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Diskriminierung

Richter in Berlin: Kopftuch runter, sonst gibt’s ein Ordnungsgeld

Ein Vorfall am Amtsgericht Tiergarten in Berlin macht derzeit auf Facebook die Runde. Der zuständige Richter hat eine Zeugin in einer kleinen Ordnungswidrigkeits-Angelegenheit aufgefordert, ihr Kopftuch abzulegen. Der Grund: Sonst könne er nicht erkennen, ob sie die Wahrheit sagt. Eine anwesende Anwältin hat die Begebenheit vom Dienstag im Sozialen Netzwerk öffentlich gemacht. Bei einer Online-Diskussion soll es jedoch nicht bleiben.

Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Christine Lüders macht weiter

Auf Vorschlag der Bundesregierung hat die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, Christine Lüders erneut zur Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ernannt. Lüders hat die Position bereits seit 2010 inne. Zuletzt äußerte sie sich besorgt über die Benachteiligung Jugendlicher mit Migrationshintergrund auf dem Ausbildungsmarkt.

SVR-Studie: Jugendliche mit Migrationshintergrund am Ausbildungsmarkt diskriminiert

Jugendliche mit Migrationshintergrund haben auch bei gleicher Qualifikation schlechtere Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des SVR-Forschungsbereichs. Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) belegt damit erstmals, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen diskriminiert werden.

Kardinal Meisner fordert mehr Kinder gegen Muslime

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner ließ in einer Lobrede eine zweideutige Bemerkung über muslimische Familien fallen. Darin pries er den Kinderreichtum der Mitglieder einer katholischen Täufer-Bewegung. Muslimische Verbände sind empört, die Bundes-Integrationsbeauftragte zeigt sich desinteressiert.

Sevim Dağdelen: „Integratio​n ist eine soziale, keine religiöse Frage“

Die Bundestagsabgeordnete Sevim Dağdelen äußert Kritik an der Einführung eines muslimischen Feiertags. Das sei lediglich „Symbolpolitik“. Die Bundesregierung habe in erster Linie die Aufgabe, eine Rechtsgleichheit zwischen den Menschen in Deutschland zu schaffen.

„Alltagsrassismus“: Deutsches Schulsystem benachteiligt Kinder nicht-deutscher Herkunft

Eltern von drei Schülern türkischer und arabischer Herkunft wollten ein Berliner Gymnasium für den schulischen Misserfolg ihrer Kinder verantwortlich machen. Sie klagten vor Gericht, dass ihre Kinder aufgrund des hohen Ausländeranteils in der Klasse in ihren Chancen benachteiligt hätten. Das Gericht wies die Klage ab – doch „Integrationsforscher“ bestätigen sie.

Weltverfolgungsindex 2014: Christenverfolgung nimmt dramatisch zu

Die Religionsfreiheit ist in weiten Teilen der Welt auf dem Rückzug. Das typische christenverfolgende Land ist autokratisch, islamisch geprägt, ein „Failed State“ und liegt in Asien oder Nordafrika, so das Ergebnis einer Studie von Open Doors. Die Türkei hingegen ist das zweite Mal infolge nicht Teil der Spitzengruppe. Damit zeichnet sich die Türkei als eines der beiden weltweit einzigen Länder mit muslimischer Mehrheit aus, die nicht durch systematische Christenverfolgung auffallen.

Vereint gegen die Türkei: „Europäer brauchen ein gemeinsames Feindbild“

Der US-Sozialpsychologe Vamik Volkan sagte den DTN, dass in Europa eine Türken-Hysterie herrsche. Doch das habe auch eine Funktion. Die Europäer können als Gemeinschaft nur existieren, wenn sie ein gemeinsames Feindbild haben. Andernfalls brechen ihre alten Feindschaften untereinander wieder aus.

Trotz Bildung und Engagement: Ausgrenzung von Deutsch-Türken ist allgegenwärtig

Alltags-Rassismus ist offenbar ein großes Problem in Deutschland. Das hat eine Umfrage unter Deutsch-Türken ergeben. Dabei sind vor allem diejenigen betroffen, die sich in die Gesellschaft einbringen wollen.

