Alle Artikel zu:

Genozid

Polizeischutz verstärkt: Scharfe Kritik an Cem Özdemir aus der Türkei

Der Grüne Cem Özdemir wird in der Türkei heftig wegen der Armenier-Resolution kritisiert. In Deutschland gab es Morddrohungen gegen den Politiker. Die Türken erinnern, dass Özdemir noch vor einigen Jahren das Gegenteil dessen gesagt habe, wofür er heute kämpft.

Straßburg urteilt: Die Aussagen Perinçeks seien «kein Aufruf zu Hass oder Intoleranz» gewesen. (Screenshot YouTube)

Menschenrechtsgericht: Türkischer Politiker darf «Völkermord» an Armeniern leugnen

Das Thema Völkermord an den Armeniern weckt auch nach 100 Jahren heftige Emotionen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat jetzt im Sinn von Besonnenheit geurteilt.

Der ehemalige Präsident Bosnien-Herzegowinas Alija Izetbegović leistete im Bosnien-Krieg erbitterten Widerstand gegen die serbischen Tschetniks. In der Türkei sind Straßen und Denkmäler nach ihm benannt. (Screenshot)

Türkei und Bosnien: 8.372 Schuhe erinnern an Völkermord an Muslimen

In Ankara erinnert ein Projekt an den Genozid von Srebrenica im Jahr 1995. Um auf das grausame Kriegsverbrechen während des Bosnienkriegs aufmerksam zu machen, wurden bereits vor drei Jahren exakt 8.372 Schuhe, so viele Menschen starben bei dieser Gräueltat, zusammengetragen.

Syrien: Kurden sollen Genozid an Arabern und Turkmenen verüben

Nach Aussagen von syrischen Rebellen und Flüchtlingen verüben die syrischen PKK-Kämpfer unter dem Deckmantel der IS-Bekämpfung einen Genozid an Arabern und Turkmenen in Nordsyrien. Die USA verneint den Vorwurf nicht, doch eine klare Antwort will das US-Außenministerium nicht geben. Der HDP-Chef Selahattin Demirtaş hingegen, nimmt die syrischen PKK-Kämpfer in Schutz. Das Schicksal der Araber und Turkmenen interessiert ihn offenbar nicht.

Armenier-Debatte: Belgien belehrt Türken über Völkermord

Der belgische Regierungschef Charles Michel verlangt von der Türkei die unverzügliche Anerkennung des „Völkermords“ an den Armeniern. Die Begrifflichkeit „Völkermord“ soll von nun an immer verwendet werden. Über den faktisch erwiesenen Völkermord Belgiens an der Bevölkerung des Kongo möchte Michel nicht sprechen. Zuvor hatten die Christdemokraten eine türkischstämmige Politikerin aus der Partei geworfen, weil diese einem armenischen Völkermord-Beschluss nicht zustimmen wollte.

An Muslimen in Myanmar findet ein Völkermord statt

Zahlreiche Muslime feiern in der Nacht von Montag auf Dienstag die Nacht der Vergebung (Türkisch: Berat Kandili). Währenddessen werden die Muslime in Myanmar Opfer eines Völkermords, der von Europa übersehen wird.

Tugend-Terror in Belgien: Christdemokraten werfen „Türkin“ aus Partei

In Belgien haben die Christdemokraten der CDH ein erfolgreiches türkischstämmiges Mitglied aus der Partei ausgeschlossen. Sie hatte einem Beschluss zur „Anerkennung des armenischen Genozids“ ihre Zustimmung verweigert. Doch hinter dem Ausschluss steckt offenbar ein anderer Vorsatz. Das Parteimitglied trägt ein Kopftuch und der neue CDH-Chef sieht das nicht gerne.

Premiere in der Türkei: Erster Koran auf Armenisch erschienen

Kurz nach den heftigen internationalen Debatten um das Schicksal der Armenier im Jahr 1915, ist in der Türkei nun erstmals eine armenische Koranausgabe erschienen. Interessierte mussten auf Publikation insgesamt vier Jahre warten. Auch eine kurdische Version ist mittlerweile erhältlich.

Erdoğan zur Armenier-Debatte: Deutschland soll den Mund halten

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat auf die Völkermord-Vorwürfe aus Deutschland und Frankreich reagiert. Beide Länder hätten angesichts ihrer eigenen Vergangenheiten nicht das Recht, Urteile zu fällen. Deutschland sei das letzte Land, welches sich eine Meinung erlauben dürfe. Im Übrigen solle Frankreich aus seinen Ex-Kolonien verschwinden.

Gaucks Völkermord-Aussage: Berlin ignoriert Rüge aus Ankara

Zwischen der Türkei und Deutschland knirscht es, weil der Bundespräsident die Massaker an Armeniern vor 100 Jahren als Völkermord bezeichnet. Ankara will Gaucks Worte «nicht verzeihen». Berlin übergeht den Rüffel des Nato-Partners.

