Alle Artikel zu:

Integrationsdebatte

Gleichstellung von Migranten: Türkische Gemeinde legt Gesetzesentwurf vor

Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) will mit einer Gesetzesvorlage zur Gleichstellung von Migranten im öffentlichen Leben eine nachhaltige öffentliche Diskussion auslösen. TGD-Vorsitzender Kenan Kolat verlangt keine Integrationsmaßnahmen, sondern Rahmenbedingungen zur aktiven Teilhabe.

Klaus J. Bade: Sarrazins Thesen bedienen den Kultur-Rassismus

Bei seiner Buchvorstellung in Berlin hat der Migrationsforscher Klaus J. Bade gesagt, dass sich der Kultur-Rassismus in Deutschland immer weiter ausbreite. Diese Entwicklung halte er für gefährlich. Er wünsche sich mutige Politiker, die positive Botschaften an die Bevölkerung aussenden.

Klaus J. Bade: Integrationspolitik muss als Gesellschaftspolitik für alle verstanden werden

Der Berliner Migrationsforscher Klaus J. Bade ist der Ansicht, dass man die Chance für eine konstruktive Integrationsdebatte in den Jahren 2010/11 verpasst habe. Stattdessen wurde eine Debatte über „Islamkritik“ geführt, bei der es eine Verbindung zwischen Wortgewalt und Tatgewalt gab. „Islamkritik“ sei oft ein Deckmantel für Kulturrassismus.

Ministerin Bilkay Öney: „Wissenschaft und Forschung stellen die Debatte zum Thema Integration auf eine sachliche Grundlage“

Anlässlich des Symposiums „Integrationspolitik im internationalen Vergleich“ am vergangenen Dienstag in Freiburg hat Bilkay Öney, Ministerin für Integration, eine Versachlichung der Integrationsdebatte gefordert. Kaum ein Politikfeld sei ideologisch so aufgeladen wie das der Migration und Integration. Ideologische Scheuklappen würden bei den drängenden Fragen der Integration aber nicht weiterhelfen.

Deutschland braucht Bildung, keine Integrationspreise

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Maria Böhmer verleiht an acht Preisträger die Integrationsmedaille, darunter sind auch vier Frauen mit türkischem Hintergrund. Viel Aufregung wird darum nicht gemacht, denn Auszeichnungen für Integration sind längst zur Massenware geworden.

Deutsche und Türken: „Schon der Name Soko ‚Bosporus‘ sagt alles“

Werner Felten, Gründer des ersten türkischsprachigen Radiosenders in Deutschland Metropol FM, spricht im Interview über seine Empörung angesichts des Begriffs „Dönermorde“, den „Trauertag“ zum 50-jährigen Jubiläum des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei sowie die seiner Meinung nach in Deutschland existierende „Integrationsindustrie“.

„Der Leser ist nur an dreckigen Geschichten interessiert“

Isabell Zacharias, Integrationspolitische Sprecherin der SPD in Bayern, über die ihrer Meinung nach "zu kurz gesprungene" Medienschelte der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung Maria Böhmer (CDU) sowie ein vorbiildhaftes Konzept aus Finnland, das alle werdenden Eltern an die Hand nimmt - und nicht nur die mit Migrationshintergrund.

„Böhmers Appell ist ein ‚Kopf in den Sand‘ stecken“

Renate Ackermann, Asyl- und migrationspolitische Sprecherin der Grünen im bayerischen Landtag, zur medialen Berichterstattung über Migranten, allgemeine soziale Ungerechtigkeit sowie Anregungen für bessere Förderung von Kindern in Deutschland.

Böhmer-Vorschläge stoßen auf Skepsis

Die Bundeskonferenz der Integrations- und Ausländerbeauftragten in München widmete sich ganz der Rolle der Medien. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, kritisierte eine zu negative Berichterstattung über Migranten in Deutschland. Vertreterinnen von SPD und den Grünen halten diese Argumentation für zu kurz gegriffen.

