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Gesundheitswirtschaft

Pharmafirmen sollen Spenden an Selbsthilfegruppen offen legen

Ersatzkassen und Ärzte wollen den Einfluss der Pharmaunternehmen auf Selbsthilfegruppen eindämmen. Diese spenden oft hohe Summen, um ihre eigenen Produkte direkt an die Zielgruppe zu vermarkten, so der Vorwurf. Die Pharmafirmen verweisen auf ihre Leitsätze zur Transparenz. Doch der Druck auf die Industrie nimmt zu.

Kein Kassenwechsel: Krankenversicherte wissen zu wenig über Zusatzbeitrag

60 Prozent aller Krankenversicherten kennen die Höhe ihres Zusatzbeitrages nicht. Das kann einer der Gründe sein, warum die Versicherten nicht wechselbereit sind. Ein anderer Grund: Die bürokratischen Hürden für einen Wechsel sind zu hoch. Das hemmt den Wettbewerb unter den Krankenkassen.

Teure Pflege: Mehr als jeder Dritte Deutsche muss zahlen

Die hohe finanzielle Belastung von Pflegebedürftigen im familiären Umfeld ist immer noch tabu. Vor allem junge Leute wissen kaum, was auf sie zukommen kann. Da die gesetzliche Pflegeversicherung nicht alle Kosten deckt, können je nach Umfang der Pflegebedürftigkeit schnell Zusatzbelastungen von über 2.000 Euro im Monat anfallen.

Investitionsstau bei Krankenhäusern liegt bei 12 Milliarden Euro

Die Finanzen der meisten Krankenhäuser sind schlecht. Dadurch bleiben auch wichtige Investitionen noch mehrere Jahre lang auf der Strecke. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft rechnet mit einem Investitionsbedarf im Wert von 12 Milliarden Euro. Jedes Jahr fehlen den Kliniken weitere fünf Milliarden Euro.

Experten: Zahlreiche öffentliche Krankenhäuser werden schließen

Die geplante Krankenhausreform soll die Schließung wirtschaftlich unrentabler Kliniken auf den Weg bringen. In erster Linie werden kommunale, öffentliche Häuser betroffen sein. Experten kritisieren, dass die Kommunen diese unwirtschaftlichen Kliniken über Jahre mit Steuergeldern finanziert haben.

Billige Radiologie: Solarzellen können Knochenbrüche entdecken

Halbleiter in Solarzellen können als Röntgeninstrument genutzt werden. Sie absorbieren die Röntgenstrahlen genauso gut wie herkömmliche Detektoren, sind aber in der Herstellung wesentlich billiger.

Qualität deutscher Pflegeeinrichtungen ist nicht messbar

Einer Umfrage zufolge zweifeln 58 Prozent der Deutschen an der Qualität der Pflege in Deutschland. Die Bundesregierung will das „unnütze“ Benotungssystem der Pflegeeinrichtungen abschaffen. Tatsache ist: Es fehlt an Fachkräften und die Qualifizierung der Angestellten kostet Geld. Eine Pflegereform kann das nicht ausblenden.

BDI: Krankenversicherte verhalten sich beim digitalen Wandel schizophren

Der Datenschutz in Deutschland behindert die Modernisierung des Gesundheitssystems. Dass Krankenversicherte sich gegen die elektronische Gesundheitskarte wehren, gleichzeitig aber Daten über Apps preisgeben, grenzt für BDI-Geschäftsführer Markus Kerber an Schizophrenie. Auch das geplante E-Health-Gesetz der Bundesregierung setzt keine verbindlichen Maßstäbe für die Digitalisierung des Gesundheitssystems.

Unverheiratete Paare sollen Zuschuss zur künstlichen Befruchtung erhalten

Familienministerin Manuela Schwesig will unverheiratete Paare bei der Förderung einer künstlichen Befruchtung mit Ehepaaren gleichstellen. Der Staat beteiligt sich bislang nur bei Ehepartnern mit 50 Prozent der Kosten bei dem medizinischen Eingriff. Die steigende Anzahl unverheirateter Paare mit Kinderwunsch lässt die bislang geltenden Regeln unzeitgemäß erscheinen.

Das Geld wird knapp: Ärzte investieren kaum noch in ihre Praxen

Die wirtschaftliche Lage der niedergelassenen Ärzte stagniert. Geld für Investitionen in die Praxis bleibt kaum noch übrig. Die Betriebskosten für Personal und Material steigen überdurchschnittlich stark. Der Anreiz für die Eröffnung einer eigenen Praxis sinkt. Das kann den Ärztemangel noch verstärken.

