

Gesetz zur Zwangsabgabe verabschiedet: Das Risiko für Bank-Kunden steigt erheblich

Vielen Banken in Europa spekulieren auf Teufel komm raus mit dem Geld der Sparer und weigern sich, die Risiken offenzulegen. Alle hoffen unverändert auf die Rettung durch den Steuerzahler. Doch die EU hat nun still und leise ein Gesetz beschlossen, demnach ab 1. August die Bank-Kunden als erste enteignet werden müssen, wenn eine Bank in die Krise gerät.

Zur Rechenschaft gezogen: Österreich schickt Bank-Manager ins Gefängnis

Ex-Hypo-Chef Wolfgang Kulterer wurde zu einer Haftstrafe von 3,5 Jahren verurteilt. Auch gegen weitere Manager wurden Freiheitsstrafen verhängt. 5,5 Millionen Euro wurden gemäß Urteil veruntreut. Die Anwälte der Verurteilten wollen das Urteil anfechten.

Griechenland-Bailout: IWF gesteht Lüge ein

Der IWF gibt zu, dass von Anfang an klar war, dass die Schulden Griechenlands nicht tragfähig waren. Dennoch habe man dies in der Öffentlichkeit falsch dargestellt, so ein geheimer IWF-Bericht. Davon hätten letztlich die Euro-Banken und die internationalen Hedge-Fonds profitiert.

Bankenrettung in Frankreich: Merkel will deutsche Steuergelder heranziehen

In einem bilateralen Übereinkommen hat Deutschland mit Frankreich einen weitreichenden Beschluss gefasst: Der Euro-Rettungsschirm ESM wird künftig auch für Bankenrettungen zur Verfügung stehen. Zunächst über einen gefinkelten Umweg, später dann auch direkt. Damit werden die deutsche Steuerzahler bei Bedarf auch zur Rettung der französischen Banken herangezogen.

Neues Trennbank-Gesetz: Deutsche Spareinlagen sind nicht sicher

Die Bundesregierung will mit einem neuen Trennbanken-System das Risiko für deutsche Banken senken. Das Gesetz hat einige Schönheitsfehler. So können die Banken selbst definieren, wie hoch ihr Risiko ist. Über gefinkelte Rechts-Konstruktionen kann das Gesetz ausgehebelt werden. Die Initiative hat daher eher den Charakter einer Beruhigungs-Pille für die verunsicherten Sparer.

Umschuldung in EU: Deutschen Sparern geht es an die Tasche

Die Euro-Zone kann ihre Schulden nicht mehr durch Wachstum abbauen. Daher wird es nach der Bundestags-Wahl zu einer Umschuldung kommen, die in einer Transfer-Union mündet. Eine umfassende Neuordnung der Euro-Zone hat begonnen. Wichtigstes Element der verschiedenen Maßnahmen: Der Zugriff auf den deutschen Sparer muss sichergestellt werden.

Zeitbombe in Europa: Über 700 Milliarden faule Kredite

Die EU versucht hektisch, Regeln für Banken-Pleiten in Europa aufzustellen. Der Grund: Durch das billige EZB-Geld haben zu viele Leute in Südeuropa billige Kredite bekommen. Nun können sie diese wegen der Rezession nicht mehr bedienen. Ein Wettlauf mit der Zeit hat begonnen. Wenn die Kredit-Blase platzt, müssen die deutschen Spareinlagen verfügbar sein. Anders geht es nicht mehr.

Finanzkrise: Investmentbanken profitieren ohne Ende

In Europa zeichnet sich ein Banken-Sterben ab. Das nennt man dann Markt-Konsolidierung. Profitieren werden die Großbanken und die Investmentbanken - also jene, die immer schon profitiert haben. Bezahlen werden jene, die immer schon bezahlt haben - Sparer, Anleger und Bank-Kunden.

Neue Zugriffsmöglichkeit: EU will Bank-Kunden europaweit in die Taschen greifen

Die EU-Kommission will, dass Bürger künftig überall unbegrenzt Bankkonten eröffnen. Diese Maßnahme dient vor allem den internationalen Großbanken: Sie haben effizientere Möglichkeiten, im Crash-Fall die Zwangsabgabe der Bank-Kunden europaweit einzuziehen.

Gemeinsame Einlagen-Sicherung: EU muss den Druck erhöhen

Die EU macht Druck auf Deutschland: Es müsse schnellstens eine europäische Einlagen-Sicherung ins Leben gerufen werden, um den Sparern im Falle eines Banken-Crashs wenigstens die 100.000 Euro zu sichern. Wolfgang Schäuble lehnt das ab – noch.

EU-Währungskommissar Olli Rehn: Europas Bank-Guthaben sind nicht mehr sicher

Die EU plant zur europäischen Banken-Rettung eine Direktive. Diese sieht vor, dass Bank-Kunden und Inhaber von Bank-Aktien im Rettungsfall rasiert werden. Dies bestätigte EU-Währungskommissar Olli Rehn.

Appell an Europas Bürger: „Bringen Sie Ihr Geld in Sicherheit“

Investoren-Legende Jim Rogers hat nach eigenen Angaben damit begonnen, seine Bank-Konten in Europa umzustrukturieren: Er will auf keiner Bank mehr als 100.000 Euro haben, weil es dafür keinen Schutz mehr gäbe. Sein Tipp: „Bringen Sie Ihr Geld in Sicherheit, ich tue es jedenfalls!“

Finanzkrise: Deutsche Bürgerrechtsbewegung fordert Trennungs-Banken

Die „Bürgerrechtsbewegung Solidarität“ (BüSo) fordert die Trennung von Investment-Banken und Geschäfts-Banken. Es könne nicht sein, dass der kleine Sparer mit seinen Bankeinlagen automatisch die Risiken von Investment-Geschäften tragen muss. Ihr Landesvorsitzender in Berlin sagt: Wenn die Banken in Zypern untergehen, dann kommt es zu einer dramatischen Ketten-Reaktion in der EU. Der Euro als Währung sei extrem gefährdet. Dieser Gefahr sind sich viele Leute nicht bewusst.

Kein Bargeld auf Zypern: Wie lange kann das System noch bestehen?

Die Wirtschaft in Zypern bekommt ernste Schwierigkeiten, weil es kein Wechselgeld mehr gibt. Geschäfte lehnen Kredit-Karten ab, weil sie nicht wissen, ob sie dafür jemals Geld bekommen.

IWF: Deutschland muss Banken in Südeuropa retten, sonst zerbricht der Euro

Der Internationale Währungsfonds macht weiter Druck: Er will schnellstmögliche Zahlungen aus dem EFSF und ESM an die südeuropäischen Banken. Sonst werde auch Deutschland von einer sich verschärfenden Euro-Krise erfasst. Es bestünden sehr große Risiken, dass der Euro zerbricht.