Alle Artikel zu:

Frieden

Friedensstifter und Friedenslehrer: Gewaltlosigkeit aus den Quellen des Islam

Seit mehr als einem Jahrzehnt erleben wir eine Pervertierung des Islam durch Gruppierungen wie der Al-Qaida oder dem IS, sagt Muhammad Sameer Murtaza, Islamwissenschaftler bei der Stiftung Weltethos in Tübingen. Die Religion Islam werde assoziiert mit Barbarei, Terror und Genozid. Als Referent ist er in diesem Herbst unterwegs, um aufzuzeigen, was der Islam tatsächlich ist.

Navid Kermani: «Der Islam hat sein kulturelles Gedächtnis verloren»

Der deutsch-iranische Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani ist am Sonntag in Frankfurt mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Die Nachrichtenagentur dpa dokumentiert Auszüge aus seiner Dankesrede mit dem Titel «Über die Grenzen – Jacques Mourad und die Liebe in Syrien» nach dem Wortlaut-Manuskript.

Geständnis des Scheiterns: Obama, der kriegsmüde US-Präsident

Das Interview von Steve Kroft mit US-Präsident Barack Obama ist ein bemerkenswertes Zeitdokument: Kroft fragt hart und respektlos. Obama kommt ins Schwimmen, und versucht doch zu erklären, warum Krieg im Grunde keine weltpolitische Option mehr für die USA ist. Eine Dokumentation.

Unmenschlich und unmoralisch: Türkischstämmige Unternehmer wollen keinen Stacheldraht nach Ungarn liefern

Die Bestellung sollte einen Wert von einer halben Million Euro haben. Zwei türkischstämmige Unternehmer aus Berlin haben aber offenbar kein Interesse daran, Ungarn mit 10.000 Drahtsystemen zu beliefern, die 40 Kilometer Grenze abriegeln könnten. Der Grund: Der Zaun ist zur Grenzsicherung gedacht und soll Flüchtlinge an einer Weiterreise gen Westen hindern.

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die Union jetzt nur noch auf 34 Prozent und damit 1,5 Punkte weniger als in der Vorwoche. (Foto: Consilium)

Eine Schande: Wie die EU-Politiker die Flüchtlinge in die Falle laufen ließen

Die Flüchtlings-Katastrophe kommt, anders als von den Politikern in Europa behauptet, nicht überraschend. Vor allem Frankreich und Deutschland haben versucht, mit den Balkan-Staaten und der Türkei Deals abzuschließen, damit diese Staaten die Flüchtlinge geräuschlos aufnehmen. Doch alle geheimen Pläne scheiterten – weil sich der Skandal der unmenschlichen Behandlung der Flüchtlinge nicht länger verbergen ließ.

Der Flächenbrand im Nahen Osten breitet sich aus. Die Grafik zeigt die Gefechtslage Mitte August. (Grafik: Institute for the Study of War)

Flüchtlinge an Europa: Wenn der Krieg zu uns kommt, kommen wir zu Euch

Der Strom der Vertriebenen aus dem Nahen Osten ist eine klare Botschaft an die Europäer: Wenn der Krieg zu uns kommt, kommen wir zu Euch. Die Flüchtlingsströme sind stumme, heldenhafte Protest-Züge gegen Kriege, die auch der Westen mit angezettelt hat. Wenn Europa jedoch die Gewalt nicht umgehend beenden hilft, wird der IS mit seinen ethnischen Säuberungen als Sieger dastehen. Und nach den Geflohenen könnten auch Krieg und Terror nach Europa kommen.

HDP-Chef Selahattin Demirtaş steht in der öffentlichen Kritik. (Screenshot)

Türkei: Öcalan übt massive Kritik an HDP-Chef Demirtaş

Der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan macht den HDP-Chef Selahattin Demirtaş für das Chaos in der Türkei verantwortlich. Das Stocken des Friedensprozesses sei auf die Unfähigkeit von Demirtaş und der HDP zurückzuführen. Öcalan entpuppt sich als Realpolitiker.

Buchpreisträger Kermani attackiert Islamisten

Der Islam gibt nach Worten des diesjährigen Friedenspreisträgers des Deutschen Buchhandels, Navid Kermani, zur Zeit ein «verheerendes und fürchterliches Bild» ab. Das Kernproblem sei «ein völliger Bruch mit seiner geistigen, spirituellen und ästhetischen Tradition», sagte der Schriftsteller und Orientalist.

«Eine der wichtigsten Stimmen»: Friedenspreis für Navid Kermani

Navid Kermani ist Romancier und Orientalist - und sucht als deutscher Autor iranischer Herkunft stets das Verbindende zwischen den Kulturen und Religionen. Nach vielen anderen Preisen kommt eine besonders renommierte Auszeichnung hinzu.

