Alle Artikel zu:

Gefängnis

Syrische Flüchtlingskinder missbraucht: Türke muss 108 Jahre in Haft

Wegen sexuellen Missbrauchs von syrischen Flüchtlingskindern ist ein 29-jähriger Türke zu 108 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Erdal E. wurde für schuldig befunden, in einem Flüchtlingslager in Nizip in der südlichen Provinz Gaziantep auf den Toiletten acht syrische Kinder sexuell missbraucht zu haben. Im Gegenzug habe er ihnen anderthalb bis fünf türkische Lira (0,45 bis 1,50 Euro) gezahlt.

Wegen Mohammed-Karikatur: Türkische Journalisten müssen ins Gefängnis

Aus Solidarität nach dem Angriff auf die «Charlie Hebdo»-Redaktion veröffentlichten zwei türkische Journalisten eine Mohammed-Karikatur der Pariser Satire-Zeitung. Jetzt hat ein Gericht Gefängnisstrafen gegen sie verhängt. Nebenkläger brechen in «Gott ist Groß»-Rufe aus.

Rundfunkbeitrag nicht gezahlt: MDR zieht Haftbefehl zurück, inhaftierte Frau entlassen

Nach 61 Tagen ist jene Frau aus dem Gefängnis entlassen worden, die wegen nicht bezahlter Rundfunkbeiträge inhaftiert wurde. Der MDR hatte zuvor den Antrag auf Erlass des Haftbefehls zurückgezogen. Insgesamt geht es um eine Summe von weniger als 200 Euro.

Rundfunkbeitrag nicht gezahlt: Erste Deutsche ins Gefängnis gebracht

Die Eintreiber der Rundfunkgebühr haben erstmals eine deutsche Bürgerin ins Gefängnis gebracht, weil sie sich weigerte, die Zwangsabgabe zu bezahlen. Laut ZDF, ARD und Deutschlandradio sind derzeit 4,5 Millionen Beitragskonten wegen Säumnis im Mahnverfahren oder in der Vollstreckung. Ob es weitere Verhaftungen geben wird, ist unklar.

Urteil: Haftstrafen für Schleuser von Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi

Sechs Monate nach dem Tod des syrischen Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi sind in dem Fall zwei Schleuser zu jeweils vier Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht befand die beiden Männer des Menschenschmuggels für schuldig. Der Vorwurf der fahrlässigen Tötung konnte nicht aufrecht erhalten werden.

Der Twitter-Account von Hakan Sükür. (Screenshot Twitter)

Türkisches Fußballidol: Hakan Sükür soll wegen Erdogan-Beleidigung ins Gefängnis

Einer der größten Stars im türkischen Fußball soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft bis zu vier Jahres ins Gefängnis - weil er Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan beleidigt haben soll. Der 44-jährige Hakan Sükür habe über den Kurznachrichtendienst Twitter beleidigende Aussagen über Erdogan verbreitet, argumentiert die Anklage. Sükür weise die Anschuldigungen zurück.

Belgien greift durch: Nikab-Trägerin soll ins Gefängnis

Die Staatsanwaltschaft in Belgien will eine Muslima wegen ihres Nikabs für 18 Monate hinter Gitter bringen. Die Polizei wollte die Frau wegen ihrer Vollverschleierung kontrollieren. Darauf hin hatte sie sich gewaltsam zur Wehr gesetzt.

Flüchtlingskind Aylan: Türkische Staatsanwatschaft will Menschenschmuggler für Jahrzehnte einsperren

Wegen des Todes des Flüchtlingskindes Aylan Kurdi will die türkische Staatsanwaltschaft zwei mutmaßliche syrische Menschenschmuggler für jeweils bis zu 35 Jahre hinter Gitter bringen. Die Anklagebehörde suche zudem noch nach sechs weiteren Verdächtigen. Sie sollen Schuld am Tod von fünf Menschen sein.

Türkei: 27 Journalisten sind bereits in Haft

In der Türkei sollen nach dem Willen der Opposition künftig keine Journalisten mehr in Untersuchungshaft gesteckt werden können. Ein entsprechender Gesetzesentwurf der CHP sieht außerdem eine wesentliche Beschleunigung von Verfahren vor. Insgesamt sollen sich derzeit 27 Journalisten wegen diverser Strafvorwürfe in Untersuchungshaft befinden.

