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Kemalisten

Attacke gegen US-Soldaten: Türkische Links-Nationalisten drohen bis zu 10 Jahren Haft

Eine Gruppe von zwölf Mitgliedern der links-kemalistischen Union der Türkischen Jugend (TGB), die Mitte November in Istanbul zwei Angehörige der US-Armee angegriffen haben, drohen nun zwischen einem und zehn Jahren Haft. Ihnen wird Beleidigung, Körperverletzung sowie Verletzung des Protests- und Versammlungsrechts vorgeworfen.

Istanbul: Jung-Türken greifen Soldaten der US-Navy an

In Istanbul haben zwölf Mitglieder einer türkischen Jugendorganisation Angehörige des US-Militärs angegriffen. Die Soldaten sind auf dem US-Zerstörer USS Ross stationiert, der zuvor an einem Nato-Manöver im Schwarzen Meer mitgewirkt hatte und sich aktuell am Bosporus befindet.

Erdoğan unter Druck: Die Türkei versinkt im Chaos

Die Luft um den türkischen Premier Erdoğan wird immer dünner: Im Zuge der Korruptionsaffäre treten verschiedene Seilschaften gegeneinander an. Die alten kemalistischen Eliten wittern ebenso Morgenluft wie eine islamisch-religiöse Bewegung oder das Militär. Das Chaos im Land wird von einer dramatischen Schulden-Krise verschärft. Der Wirtschaft droht der Absturz – mit unabsehbaren Folgen für den einstigen Tiger-Staat vom Bosporus.

Visa-Deal mit der EU: Türkei wird mit Rücknahmeabkommen erpresst

Die türkische Medienlandschaft zeigt sich entsetzt über das am Montag vereinbarte Rücknahmeabkommen mit der EU. Allerdings aus ganz unterschiedlichen Gründen. Ganz im Gegensatz dazu reagiert die Regierung Bulgariens erfreut auf den Fortschritt in den Verhandlungen.

Landespolitik: In der Türkei haben die Liberalen keine Chance

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir glaubt nicht daran, dass sich aus den Gezi Park-Protesten eine Reformbewegung entwickeln könnte. Die Liberalen seien in der Minderheit. Das Land sei ohnehin auf einem anderen Weg. Die Türkei habe ein „imperiales Bewusstsein“ entwickelt.

Wegen Kritik am Kopftuch-Missbrauch: Türkische Medien starten „Hexenjagd“ gegen Politikerin

Şafak Pavey heißt die neue „Zielscheibe“ der regierungsnahen Medien in der Türkei. Auslöser der Kritik an der Politikerin war eine Kopftuch-Rede im türkischen Parlament. Dort hatte sie den Missbrauch des Kopftuchs und der Frauen für politische Zwecke verurteilt. Doch Pavey gilt nicht als Kopftuch-Gegnerin. Sie fordert nur gleiche Rechte für alle gesellschaftlichen Gruppen.

Kampf der Kulturen: Die Schlacht um die Zukunft der Türkei

In der Türkei verschärft die Wirtschaftskrise die sozialen Spannungen. Die Lebensweise in den Städten ist völlig anders als auf dem Land. Ein Verteilungs-Kampf hat begonnen, der durch den Streit zwischen Kemalisten und Islamisten verschärft wird. Die jüngsten Ausschreitungen sind keine Episode - sie dürften einen Trend signalisieren.

Proteste in der Türkei: Das deutsche Freund-Feind-Schema funktioniert hier nicht

Deutsche Deutungsmuster eignen sich nicht um die seit Tagen andauernden Auseinandersetzungen in der Türkei zu erklären. Die Folge: Eine neutrale Berichterstattung, so der Blogger René Sternberg, wird dadurch unmöglich. Ein Blick in die türkische Geschichte hält er für unerlässlich.

Deutsch-Türken unterstützen Erdoğan-Gegner

Die Demonstrationen in der Türkei wurden auch in Deutschland von einer Welle der Solidarität begleitet. Gleich in mehreren deutschen Städten gingen die Menschen am Samstag auf die Straße, weitere Kundgebungen sollen an diesem Sonntag folgen. In Berlin, Köln und zahlreichen anderen Orten schwangen die Teilnehmer türkische und deutsche Flaggen. Auch sie bekundeten ihren Unmut über die Willkür der Regierung Erdoğan.