Sigmar Gabriel über Thilo Sarrazin: "Ich schmeiße den Kerl aus der SPD"

Ein eindrucksvolles Dokument der Zeitgeschichte: Noch vor zwei Monaten kündigte SPD-Parteichef Gabriel vor Schülern und Schülerinnen der Deutschen Schule Istanbul (Alman Lisesi) an, dass er Sarrazin "aus der Partei schmeißen" werde, wie ein Videomitschnitt beweist. Offen bekennt sich Gabriel darin zu seiner Überzeugung: "Ich meine, der hat ‘ne Meise."

"Das Leid der SPD mit Sarrazin fängt jetzt erst richtig an"

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, über den "Zick-Zack-Kurs der SPD" im Fall Sarrazin, fehlende Politiker mit Standhaftigkeit in Deutschland sowie seine Kritik an der eigenen Partei FDP, in der er seine Mitgliedschaft derzeit ruhen lässt.

SPDler entschuldigen sich für Verbleib Sarrazins

In einer Online-Petition entschuldigen sich SPD-Mitglieder für das Ergebnis und den Verfahrensablauf des Parteiordnungsverfahrens gegen Thilo Sarrazin und rufen ihre Genossen zum Nicht-Austritt aus der Partei auf.

Muslime in die SPD: Trotz Sarrazin und jetzt erst recht!

Sarrazin bleibt in der SPD. Nicht weil es um Wahlkämpfe und Stimmen geht. Er bleibt, weil er einem Großteil der Sozialdemokraten aus der Seele spricht. Sarrazin steht für die Islam-Haltung der SPD! Er ist keineswegs ein Einzelkämpfer.

Sarrazin bleibt – die SPD blamiert sich und ich blamiere mich auch!

Die SPD blamiert sich - schreibt die Presse. Ja, und ich blamiere mich als SPD-Mitglied auch. Was soll ich jetzt eigentlich den Menschen antworten, die sich lachend an mich wenden und fragen, ob es nicht paradox ist als einer mit Migrationshintergrund in der Partei zu sein?

"Wegen Kopftuchverbot ein Arbeitsverbot erhalten"

Fereshta Ludin wurde 1998 zum ersten Mal ein Kopftuchverbot als Lehrerin an öffentlichen Schulen erteilt. Sie klagte gegen das Kopftuchverbot bis zum Bundesverfassungsgericht. Rückblickend urteilt sie, trotz der Niederlage vor dem Gericht in Baden-Württemberg, den richtigen Weg gegangen zu sein.

FDP-Innenexperte Wolff: Der Islam gehört zu Deutschland

Der FDP-Innenexperte Hartfrid Wolff hat der Aussage des neuen Innenministers Friedrich widersprochen, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.

Mozarts Oper auf Türkisch

Wolfgang Amadeus Mozarts komische Oper „Die Entführung aus dem Serail“ ist am 30. April erstmals in Frankfurt am Main auf Türkisch zu sehen.

Deutschland und die Türkei – Vision einer strategischen Partnerschaft

In Deutschland tobt eine kontroverse Debatte über das Thema einer richtigen Politik der Integration von Migranten. Bereits ein flüchtiger Blick aber auf die Substanz dieser Diskussion lässt erkennen, dass sie einen klaren Schwerpunkt hat: Es geht – fast ausschließlich – um Migranten muslimischen Glaubens; und das bedeutet im Falle Deutschlands wesentlich um Türken und Araber.

Heimat ist dort, wo du satt wirst

Heimat ist dort, wo du satt wirst Im Türkischen gibt es ein Sprichwort, das besagt „Insanın vatanı doğduğu yer değil, doyduğu yerdir". Das heißt so viel wie: „Nicht wo du geboren bist, sondern wo du satt wirst, ist deine Heimat." So einfach darf der Heimatsbegriff selbstverständlich nicht verstanden werden.

Nicht nur die Migranten müssen sich integrieren

Der Begriff Integration gehört seit einigen Jahren zu den zentralen Fragen öffentlicher und politischer Diskussionen. Immer häufiger wird das Thema mit Muslimen in Verbindung gebracht, denen man aufgrund ihrer andersartigen Religion einen höheren Integrationsbedarf als anderen Zuwanderern und Gesellschaftsgruppen unterstellt.