Alle Artikel zu:

Berichterstattung

Olympia-Absage für Istanbul: Britischer Werbeguru Martin Sorrell macht BBC verantwortlich

Nach Ansicht des britischen Werbegurus Sir Martin Sorrell hat die BBC den Gezi-Park-Protesten zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Die Folge: Die Berichterstattung beeinflusste die IOC-Vollversammlung, die im September über die Olympischen Spiele 2020 entschied und den Zuschlag an Tokio vergab. Ganz neu ist die Gezi-Park-Theorie nicht. Auf der Suche nach einem möglichen Sündenbock reagierte EU-Minister Egemen Bağış quasi „präventiv“.

Türkische TV-Aufsicht: Erneut Sender wegen Protest-Berichterstattung abgestraft

Der Oberste Rat für Hörfunk und Fernsehen in der Türkei (RTÜK) hat erneut zwei türkische TV-Sender im Zuge ihrer Protestberichterstattung abgemahnt. Stein des Anstoßes diesmal: Die vermeintlich vulgäre Sprache.

Rache für türkische TV-Sender: Anonymous hackt Seite von RTÜK

Das globale Hacker-Kollektiv Anonymous soll die Website des Obersten Rates für Hörfunk und Fernsehen in der Türkei (RTÜK) gehackt haben. Grund der Attacke sind die Strafen mit denen die TV-Aufsicht insgesamt vier türkische Sender wegen ihrer Berichterstattung über die Proteste belegt hatte.

Trotz Polizeigew​alt: EU nimmt Beitrittsg​espräche mit Türkei wieder auf

Die EU möchte ihre Beitrittsverhandlungen mit der Türkei weiter voranbringen. Die aktuellen Ereignisse in der Türkei böten der EU die Möglichkeit, sich stärker für die 35 Verhandlungskapitel einzusetzen. Doch es gibt auch Gegenstimmen. Angesichts der „menschenrechtlichen Rückschritte“ fordert die Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Sevim Dağdelen, einen sofortigen Stopp der Verhandlungen.

Nah am Geschehen: RTÜK straft Berichterstattung über Proteste ab

Der Oberste Rat für Hörfunk und Fernsehen in der Türkei (RTÜK) hat eine Reihe von türkischen TV-Sendern für ihre Berichterstattung über die seit 15 Tagen andauernden Proteste abgestraft. Erneut argumentiert man hier mit potentiellen Schäden für die Jugend.

Vertrauen in die russische Opposition? Die Bevölkerung wendet sich langsam ab

Die Russen verlieren das Vertrauen in die außerparlamentarische Opposition und ihre Führer. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Meinungsforscher vom unabhängigen Lewada-Zentrum. Spielten sie gerade im Vorfeld der letzten Wahlen noch eine entscheidende Rolle, gelingt es den Kreml-Gegner nun immer weniger die Massen zu mobilisieren. Ein Grund dafür wird unter anderem in der manipulativen Berichterstattung des Staatsfernsehens gesehen.

Türkei-Anschläge: Ankara verbietet freie Berichterstattung

Ein türkisches Gericht hat eine Nachrichtensperre über die Bombenanschläge in Reyhanlı verhängt. „Vorbereitende Untersuchungen“ zum Fall dürfen nicht gestört werden. Doch türkische Journalisten laufen Sturm gegen die Entscheidung.

SVR-Studie: Medien schüren Vorurteile gegen Muslime

An diesem Dienstag hat der Forschungsbereich beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) die 30-seitige Kurzstudie: „Muslime in der Mehrheitsgesellschaft: Medienbild und Alltagserfahrungen in Deutschland“ veröffentlicht. Das gemeinsam mit der Stiftung Mercantor erarbeitete Ergebnis: Nach wie vor herrscht eine „große Kluft zwischen negativem Medienbild von Zuwanderern und weitgehend positiver Alltagserfahrung in der Einwanderungsgesellschaft“. Bewegen sich die Redaktionsstuben allerdings nicht, könnten negative Einstellungen bald auch auf den Alltag überschwappen.

Berichten über heimliche Tonbandaufnahmen: Droht türkischen Journalisten künftig zwei Jahre Gefängnis?

Das türkische Justizministerium soll angeblich an einem neuen Justiz-Paket arbeiten, das auch einen Artikel beinhalte, der Journalisten mit zwei bis fünf Jahren Gefängnis bestraft, wenn sie sich in ihrer Berichterstattung auf heimlich aufgenommene Tonbandaufnahmen berufen, die ins Internet gestellt wurden.

Arslan kritisiert negative Berichterstattung über die Türkei in Österreich

Die Rolle der Medien in Österreich bei ihrer Berichterstattung über Themen, die mit türkischen Angelegenheiten zu tun haben, kritisiert Seyit Arslan, Chefredakteur der österreichischen Wochenzeitung ZAMAN Österreich, in einem Kommentar in der österreichischen "Presse". Diese sei "dem Integrationsprozess nicht dienlich".

„Der Leser ist nur an dreckigen Geschichten interessiert“

Isabell Zacharias, Integrationspolitische Sprecherin der SPD in Bayern, über die ihrer Meinung nach "zu kurz gesprungene" Medienschelte der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung Maria Böhmer (CDU) sowie ein vorbiildhaftes Konzept aus Finnland, das alle werdenden Eltern an die Hand nimmt - und nicht nur die mit Migrationshintergrund.

„Böhmers Appell ist ein ‚Kopf in den Sand‘ stecken“

Renate Ackermann, Asyl- und migrationspolitische Sprecherin der Grünen im bayerischen Landtag, zur medialen Berichterstattung über Migranten, allgemeine soziale Ungerechtigkeit sowie Anregungen für bessere Förderung von Kindern in Deutschland.

Böhmer-Vorschläge stoßen auf Skepsis

Die Bundeskonferenz der Integrations- und Ausländerbeauftragten in München widmete sich ganz der Rolle der Medien. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, kritisierte eine zu negative Berichterstattung über Migranten in Deutschland. Vertreterinnen von SPD und den Grünen halten diese Argumentation für zu kurz gegriffen.

Warum die deutschen Medien die Anti-Islambewegung hofieren

Falls die Diskussionen auf den Kulturseiten der deutschsprachigen Zeitungen im Frühjahr 2010 repräsentativ für die Meinung der Deutschen gewesen sind, müssen wir davon ausgehen, dass etwa die Hälfte der deutschen Bevölkerung den Islam und die meisten Muslime als Bedrohung verstehen und Schleier und Moschee im öffentlichen Raum als Zeichen von Frauenunterdrückung und politischem Hegemonialanspruch empfinden. Dieses Bild entspricht cum grano salis auch den Ergebnissen der Demoskopie. In Frage steht nicht der Befund, sondern seine Bewertung. Zeugt die negative Einstellung gegenüber dem Islam von Wachsamkeit oder von Vorurteilen? Beruht sie auf Fakten oder auf Phobien?