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Beschneidung

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck. (Foto: Flickr/ by Thomas Vogt CC BY 2.0)

Grünen-Politiker Beck fordert Akzeptanz für Schächten und Kopftuch

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck wirbt für mehr Akzeptanz religiöser Bedürfnisse von Flüchtlingen. Nach Ansicht des Politikers hänge unter anderem davon die Integration dieser Menschen in die Gesellschaft ab. Insbesondere stellte Beck auf die Themen religiöse Kopfbedeckung, das Schächten und die Beschneidung ab.

„Haut ab!“: Jüdisches Museum Berlin geht der Beschneidung auf den Grund

Die kontroverse und teils heftige Diskussion um die Beschneidung von Jungen in Deutschland liegt noch nicht lange zurück. Was Juden und Muslime praktizieren, ist für Christen und Atheisten offenbar ein Problem. In Berlin widmet sich nun eine Ausstellung dem Thema und schaut genauer hin.

Juristentag stellt sich hinter religiöse Beschneidung von Jungen

Der Deutsche Juristentag hat keine grundsätzlichen verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen. Durchgeführt werden dürfe diese aber nur dann, wenn dem Vorgang ein ernsthaftes religiöses Selbstverständnis zu Grunde läge.

Ein Jahr Beschneidungsgesetz: Bei Juden und Muslimen bleibt Misstrauen gegenüber dem Staat

Einige jüdische und muslimische Funktionsträger äußern nach der Beschneidungs-Debatte des Jahres 2012 Misstrauen gegenüber dem Staat. Sie klagen über Diskriminierung und Vorurteile in Folge der öffentlichen Diskussion. Die Studie erhebt aber keinen repräsentativen Anspruch.

Dramatischer Beschneidungsunfall: Türkische Familie fordert 2 Mio. Lira Schmerzensgeld

Die Familie eines dreijährigen Kindes, dessen Penis während eines kollektiven Beschneidungsfestes in der südöstlichen Provinz Batman abgeschnitten wurde, hat nun zwei Millionen türkische Lira Entschädigung vom türkischen Gesundheitsministerium gefordert. Der Staatsrat wurde bereits angerufen. Ein Urteil steht noch aus.

Türkisch-Islamischen Union (DITIB) zur Beschneidungsdebatte: Die Skepsis bleibt

Der Bundestag hat am vergangenen Mittwoch das Gesetz zur Beschneidung von Jungen gebilligt. An diesem Freitag passierte das Gesetz nun auch den Bundesrat. Damit bleibt eine ärztlich fachgerecht ausgeführte Beschneidung bei Jungen bis zum sechsten Lebensmonat grundsätzlich zulässig. Für die Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) ist das jedoch kein Grund zum Aufatmen. Die Skepsis bleibe weiterhin bestehen, so der Islamverband.

Beschneidungsdebatte: Diyanet-Chef spricht im Bundestag

Das Justizministerium legte am Dienstag eine ersten Gesetzesentwurf zur Legalisierung der religiös motivierten Beschneidung vor. Vor der Verabschiedung eines endgültigen Gesetzes soll allerdings noch Mehmet Görmez, der Leiter des Amtes für Religiöse Angelegenheiten in der Türkei, im Bundestag sprechen können. Ihm geht es nicht nur um die Beschneidung, sondern um den Umgang mit religiösen Symbolen insgesamt.

Islamrat: Berliner Beschneidungsregelung ist „inakzeptabel“

Eine eigene Beschneidungsregelung in Berlin als Zwischenlösung wird nun von Juden und Muslimen kritisiert. Die Anforderungen seien nicht nachvollziehbar und „inakzeptabel“. Von Eltern, die ihre Söhne beschneiden lassen wollen, wird ein Nachweis über die religiöse Motivation gefordert.

Beschneidungs-Gesetz: Experten einigen sich in Berlin

Nicht nur religiös motivierte, sondern auch nicht medizinisch indizierte Beschneidungen an Buben sollen in einer möglichen gesetzlichen Regelung zu diesem Thema berücksichtigt werden. Das ist das Ergebnis einer Runde aus Fachleuten und Politikern, die sich am vergangenen Dienstag im Bundesjustizministerium in Berlin zusammengefunden hat.

