Alle Artikel zu:

Freiheit

Salman Rushdie: Kampf um Meinungsfreiheit fühlt sich manchmal an wie Krieg

Der von radikalen Muslimen immer noch mit einer Fatwa belegte Schriftsteller Salman Rushdie hat bei der Frankfurter Buchmesse eine Lanze für die Meinungsfreiheit gebrochen. Man dürfe alles sagen, weil es keine objektive Wahrheit gäbe. Die Idee von Verlegern, Büchern mit einem Warnhinweis zu versehen, hält er für Unsinn.

Kein teurer Spaß: «Tag der einfachen Freuden»

Der «Tag der einfachen Freuden» findet jedes Jahr am ersten Samstag im Oktober statt. Kostenlose Fröhlichmacher stehen dabei im Vordergrund. Doch wie sieht sie aus, die Gratisportion Glück?

Deutlich mehr islamfeindliche Vorfälle in Frankreich

Übergriffe und Drohungen gegen Muslime in Frankreich haben sich nach dem Anschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» im ersten Halbjahr fast vervierfacht. Die Beobachtungsstelle gegen Islamophobie verzeichnete für die ersten sechs Monate 274 gemeldete Vorfälle, im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum nur 72.

„Man braucht Wurzeln, man braucht Halt, um dann aber auch die Flügel auszubreiten und Ziele zu erreichen“, erklärt Mellow Mark die Idee zum Albumtitel. (Foto: Sebastian Matthäus)

„Empört Euch!“: Mellow Mark startet Aufruf zum zivilen Ungehorsam

Seit dem 26. Juni ist der Reggae-Künstler Mellow Mark mit seinem neuen Album unter eigenem Label zurück. „Roots & Flügel“ heißt die Scheibe, die von House of Riddim-Gründer und Bandleader Sam Gilly produziert wurde. Der Titel kommt nicht von ungefähr. Mellow Mark begibt sich musikalisch zu seinen Wurzeln, er scheint sie aber auch endlich in Form seiner eigenen Familie gefunden zu haben. Entstanden ist so ein vielschichtiges Werk, das persönliche Momente mit kritischen Botschaften an die Gesellschaft vereint.

Früher hatte Bargeld auch einen hohen künstlerischen Wert - was auch ein Grund war, warum man die Scheine gerne zu Hause aufbewahrt hat. (Foto: DWN)

Degenhart: Bargeld-Verbot verstößt gegen die Verfassung

Der Verfassungsrechtler Christoph Degenhart hält ein Bargeldverbot, wie es derzeit immer wieder in die Diskussion geworfen wird, nicht nur für wenig realistisch, sondern auch für verfassungswidrig. Allerdings sieht er in der Tatsache, dass dies überhaupt gefordert wird, wie auch im Bestreben, jedenfalls den Gebrauch von Bargeld einzuschränken. eine bedenkliche Entwicklung hin zur Totalüberwachung des Bürgers und zur Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten.

Digital-GEZ: Merkel denkt über staatliches Internet nach

Die Bundeskanzlerin diskutiert die Einführung eines mit Zwangsgebühren finanzierten Sozialen Netzwerks in Deutschland. Bundeskanzlerin Merkel ist sich allerdings bewusst, dass das Eintreiben einer Digital-GEZ auf einen gewissen Unmut in der Bevölkerung stoßen könnte.

Das Ende der Freiheit: Der Polizei-Staat kehrt nach Europa zurück

Die französische Nationalversammlung hat mit überraschend großer Mehrheit ein Gesetz beschlossen, mit welchem die bürgerlichen Rechte dramatisch eingeschränkt werden. Die Geheimdienste erhalten umfassende Rechte der Kontrolle der Bürger. Gerichtliche Beschlüsse zur Überwachung sind kaum noch nötig. Die Entwicklung könnte beispielhaft für die ganze EU sein.

EU-Bürger dürfen nur noch 40 Plastik-Tüten jährlich verbrauchen

Das EU-Parlament hat einen Gesetzesentwurf beschlossen, demzufolge EU-Bürger pro Kopf und Jahr bis 2019 nur noch 90 Plastik-Tüten und bis Ende 2025 nur mehr 40 Tüten der Stärke zwischen 0,015 und 0,049 Millimeter verbrauchen dürfen.

Türkischer Star-Pianist Fazıl Say feiert weltweit Triumphe

Der türkische Star-Pianist Fazil Say hat als Komponist und Pianist in New York und Berlin triumphale Konzert-Auftritte hingelegt. Say zählt zu den absoluten Ausnahme-Künstlern, wird jedoch von der Erdogan-Regierung wegen kritischer Aussagen verfolgt. Mit seiner Musik überlistet er die Zensoren, denn diese könne keine Noten lesen.

Kompromissloser Neustart bei „Charlie Hebdo“: Sieben Wochen nach dem Terror ist von Normalität keine Spur

«Charlie Hebdo» steht vor einem Neuanfang. Sieben Wochen nach dem Terroranschlag auf die Redaktion soll eine neue Ausgabe den Weg zurück in den Alltag markieren. Doch für die Überlebenden ist gerade nichts wirklich normal.

