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Kapitalverkehrskontrollen

Aus der Geschichte nichts gelernt: Der völlig falsche Kurs für Griechenland

Am Mittwoch stimmt der Deutsche Bundestag über das dritte sogenannte „Rettungspaket“ für Griechenland ab. Die im Juli der griechischen Regierung diktierten Sofortmaßnahmen und das vergangene Woche veröffentlichte Memorandum wiederholen die Fehler der früheren Memoranden: Sie treiben Griechenland weiter in die Depression. Die falsche Politik wiederholt die Fehler, die zum bitteren Ende der Regierung von Reichskanzler Brüning in den frühen 1930er Jahren geführt haben.

Griechenland: Steuerzahler oder Sparer werden Banken retten müssen

Kapitalspritzen für die griechischen Banken sollen noch in diesem Sommer erfolgen. Da der ESM nach seinen Statuen die Banken nicht direkt rekapitalisieren darf, bevor die Bankenaufsicht den genauen Kapitalbedarf ermittelt, ist ein Umweg über den griechischen Stabilitätsfonds möglich. Bis zu 25 Milliarden Euro sind hierfür vorgesehen.

Silicon Valley: Unternehmer sammeln für griechische Start-ups

Griechen können durch die Kapitalverkehrskontrollen mit ihren Konten bei Apple und Paypal nicht einmal mehr Cent-Beträge bezahlen. Zahlreichen Start-ups, die auf Cloud-Dienste angewiesen sind, droht deswegen auch der Verlust ihrer Daten. In Silicon Valley haben Unternehmer nun eine Solidaritäts-Aktion gestartet und wollen die Rechnungen für die Online-Gründer übernehmen.

Zentralbanken diskutieren Bargeld-Verbot, um globale Bank-Flucht zu stoppen

Die Zentralbanken wollen bei einer Tagung über die effektivste Strafe für das Halten von Bargeld beraten. Die Neue Zürcher Zeitung untersucht die Möglichkeiten, wie „im Notfall“ das Bargeld eingeschränkt werden kann. Man kann das hektische Treiben durchaus als Crash-Vorbereitungen sehen. Offenbar wissen die Zentralbanken mehr über den tatsächlichen Zustand des Finanzsystems als sie öffentlich einräumen.

Russland-Chaos trifft Unternehmen in Europa hart

Der Rubel-Absturz wird zum Problem für europäische Unternehmen aller Branchen. Dem Mineralöl-Konzern BP macht die angespannte Lage in Russland besonders zu schaffen. Auch BP-Rivale Royal Dutch Shell ist an zwei russischen Projekten beteiligt.

Finanzkrieg: Russland erwägt Wiedereinführung der Kapitalverkehrs-Kontrollen

Als Reaktion auf die Sanktionen überlegt Moskau die Wiedereinführung von Kapitalverkehrskontrollen. Sollte der Rubel weiter sinken oder noch mehr Kapital aus dem Ausland abgezogen werden, wird die russische Notenbank mit Beschränkungen reagieren. Im aktuellen Jahr wurden bisher 75 Milliarden US-Dollar außer Landes gebracht.

Sparer in Alarmbereitschaft: IWF verlangt zehn Prozent „Schulden-Steuer“

Die große weltweite Enteignung wird konkret: Der Internationale Währungsfonds verlangt eine allgemeine „Schulden-Steuer“ in Höhe von 10 Prozent für jeden Haushalt in der Euro-Zone, der auch nur über geringe Ersparnisse verfügt. Das Geld soll für den Schulden-Dienst verwendet werden. Damit sollen die Forderungen der Banken befriedigt und das Schulden-System gerettet werden. Dieses Konzept habe sich bereits nach dem Ersten Weltkrieg in Europa bewährt. Der Vorstoß sollte jeden Sparer in höchste Alarm-Bereitschaft versetzen.

Guter Rat aus Island: Zypern muss raus aus dem Euro

Der ehemalige Wirtschaftsminister Islands bescheinigt der Troika, im Falle Zyperns alles falsch gemacht zu haben. Zypern hätte nie dem Euro beitreten dürfen. Eine Zwangsabgabe für normale Bankkunden lehnt er ab.

Morgenthau Rising: Zyperns Banken werden zerschlagen

Die Wirtschaft Zyperns ist bereits in einer Rezession. Doch gemessen an dem hohen Anteil des zypriotischen Finanzsystems zum BIP des Landes kommt eine Zerschlagung des Bankensystems einem Kollaps der Wirtschaft gleich. Um mindestens 20 Prozent droht die Wirtschaft Zyperns in den kommenden 4 Jahren zu schrumpfen.

Banken-Krise: EU droht Zypern mit Rauswurf

Bis Dienstag muss Zypern neue Forderungen der EU erfüllen. Dazu zählt unter anderem die Einführung von Kontrollen über Kapital-Abflüsse aus dem Land. Geschieht dies nicht, müsse Zypern den Euro verlassen.

Zypern: Russland gewährt keine Kredite und Barroso will helfen

Nun steht die Entscheidung fest. Russland wird Zypern keine weiteren Kredite gewähren. Außerdem haben russischen Banken kein Interesse an den Anteilen maroder zypriotischer Banken. Doch Barroso gibt sich optimistisch. Man habe in der EU bisher jedes Problem lösen können. Auch die Zypern-Krise werde die EU meistern.