Taksim Platz in Istanbul: Die Proteste gehen weiter

Auch am Tag nach dem Rückzug der türkischen Polizei vom Istanbuler Taksim Platz lassen die Demonstranten nicht ab. Während einige aufräumen, machen die anderen weiter ihrem Unmut über die Regierung Erdoğan Luft.

Türkei am Rande eines Bürgerkriegs: Erdoğan hat Sinn für die Realität verloren

Der Polizeieinsatz gegen Demonstranten am Taksim-Platz bringt Premier Erdoğan an den Rand des Rücktritts. Erdoğan zeigt deutliche Anzeichen von Realitätsverlust. Die Türkei taumelt am Rand des Bürgerkriegs.

Türkei: AKP-Regierung ist zu „türkisch“, nicht zu „islamisch“

Eine schleichende Islamisierung und Rückschritt wird der regierenden Partei von einigen Liberalen und Kemalisten vorgeworfen. Dabei handelt es sich hierbei nicht um islamische Werte, die die Partei verbreiten will. Sie mache sich, wie andere Regierungen zuvor, das traditionelle politische System der Türkei zunutze, das sehr zentralistisch auf Ankara ausgerichtet ist, sagt der türkische Kolumnist Mustafa Akyol.

Fethullah Gülen: „Es gibt in der Türkei keinen Abgrund zwischen Muslimen und Kemalisten“

Er gibt ganz selten Interviews: Erstmals bezieht nun der in den USA lebende islamische Prediger und Gelehrte Fethullah Gülen im großen Exklusiv-Interview mit den Deutsch Türkischen Nachrichten Stellung zu kontroversen Positionen: Er spricht über die mögliche Versöhnung zwischen rivalisierenden Gruppen in der Türkei, über die Ziele der nach ihm benannten Gülen-Bewegung, über Gewalt im Islam und über die Möglichkeit seiner Rückkehr in die Türkei.

„Ich habe seit 1958 öffentlich und frei geredet“

Der Graben zwischen Kemalisten und Muslimen in der Türkei kann überbrückt werden. Die Gülen-Bewegung möchte nach den Worten ihres Gründers dazu beitragen.

„Religion und Wissenschaft gehören im Islam zusammen“

Der Islam hat eine jahrhundertealte Tradition der Förderung der Wissenschaften. Nur Bildung kann den Menschen helfen, ihre volle Würde zu erlangen.

„Jeder, der im Namen der Religion etwas Falsches macht, stößt mich ab“

Das ganze Universum ist eine einzige Symphonie der Hilfsbereitschaft. Der Islam lehnt Gewalt entschieden ab – und für einen gerechten Krieg gibt es strenge Voraussetzungen.

„Kein Gläubiger darf sagen: Mein Weg ist der einzig richtige!“

Die Hauptaufgabe der Religionen ist die Sicherung des friedlichen Zusammenlebens. Deswegen müssen sie jedoch nicht ihre Glaubenswahrheiten aufgeben.

„Auch die Beziehung von Staat und Religion kann sich ändern“

Der Islam bekennt sich seit vielen Jahrhunderten zu Werten wie Toleranz und Beachtung der Menschenrechte. Sein Verhältnis zum Staat ist Teil einer nicht abgeschlossenen "Evolution".

Fethullah Gülen: „Es gibt in der Türkei keinen Abgrund zwischen Muslimen und Kemalisten“

Er gibt ganz selten Interviews: Erstmals bezieht nun der in den USA lebende islamische Prediger und Gelehrte Fethullah Gülen im großen Exklusiv-Interview mit den Deutsch Türkischen Nachrichten Stellung zu kontroversen Positionen: Er spricht über die mögliche Versöhnung zwischen rivalisierenden Gruppen in der Türkei, über die Ziele der nach ihm benannten Gülen-Bewegung, über Gewalt im Islam und über die Möglichkeit seiner Rückkehr in die Türkei.

Auch ein frommer Muslim kann säkular sein

In nahezu keiner anderen Frage ist die Verfassungsreform in der Türkei so erforderlich wie beim Thema Religion.