Erdoğan zu Morden von Paris: Terrorismus ist nicht religiös oder national

Einen Tag nach dem Terroranschlag von Paris hat sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu Wort gemeldet. Er verurteilte die Tat, warnte aber zugleich vor Intoleranz. Genau jene würde Spannungen erst den Weg ebnen.

Charlie Hebdo: Der neue Weltkrieg greift nach der Freiheit in Europa

Die entscheidende Frage zur Aufklärung des Anschlags gegen Charlie Hebdo ist: Wer sind die Auftraggeber der Killer? Wer sind die Hintermänner? Wer profitiert von der symbolischen Tat? Was genau bezwecken die Drahtzieher? Die Antwort werden die Regierungen in Europa nicht mit pathetischen Reden finden, sondern mit nüchternen Realpolitik: Sie müssen den Fall wirklich aufklären. Sonst wird Europa unversehens zum nächsten Schauplatz eines längst tobenden Weltkriegs. Er kann zur Zerstörung der freiheitlichen Gesellschaftsordnung führen.

Zu freizügig: Türkische Armee verbietet „Game of the Thrones“

Türkische Militärkadetten sind künftig nicht mehr frei in der Wahl ihres TV-Programms. Offenbar erachten ihre Vorgesetzten die bekannte US-amerikanische Fernsehserie „Game of the Thrones“ nicht nur für Kinder als zu blutig und zu freizügig. Auch ihnen ist das Format künftig untersagt.

Obama-Vize blamiert Merkel: USA haben EU zu Sanktionen gegen Russland gezwungen

Die Amerikaner haben erstmals öffentlich eingeräumt, die EU gegen ihren Willen zu Sanktionen gegen Russland gezwungen zu haben. US-Vizepräsident Joe Biden sagte, Obama habe darauf bestanden, dass die EU wirtschaftlichen Schaden in Kauf nehme, um die Russen zu strafen. Die Ausführungen Bidens machen klar, dass Angela Merkel und ihre EU-Kollegen auf Druck der USA ihren eigenen Völkern Schaden zugefügt haben. Wer sich diesem Bündnis anschließt, wird zum Papagei der US-Interessenspolitik. Merkels schöne Worte von der freien Selbstbestimmung klingen in diesem Kontext wie der blanke Hohn.

„Falling Walls“: Studierende sollen sich kreativ mit „Freiheit“ auseinandersetzen

25 Jahre nach dem Mauerfall sollen sich nun Studenten aus ganz Europa mit diesem Jubiläum auseinandersetzen. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ruft deshalb bis Ende August dieses Jahres zu einem entsprechenden Plakat-Wettbewerb auf. Im Zentrum der kreativen Auseinandersetzung steht der Freiheits-Gedanke in seinen verschiedenen Facetten.

Erdoğan-Kritiker wirft Gauck USA-Hörigkeit und Opportunismus vor

Bundespräsident Joachim Gauck ist in der Türkei auch bei Erdoğan-Gegnern unbeliebt. Er wird von vielen als Opportunist eingeschätzt. Seinen Worten von Demokratie und Freiheit wird kein Glauben geschenkt. Ausschlaggebend ist seine Vergangenheit und sein passives Verhalten während der NSA-Affäre.

Maulkorb aus Brüssel: EU will Überwachung der Toleranz einführen

Das EU-Parlament soll die Bürger zu mehr Toleranz erziehen. „Falsche Beschuldigungen“ und Witze etwa über den Feminismus gelten demnach als schwere Straftaten. Zur Überwachung eines „Klimas der Toleranz“ soll eine neue Behörde geschaffen werden. Ihr inoffizielles Motto: Null Toleranz für Verletzung der Toleranz-Vorschriften.

Ein Freiheits-Kämpfer gegen Rassismus: Nelson Mandela ist tot

Nelson Mandela ist gestorben. Er galt in der gesamten Welt als Kämpfer für die Gleichstellung der Schwarz-Afrikaner in Südafrika. Doch Mandela hinterlässt ein dunkles Erbe von Korruption und Vetternwirtschaft.

Aus Protest gegen Putin: Russe nagelt seine Hoden am Roten Platz fest

Der Russe Pjotr Pawlenski hat mit einem ungewöhnlichen Protest gegen die Menschenrechts-Situation in Russland für Aufsehen gesorgt. Der selbsternannte Künstler nagelte seine Hoden am Kopfsteinpflaster vor dem Lenin-Mausoleum in Moskau.

EU: Gezi-Park-Proteste haben türkische Gesellschaft vorangebracht

Nach Ansicht von Jean-Maurice Ripert, Vorsitzender der Türkei-Delegation der Europäischen Union, haben die teils heftigen Gezi-Park-Proteste in diesem Sommer zur Weiterentwicklung der türkischen Gesellschaft beigetragen. Die über viele Wochen andauernden Demonstrationen haben gezeigt, dass das Land über eine lebendige Zivilgesellschaft verfügt. Die Ereignisse werden zu ihrer Stärkung beitragen.