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Gül

Erdogan: Kein Respekt für Gerichtsentscheidung im Fall Can Dündar

Drei Monate saßen der Chefredakteur der türkischen Zeitung «Cumhuriyet» und ein Kollege in Untersuchungshaft - bis das Verfassungsgericht intervenierte. Staatspräsident Erdogan will die Entscheidung jedoch nicht akzeptieren.

Die beiden Männer wurden von ihren Familien und Kollegen vor dem Gefängnistor jubelnd empfangen. (Screenshot Youtube)

Türkische Journalisten von Europa enttäuscht

Aufgrund der Flüchtlingskrise schweigt sich Europa gegenüber der Türkei aus. Kritische Themen wie Menschenrechte und Pressefreiheit werden nicht öffentlich angesprochen. Dabei spitzt sich die Situation weiter zu. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist dabei, «eine Atmosphäre des Hasses» in der Türkei zu schaffen.

Christian Wulff: „Türkischstämmige sind in Deutschland herzlich willkommen“

Christian Wulffs neues Buch bringt nichts Neues. Als er sich noch mit anderen Dingen als mit sich selbst beschäftigt hat, hielt der Bundespräsident allerdings eine bemerkenswerte Rede im türkischen Parlament. Wir dokumentieren diese Rede und ersparen uns die Teilnahme an den aktuellen Medien-Diskussionen.

Syrischer Jet-Abschuss: Militäraktion geschah vor laufender TV-Kamera

Der Moment, als ein türkischer F-16-Kampfjet eine syrische MiG-23 abgeschossen hat, wurde live im türkischen Fernsehen eingefangen. Die Maschine soll den türkischen Luftraum verletzt haben. Syrien bestreitet das. Bereits zwei Vorfälle dieser Art sorgten in der Vergangenheit für massive Spannungen.

Eskalation: Türkische Luftwaffe schießt syrischen Kampfjet ab

Der Konflikt zwischen Syrien und der Türkei steht vor einer Eskalation. Ein syrisches Kampfflugzeug soll in den türkischen Luftraum eingedrungen sein und wurde von der Luftwaffe abgeschossen.

Erdoğan unter Druck: Die Türkei versinkt im Chaos

Die Luft um den türkischen Premier Erdoğan wird immer dünner: Im Zuge der Korruptionsaffäre treten verschiedene Seilschaften gegeneinander an. Die alten kemalistischen Eliten wittern ebenso Morgenluft wie eine islamisch-religiöse Bewegung oder das Militär. Das Chaos im Land wird von einer dramatischen Schulden-Krise verschärft. Der Wirtschaft droht der Absturz – mit unabsehbaren Folgen für den einstigen Tiger-Staat vom Bosporus.

Wegen Wohnheim-Debatte: Türkischer Vizepremier weist Erdoğan in die Schranken

Der türkische Vizepremier Bülent Arınç ist unzufrieden mit Premier Erdoğan. Er wolle nicht mehr die Verantwortung für die Ausschweifungen Erdoğans übernehmen. Das sei ihm alles zu viel geworden. Doch offenbar liebäugelt Arınç damit, sowohl der neue AKP-Vorsitzender als auch der nächste Premierminister der Türkei zu werden.

Heißer Herbst in der Türkei: Proteste in Istanbul flammen auf

Die Türkei erlebt die heftigsten Unruhen seit den Gezi-Park-Proteste. In der Nacht auf Donnerstag kam es erneut zu Zusammenstößen mit der Polizei in Istanbul, Ankara und Izmir.

Türkische Regierung schickt Armeespitze in den Ruhestand

Der Oberste Militärrat der Türkei hat am Wochenende die neuen Kommandanten der Türkischen Streitkräfte verkündet. Der Gendarmeriechef Bekir Kalyoncu, der schon als zukünftiger Generalstabschef galt, wurde in den Ruhestand versetzt. Sein Name tauchte im Zusammenhang mit einem Putschversuch gegen die Erdoğan-Regierung auf.

Alkohol-Ve​rbot in der Türkei: Efes Pilsen-Fes​tival muss abgesagt werden

Angesichts des türkischen Anti-Alkohol-Gesetzes muss das alljährlich stattfindende „Efes Pilsen One Love Festival“ abgesagt werden. Denn das Verbot umfasst auch das Sponsoring von Großveranstaltungen durch Bierbrauer. Kritiker in der Türkei befürchten ein flächendeckendes Alkohol-Verbot.