Unerwünscht: Deutsch-Türken werden bei der Wohnungssuche diskriminiert

In Deutschland beschwert sich die Öffentlichkeit über die Entstehung von Migrantenvierteln. Diese seien Örtlichkeiten einer Parallelgesellschaft. Doch viele Deutsch-Türken werden auf dem Wohnungsmarkt diskriminiert. Türkische Nachbarn sind unerwünscht.

Ungenutztes Potential: Straßenkinder in Deutschland scheitern am „System“

Am 1. Oktober findet in Berlin eine Diskussionsrunde zum Thema der Straßenkinder in Deutschland statt. die Schauspielerin Hannelore Elsner und weitere Gäste werden sich in diesem Zusammenhang über Chancengerechtigkeit, Teilhabe und Bildung unterhalten.

Unerwartete Wendung: Britischer Ex-Soldat wird zur verheirateten Muslima

Lucy Vallender litt lange Zeit darunter, im falschen Körper geboren zu sein. Die Ex-Soldatin versuchte vergeblich ihre Männlichkeit in der Armee zu beweisen. Nun ist sie eine bekennende Muslima, die sogar geheiratet hat.

Deutsche mit türkischen Namen bekommen schwerer einen Job

Das Ausmaß der Diskriminierung von Migranten ist größer als bisher angenommen. Sie umfasse alle Bereiche vom Kindergarten über Hochschulen bis ins Arbeitsleben. Das stellt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in einer aktuellen Studie fest.

Diskriminierung: Gehörlose nicht zum Blutspenden zugelassen

Das Uniklinikum Essen verweigerte Gehörlosen die Zulassung zum Blutspenden. Gehörlosen-Verbände sehen darin eine Diskriminierung. Ein Ausschluss von Gehörlosen oder Blinden von der Blutspende ist rechtlich nicht zulässig.

Diskriminierung an belgischer Grenze? Türkischer Regisseur Kenan Işık erhebt schwere Vorwürfe

Der bekannte türkische Theaterschauspieler und Regisseur Kenan Işık sagt, dass er vor kurzem vorübergehend festgenommen und von der belgischen Polizei befragt wurde. Die Einreise nach Belgien wurde ihm seiner Ansicht nach nur aus einem einzigen Grund erschwert: Weil er Muslim und Türke sei.

SVR-Vorsitzende: Roma-Zuwanderung stellt Kommunen vor eine große Herausforderung

Im Zuge der EU-Binnenmigration sind viele Roma nach Deutschland gekommen. SVR-Vorsitzende Langenfeld sagt: Sie leiden sowohl in ihren Herkunftsländern, als auch in Deutschland unter einer weitgehenden gesellschaftlichen Ausgrenzung. Die Kommunen müssen diese Menschen aktiv integrieren.

Migrations-Forscher: Einheimische Ressourcen können Fachkräftemangel nicht decken

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) ist der Auffassung, dass der Fachkräftemangel in Deutschland nicht zu leugnen sei. Das zahlenmäßige Potential der heimischen Jugend reiche nicht aus, um den Bedarf an Fachkräften zu decken. Zudem profitiere das Land von der Freizügigkeit innerhalb der EU. Armutszuwanderung käme nur selten vor.

Besorgniserregende Entwicklung: Türkischer Präsident Gül fürchtet neuen Holocaust in Europa

Der türkische Präsident Abdullah Gül ist besorgt: Falls die europäischen Staaten weiterhin darin versagten, Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Religionen zu üben, werde das zu neuen humanitären Tragödien, wenn nicht gar zu Massentötungen von Menschen führen.

Studie: Türkische Bürger fest in Europa integriert

Nahezu 70 Prozent der türkischen Bürger, die derzeit in elf europäischen Ländern leben, betrachten die Staaten, in denen sie leben als ihr ständiges Zuhause. Das geht aus einer aktuellen Studie der Hacettepe Universität hervor.

Keine Einbahnstraße: Türkisch-deutsche Migration findet in beide Richtungen statt

Die Zahlen der türkisch-deutschen Stiftung für Bildung und wissenschaftliche Forschung (TAVAK) ließen aufhorchen. In den Jahren 2007 bis 2011 sollen 193,000 in Deutschland lebende Türken dauerhaft in die Türkei zurückgekehrt sein. Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille. Noch immer kommen jedes Jahr rund 30.000 Türken in die Bundesrepublik.