Beschneidung: Norwegen will religiöse Praxis durch symbolisches Ritual ersetzen

Während sich der Bundestag in Deutschland klar für das Recht auf religiös motivierte Beschneidung entschieden hatten, entfachen in anderen Ländern neue Diskussionen zu dem Thema. Norwegens Ombudsfrau für Kinderrechte fordert eine Abschaffung und will stattdessen nur ein symbolisches Ritual.

Beschneidung: Starten jetzt die Österreicher einen Angriff auf die Religionsfreiheit?

Die in Deutschland kontrovers geführte Debatte um eine religiöse Beschneidung von Kindern bricht sich auch im Nachbarland Österreich Bahn, nachdem zwei Landeshauptmänner dort Ärzten von einer Durchführung religiös motivierter Beschneidungen abraten.

Bundestag verteidigt Beschneidung!

Der deutsche Bundestag hat am vergangenen Donnerstag die von den Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD und FDP eingebrachte Resolution zur religiösen Beschneidung verabschiedet. Damit hat nun auch das Parlament eindeutig Stellung bezogen und symbolisch die "medizinisch fachgerechte Beschneidung" an Jungen grundsätzlich erlaubt.

Resolution zur Beschneidung: Westerwelle will Tradition schützen

Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD und FDP haben sich auf eine gemeinsame Resolution zur Zulässigkeit von religiös begründeten Beschneidungen verständigt. Der Text wird dem Bundestag an diesem Donnerstag vorgelegt. Via Gesetz soll die Bundesregierung nun die Straffreiheit der Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen garantieren. Die Grünen tragen die Resolution, anders als geplant, nicht mit.

Deutschland soll keine „Komiker-Nation“ sein: CDU will Resolution zu Beschneidungen

Die CDU will endlich Klarheit nach dem Urteil des Kölner Landgerichts, das religiös motivierte Beschneidungen als Körperverletzung wertete, schaffen. Jüdisches und muslimisches Leben in Deutschland müsse weiterhin möglich sein. Sollte sich Deutschland als einziges Land dagegen stellen, mache sich das Land zu einer „Komiker-Nation“, so Kanzlerin Merkel.

Beschneidungs-Urteil: Alevitische Gemeinde sieht deutsches Recht als „fehlangewendet“ an

Die Alevitische Gemeinde schließt sich der breiten Kritik gegen das Beschneidungs-Urteil von Köln an. Das Urteil sei eine Fehlentscheidung und dürfe nicht ausgehend vom Einzelfall Beschneidungen insgesamt verbieten.

Beschneidung: Bundesregierung will Juden und Muslime nicht einschränken

Klares Signal aus der deutschen Hauptstadt. Die Bundesregierung stellt sich gegen das kürzliche Urteil des Kölner Landgerichts und erklärt, dass religiöse Beschneidungen auch künftig straffrei bleiben sollen. Ob das per Gesetz geschieht, das wird derzeit geprüft.

Angezeigt wegen Beschneidung: Unbekannter greift SPD-Integrationsrats-Mitglied an

Eine türkischstämmige Mutter hatte erklärt, ihren Sohn im Türkei-Urlaub beschneiden zu lassen. Kurz darauf ging bei der Staatsanwaltschaft in Köln eine Anzeige ein - per SMS.

Beschneidung: Leutheusser-Schnarrenberger verweist Juden und Muslime an Verfassungsgericht

Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger sieht die Aufgabe der Klärung der Rechtslage nach dem Beschneidungsurteil nicht bei der Bundesregierung. Das Verfassungsgericht müsse sich mit den Einwänden der Religionsvertreter auseinandersetzen.

„Eine Entscheidung gegen Religion allgemein“

Mit dem Beschneidungs-Urteil wurde eine Grundsatzfrage aufgeworfen, sagt Professor Yaşar Bilgin von der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung e.V.. Es müsse nun geklärt werden, wie weit die Mündigkeit von Kindern gehe – auch im Fall von anderen Eingriffen. Das Urteil hat für ihn darüber hinaus eine politische Dimension, da über einen medizinischen Aspekt eine Art Assimilation herbeigeführt werde.

„Wir wollen keine Religionsgemeinschaften diskriminieren“

Das Urteil des Landgerichts Köln verbietet nicht die religiös motivierte Beschneidung, sondern verlangt einen Aufschub dieser, erklärt Kinderchirurg Professor Maximilian Stehr. Zirkumzisionen an Kindern widersprechen seinem Berufsethos und sind für ihn ein Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht des Kindes.