Nach Völkermord-Aussage: Grünen-Chef Özdemir für zweite Amtszeit Gaucks

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Grünen-Chef Cem Özdemir sprechen sich für eine zweite Amtszeit von Bundespräsident Joachim Gauck aus. Özdemir lobte zudem die klaren Worte, die er in der Armenier-Frage gefunden hat. Diese könnten nun durchaus eine diplomatische Krise auslösen.

Erdoğan zur Armenier-Debatte: Deutschland soll den Mund halten

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat auf die Völkermord-Vorwürfe aus Deutschland und Frankreich reagiert. Beide Länder hätten angesichts ihrer eigenen Vergangenheiten nicht das Recht, Urteile zu fällen. Deutschland sei das letzte Land, welches sich eine Meinung erlauben dürfe. Im Übrigen solle Frankreich aus seinen Ex-Kolonien verschwinden.

Wegen Armeniern: Türkei weist Gauck in scharfen Worten in die Schranken

Bundespräsident Joachim Gauck wird wegen seiner Rede zum «Völkermord» an den Armeniern scharf kritisiert: Das Außenministerium in Ankara teilt mit, man werde Gauck seine Einlassungen nicht verzeihen. Die Deutsche Presse-Agentur spricht sogar schon von einer diplomatischen Krise.

Tausende demonstrieren in Istanbul für Anerkennung von «Völkermord»

Tausende Menschen haben in der türkischen Metropole Istanbul für die Anerkennung der Gräueltaten an den Armeniern vor 100 Jahren im Osmanischen Reich als «Völkermord» demonstriert. Der Protestmarsch zog am Freitagabend durch die zentrale Einkaufsmeile Istiklal Caddesi.

Bundestagsparteien einig: Massaker an Armeniern war Völkermord

Lange wurde gestritten, ob der Bundestag die Massaker an den Armeniern als Völkermord bezeichnen soll. Jetzt sprechen Redner aller Parteien von Genozid. Mit Spannung wird auf die Reaktion aus Ankara gewartet.

Völkermord-Streit zwischen Türkei und Russland entbrannt

Das türkische Außenministerium hat in einer Mitteilung schwere Vorwürfe gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin erhoben, der zuvor von „Völkermord“ an den Armeniern gesprochen hatte. Es sei allgemein bekannt, welche kollektiven Massaker und Deportationen Russland gegen Minderheiten vorgenommen habe, so das Ministerium. Trotzdem hätte die Türkei niemals den rechtlichen Begriff des „Völkermords“ benutzt.

Türkei: Staatsvertreter nimmt an Armenier-Gedenkfeier in Kirche teil

Der türkische EU-Minister Volkan Bozkır hat am Freitag gemeinsam mit dem US-Generalkonsul Charles Hunter an der armenischen „Genozid-Gedenkfeier“ in der Istanbuler Kirche zur Heiligen Maria teilgenommen. Der Kirchenvorstand verlas eine Grußbotschaft des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Auf den Genozid-Beschluss des EU-Parlaments konterte Bozkır zuvor mit dem provokativen Satz: „Vergibt euren Feinden. Doch vergisst niemals ihre Namen“.

Erdoğan warnt Obama: US-Präsident sollte den Begriff „Genozid“ nicht benutzen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan gibt in der Armenier-Debatte nun offenbar auch Anweisungen gen USA: Er erwarte von Präsident Barack Obama, dass dieser in einer Erklärung zum 100. Jahrestag der Gräueltaten an den Armeniern im Osmanischen Reich den Begriff Genozid tatsächlich nicht verwende. Bislang hat die US-Regierung eine solche Einordnung vermieden - aus Rücksicht auf ihre türkischen Freunde.

Schlacht von Gallipoli: Vatikan erteilt Gedenkfeier in der Türkei eine Absage

Der Heilige Stuhl wird nicht bei den Gedenkveranstaltungen zum 100. Jahrestag der Schlacht von Gallipoli („ Çanakkale Savaşı“) am 24. und 25. April in der Türkei präsent sein. Das gab die Botschaft des Vatikans in Ankara bekannt. Seit den jüngsten Völkermord-Aussagen des Papstes sind die Beziehungen zur türkischen Regierung gespannt.

Das Erbe von Hrant Dink: «Genozid» ist immer noch ein gefährliches Thema in der Türkei

Noch immer kämpft die armenische Wochenzeitung «Agos» für die Ziele ihres ermordeten Gründers: die Anerkennung des «Völkermords» an den Armeniern. Bis heute löst das Unbehagen bei den Nachfahren aus, sagt ein Journalist.