Sabotage um jeden Preis: Erdoğan und Öcalan sollen „beseitigt“ werden

Der Kurdenkonflikt könnte erneut aufflammen. Der Friedensprozess zwischen Kurden und Türken ist in Gefahr. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und der PKK-Chef Öcalan sollen „beseitigt“ werden. Das geht aus abgehörten Gesprächen hervor, die auf Youtube abrufbar sind.

Papst attackiert verkommene Politik: Regierungen leben vom Krieg

Papst Franziskus hat die Verflechtung von Politik und Rüstungsindustrie in ungewöhnlich deutlichen Worten kritisiert: Viele Regierungen leben vom Krieg, in vielen Gesellschaften führen die Herrschenden Kriege, um Geld zu verdienen. Der Papst rief Jugendliche auf, sich diesem System zu widersetzen.

Atlantische Gemeinschaft: Schäuble verspottet Putin in den USA

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat sich bei einer transatlantischen Veranstaltung über Russlands Präsident Wladimir Putin lustig gemacht. In der Sache klang Schäubles Spott eher wie das Pfeifen im Walde: Deutschland will den Konflikt mit Russland beenden. Doch zu einer eigenständigen Haltung fehlte Schäuble in den USA eindeutig der Mut.

Boliviens Präsident zu Obama: Hören Sie auf, die Welt in ein Schlachtfeld zu verwandeln!

Der bolivianische Präsident Morales hat beim Gipfel der lateinamerikanischen Staaten in Panama die US-Regierung scharf attackiert. Er warf Washington vor, die Welt zu destabilisieren, die Souveränität anderer Nationen nicht zu achten, und sich mit imperialistischer Attitüde gegen andere Staaten auf der Welt zu verhalten. Die USA müssten Kuba nicht „helfen“, sondern sollten für den Schaden bezahlen, den sie in Kuba angerichtet haben.

Ostermärsche wenden sich gegen Krieg und Islamfeindlichkeit

Am zweiten Tag der Ostermärsche haben in Deutschland mehrere tausend Menschen gegen Krieg, Gewalt, Rüstungsexporte und Ausländerfeindlichkeit demonstriert. In Berlin gingen am Samstag rund 1000 Menschen unter dem Motto «Die Waffen nieder» auf die Straße. Sie machten sich vor allem für einen friedlichen Dialog mit Russland in der Ukraine-Krise stark. Auf einem Banner stand: «Nato - Hände weg von der Ukraine.»

Türkische Armee auf der Suche nach PKK-Verstecken

Nach dem Friedensappell des PKK-Chefs Abdullah Öcalan will die türkische Armee nun die Schlupflöcher der verbotenen Organisation ausheben. Die Aktion in der südosttürkischen Provinz Mardin habe zum Ziel, Verstecke und Lager aufzuspüren und zu zerstören, teilten die Streitkräfte am Dienstag auf ihrer Internetseite mit. Weitere Details nannte die Armee nicht.

Machtdemonstration der Kurden: «Sie können uns nicht schlagen»

Seit 1999 sitzt PKK-Chef Abdullah Öcalan auf einer türkischen Gefängnisinsel in Haft. Wer glaubt, das habe seinen Einfluss oder die Macht der PKK geschmälert, irrt. Hunderttausende Kurden feiern ihren «Anführer» - und buhen den türkischen Präsidenten Erdoğan aus.

PKK-Chef Öcalan ruft zu Frieden mit türkischer Regierung auf

Abdullah Öcalan ruft seine Anhänger zum Frieden mit der Regierung in Ankara auf. Es sei Zeit, die «zerstörerische» Geschichte zu beenden, so der inhaftierte Chef der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in einem aus der Haft geschriebenen Brief.

Türkischer Präsident Erdoğan: Frieden mit Kurden ist größtes Projekt der Türkei

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan will am Friedensprozess mit der Terrororganisation PKK festhalten. Er bezeichnete die Aussöhnung mit den Kurden in seiner Neujahrsansprache am Mittwoch als «größtes gesellschaftliches Projekt der Türkei».

Handels-Krieg gegen Russland: Der große Verrat von Angela Merkel an ihrem Volk

Die Sanktionen gegen Russland werden nicht die treffen, die sie beschließen oder verhindern hätten können: Politiker, Verbände, die IHK, die öffentlich-rechtlichen Sender – sie alle leben von Steuergeldern oder Zwangsgebühren und brauchen keine Konsequenzen zu fürchten. Daher heulen sie, ohne nachzudenken, mit den Wölfen. Bezahlen müssen Unternehmen, Arbeitnehmer und Steuerzahler. Was die Bundesregierung und die EU betreiben, ist Machtmissbrauch im großen Stil.

Paradox: Verschärfte Kontrollen auf Waffen helfen Dschihadisten

Die syrischen Rebellen sind auf Waffenlieferungen aus dem Ausland angewiesen. Doch offenbar will die Türkei ihre Grenzkontrollen verschärfen. Ein schlechtes Signal für die Rebellen. Wenn die Waffenlieferungen ausbleiben, gewinnt Al-Qaida die Oberhand in Syrien.