Mindestlohn treibt Kosten für Pflegebedürftige in die Höhe

Pflegebedürftige und deren Angehörige müssen künftig mehr für Pflegeheimen dazu bezahlen. Der Mindestlohn treibt die Personalkosten der Einrichtungen nach oben. Die Zuzahlungen für Pflegeplätze steigen um bis zu 72 Euro pro Monat.

Betriebliche Gesundheitsförderung reduziert Fehlzeiten deutlich

Je höher die Augaben eines Betriebes sind für die Gesundheit der Mitarbeiter, desto mehr profitiert das Untermehmen. Für jeden Euro in der Betrieblichen Gesundheitsförderung erhält das Unternehmen umgerechnet 2,70 Euro zurück.

Neue Demenz-Prävention spart Pflegekosten im Gesundheitssystem

Eine neue Studie weckt Hoffnung für die Vorbeuge gegen Demenz. Ein gesunder Lebenswandel kann die Krankheit vermutlich hinauszögern. Das könnte dem Gesundheitssystem Milliarden einsparen. Die Zahl der Patienten wird sich in den kommenden Jahren verdoppeln. Die Kosten für die Pflege belaufen sich pro Jahr zwischen 15.000 und 42.000 Euro.

Gesunde Mitarbeiter kennen die eigene Belastungs-Grenze

Wenn Anforderungen steigern, müssen Angestellte darauf Acht geben, ihr Arbeitsverhalten nicht zulasten ihrer Gesundheit anzupassen. Krankschreibungen und Ausfälle aufgrund von Stress und Burnout schaden nicht nur der Belegschaft, sondern führen einen hohen wirtschaftlichen Schaden herbei. Wer seine Überforderung offen kommuniziert, gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, zu steuern.

Krankenhäuser können beim Material bis zu 14 Prozent sparen

Der Kostendruck in Krankenhäusern kann durch Einsparungen bei den Materialkosten um bis zu 14 Prozent gesenkt werden. Je größer die Klinik, desto höher ist die Kostensteigerung pro Bett. Private Kliniken sind beim Material deutlich sparsamer als öffentliche Häuser.

Konsumenten treiben Entwicklung des E-Health-Marktes voran

Durch die Nutzung von Gesundheits-Apps schaffen Konsumenten einen neuen Markt, der in den kommenden Jahren von Krankenhäusern und Versicherern aufgegriffen wird. Die Digitalisierung der Gesundheit bringt enormes Sparpotenzial für das gesamte Gesundheits-System.

Gesundheitswirtschaft hinkt bei Digitalisierung hinterher

Die digitale Transformation im Mittelstand ist oft nicht Chefsache. Zahlreiche Branchen, allen voran die deutsche Gesundheitswirtschaft, hinken bei der Digitalisierung hinterher. Die strategische Relevanz von Informationstechnologie wird unterschätzt.

Krank zu Haus: Smartphones reduzieren Arztbesuche

Die Digitalisierung der Gesellschaft und die Personalisierung der Medizintechnik ermöglichen ganz neue Versorgungsmodelle. So könnte ein großer Teil aller Routineuntersuchung künftig vollautomatisch von zu Hause aus erfolgen. Den Startschuss dafür liefern Life-Science-Unternehmen, die zusammen mit privaten und öffentlichen Investoren Innovationen auf dem Gesundheitsmarkt platzieren wollen.

Deutsche Rentner verdrängen Senioren in Osteuropa aus den Pflegeheimen

Unternehmer in Osteuropa sanieren mit Hilfe europäischer Fördergelder heruntergekommene Pflegeheime in Osteuropa für westliche Kunden. Doch was für Deutsche dadurch billiger wird, können sich die Einheimischen nicht mehr leisten. Slowakische Senioren werden so in Heime nach Kroatien und in die Ukraine verdrängt.

Deutsche Firmen bekommen Zugang zum Gesundheitsmarkt in China

Die Bundesregierung will das Wachstum der deutschen Gesundheitswirtschaft stärken. Dazu sollen deutsche Unternehmen Zugang zum chinesischen Gesundheitsmarkt erhalten. Im Gegenzug erhält China wichtiges Knowhow zur Reform ihres Krankenhauswesens.