Proteste in der Türkei: Verhaftete Anwälte wieder auf freiem Fuß

Die am vergangenen Dienstag bei der Erstürmung eines Gerichtsgebäudes in Istanbul festgenommenen Anwälte sind wieder auf freiem Fuß. Rund 100 Kollegen machten sich vor der Polizeistation für ihre Entlassung stark. Mittlerweile scheint sich auch die Lage auf dem Taksim Platz beruhigt zu haben.

Taksim-Proteste: Erdoğan lässt Dutzende Anwälte verhaften

Der türkische Premier Erdoğan lässt die Sicherheitskräfte hart durchgreifen. Bei der Erstürmung eines Gerichtsgebäudes in Istanbul sind 49 Anwälte festgenommen worden. Sie hatten sich mit weiteren Kollegen versammelt, um gegen den Polizeieinsatz am Taksim-Platz zu protestieren.

Trotz Protesten: Präsident Gül unterzeich​net Anti-Alkohol-Gesetz

Die Proteste in der Türkei haben offenbar keine Wirkung. Abdullah Gül hat einen Gesetzesentwurf genehmigt, der nach Angaben der Kritiker in Städten einem kompletten Alkohol-Verbot entspricht. In 90 Tagen wird das Gesetz in Kraft treten.

Anstiftung zum Aufruhr: Türkische Polizei nimmt Facebook-N​utzer fest

Fünf Personen wurden von der türkischen Polizei wegen „Anstiftung zum Aufruhr“ und „Sachbeschädigung“ festgenommen. Sie sollen Straftaten über Twitter und Facebook organisiert haben. Dabei könnte auch die Polizei die sozialen Medien im Rahmen der Krisenkommunikation nutzen.

Gül zu Twitter-Fe​stnahmen: Es wird keine „Hexenjagd​“ geben

Der türkische Präsident Abdullah Gül zeigt sich tief besorgt über die Vorkommnisse in der Türkei. Er verspricht, dass es keine „Hexenjagd​“ auf Oppositionelle geben wird. Stattdessen wünscht er sich eine öffentliche Diskussion, an der die gesamte Gesellschaft teilnehme. Doch Beleidigungen und Verleumdungen per Twitter seien seiner Ansicht nach als Vergehen einzustufen.

Erdoğan heizt Stimmung an: Im Gezi Park wird gebaut

Premier Erdoğan bleibt stur. Er hält weiterhin am Abriss des Gezi Parks am Taksim-Platz fest. Mehr noch: Erdoğan setzt die Demonstranten mit den Attentätern gleich, die Anfang Februar einen Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Ankara verübt hatten.

Güls Analyse: Türkei-Pro​teste sind „westlich“​, nicht „arabisch“

Der türkische Präsident Abdullah Gül ist weiterhin um eine Aussöhnung mit den Demonstranten bemüht. Die Türkei sei eine pluralistische Gesellschaft und der Staat nehme die berechtigten Ängste der Menschen wahr. Das sei der Unterschied zum Arabischen Frühling. Die Demonstranten seien eher vergleichbar mit den Occupy-Demonstranten aus dem Westen.

Europäer in der Türkei: „Herr Gül, was wollen sie nun tun?“

Auch in der Türkei lebende Ausländer lässt die aktuelle Situation im Land nicht kalt. Ein Belgier in Antalya hat sich nun zu Wort gemeldet. In einem Offenen Brief erhofft er sich ein Einschreiten des türkischen Präsidenten Abdullah Güls. Er beschwert sich über Erdoğans Auftreten. Doch für die AKP gibt es Lob.

Wende oder Finte: Türkische Regierung will mit Demonstranten sprechen

Bedingte Einsicht bei der türkischer Regierung. Der stellvertretende Ministerpräsident Bülent Arınç sagt, dass die Polizei die Schuld an der Eskalation des Gezi-Park-Protests trage. Doch er entschuldige sich nur bei den Umweltschützern, die am ersten Tag protestiert haben. Alle anderen verdienen keine Entschuldigung.

Türkei vor Staatskrise: Klarer Frontverlauf zwischen Gül und Erdoğan

Premier Tayyip Erdoğan und Präsident Abdullah Gül sind sich uneins. Während Abdullah Gül zuvor klargestellt hatte, dass eine Demokratie nicht nur aus Wahlen bestehe, beharrt Erdoğan auf dem Gedanken, dass Wahlen der einzige Maßstab seien.