Blumen an verheiratete Frau: Türke landet fast im Gefängnis

Die Leidenschaft für eine verheiratete Frau wurden einem türkischen Verehrer nun zum Verhängnis. Ein Gericht verurteilte ihn zu 2,5 Monaten Gefängnis, ausgesetzt zur Bewährung. Der Grund: Er hatte der Angebeteten Blumen geschickt. Tut er das in den kommenden Jahren erneut, wird es für den Mann ernst.

Türkei: Haftstrafen gegen 244 Angeklagte nach Gezi-Protesten

Die Gezi-Proteste im Sommer 2013 erschütterten die Türkei. Die Regierung ließ die Demonstrationen niederknüppeln. Nun hat das Hauptverfahren gegen Teilnehmer geendet - mit Haftstrafen.

Antikorruptionsgesetz: Bestechung von Ärzten wird strafbar

Künftig drohen bis zu drei Jahren Haft, wenn sich Ärzte, Zahnärzte oder Apotheker bestechen lassen. Pharmavertreter, die zu großzügige Geschenke verteilen, machen sich ebenfalls strafbar. Krankenkassen und Ärzteverbände begrüßen das neue Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen, warnen jedoch vor Verunsicherung durch schwammige Formulierungen.

Anklage vorbereitet: 18 türkischen Journalisten drohen mehr als sieben Jahre Gefängnis

Die Istanbuler Chef-Staatsanwaltschaft hat ihre Anklage gegen 18 Journalisten vorbereitet. Sie werden beschuldigt, „Propaganda für eine terroristische Organisation“ verbreitet zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert vom Gericht jeweils eine Gefängnisstrafe von bis zu 7,5 Jahren zu verhängen.

Israel will palästinensischen Islamisten nach Hungerstreik freilassen

Nach einem lebensbedrohlichen Hungerstreik hat Israel der Freilassung eines palästinensischen Häftlings zugestimmt. Chader Adnan, ein ranghohes Mitglied des Islamischen Dschihad, solle noch vor Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan freikommen, berichtete das israelische Fernsehen am Montag.

Überwachung oder Sicherheit? Istanbuler Busse werden mit Kameras ausgestattet

Die Istanbuler Stadtverwaltung will das Fahren in öffentlichen Bussen und Minibussen sicherer machen. Um Kriminelle abzuschrecken und Passagiere zu schützen, soll künftig alle Fahrzeuge mit Überwachungskameras und Global Positioning Systemen (GPS) ausgestattet werden. Private Besitzer dieser Verkehrsmittel haben bis Ende Juni Zeit, ihre Fahrzeuge nachzurüsten. Andernfalls wird ihnen ihre Lizenz entzogen.

Mord an Özgecan Aslan: Gleich 1000 Anwälte wollen die tote Studentin vertreten

Nicht weniger als 1.000 Anwälte wollen auch rund vier Monate nach dem Tod der türkischen Studentin Özgecan Aslan ein Zeichen setzen. Sie alle wollen die brutal ermordete 20-Jährige bei der ersten Anhörung vor Gericht am 12. Juni vertreten. Den tatverdächtigen Minibusfahrer erwartet im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe.

Ukraine setzt offiziell Teile der Menschenrechte außer Kraft

Das ukrainische Parlament hat Teile der Menschenrechte außer Kraft gesetzt. Dies sei im „Krieg gegen den Terror“ nötig. Aus der EU liegt zu dem beispiellosen Akt keine Stellungnahme vor.

Türkei: Perverser erhält zehn Jahre Gefängnis wegen Minderjährigen-Belästigung

Ein türkisches Gericht hat einen Perversen aus Adana zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Der Mann soll im Rahmen einer „Strafaktion“ einem Jungen seine Hose runtergezogen und ihn sexuell missbraucht haben. Im April erhielt ein Lehrer eine Haftstrafe von 24 Jahren, weil er seine Schülerinnen sexuell belästigt hat.

14 Monate Haft: Student wandert wegen Erdoğan-Beleidigung ins Gefängnis

Wegen Beleidigung des damaligen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan ist ein Universitätsstudent in der Türkei zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der junge Mann soll den ihn während der Gezi-Park-Proteste als Diktator beschimpft haben. In den vergangenen Wochen häufen sich Anklagen wegen Beleidigung des Staatsoberhauptes.

Stuttgarter Terrorprozess: Angeklagter soll fünf Jahre ins Gefängnis

Im Stuttgarter Terrorprozess hat die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren für den Hauptangeklagten Ismail I. gefordert. Aus Sicht der Anklagebehörde hatte der junge Libanese den festen Willen, am bewaffneten Dschihad in Syrien teilzunehmen. Um humanitäre Hilfe sei es hier nicht gegangen.