Alle Artikel zu:

Landgericht

Kein Spenderherz aus Deutschland: Zweijähriger Herzpatient ist in der Türkei verstorben

Der zweijährige Muhammet ist tot. Der kleine türkische Junge, der dringend auf ein Spenderherz wartete, verstarb am Mittwoch in Istanbul. Sein Schicksal hat auch in Deutschland die Emotionen hochkochen lassen. Ein Gericht hatte entschieden, er war zu krank für die Warteliste.

Keine Rettung in Deutschland: Schwerkranker Junge fliegt zum Sterben in die Türkei

Verzweifelt haben die Eltern des zweijährigen Muhammet um ein Spenderherz für ihren Jungen gekämpft. Jetzt gibt es für den Kleinen keine Rettung mehr. Die Familie kehrt in die Türkei zurück. Der Fall hatte eine heftige Debatte über die Vergabe von Spenderorganen ausgelöst. Letztlich musste ein Gericht entscheiden.

Landgericht Gießen: Türkischer Junge mit Hirnschaden bekommt kein Spenderherz

Eine türkische Familie hat einen monatelangen juristischen Kampf für ihren schwerkranken Sohn vor einem deutschen Gericht verloren. Die Klinik muss den Jungen nicht auf die Liste für ein Spenderherz setzen. Die Ärzte halten den Zweijährigen nicht für transplantationsfähig. Das letzte Wort ist in diesem Fall aber noch nicht gesprochen.

Streit um größten Mann der Welt: Deutsche Schuster ziehen wegen türkischer Schuhe vor Gericht

Sultan Kösen aus der Türkei gilt mit 2,51 Metern als der größte Mensch der Welt - als er im vergangenen Jahr geheiratet hat, trug er Schuhe der Größe 61. Aber wer hat sie hergestellt? Und wer schmückt sich mit falschen Federn? Darüber war ein heftiger Streik zwischen zwei Schuhmachern aus Deutschland entbrannt.

Achtung bei Limonadenflaschen: Türkische Kleinunternehmer abgezockt

Mehrere türkische Kleinunternehmer in Düsseldorf sind Opfer einer Abmahnungs-Masche geworden. Sie sollen eine Strafe in Höhe von 1157 Euro bezahlen. Der Grund: Sie haben einen Wettbewerbsverstoß begangen, weil auf ihren Getränkedosen und -flaschen kein Pfand ausgezeichnet war. Ein entsprechendes Urteil aus dem Jahr 2010 gibt es bereits. Nun muss wohl im Einzelfall entschieden werden.

Beschneidung: Leutheusser-Schnarrenberger verweist Juden und Muslime an Verfassungsgericht

Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger sieht die Aufgabe der Klärung der Rechtslage nach dem Beschneidungsurteil nicht bei der Bundesregierung. Das Verfassungsgericht müsse sich mit den Einwänden der Religionsvertreter auseinandersetzen.

„Eine Entscheidung gegen Religion allgemein“

Mit dem Beschneidungs-Urteil wurde eine Grundsatzfrage aufgeworfen, sagt Professor Yaşar Bilgin von der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung e.V.. Es müsse nun geklärt werden, wie weit die Mündigkeit von Kindern gehe – auch im Fall von anderen Eingriffen. Das Urteil hat für ihn darüber hinaus eine politische Dimension, da über einen medizinischen Aspekt eine Art Assimilation herbeigeführt werde.

Türkischer EU-Minister Egemen Bağış: Beschneidungs-Urteil ist „nicht akzeptabel“

Das aufsehenerregende Beschneidungs-Urteil des Kölner Landgerichts bleibt auch von der türkischen Politik nicht unkommentiert. Nachdem sich hierzulande bereits der Zentralrat der Muslime sowie der Zentralrat der Juden zu Wort meldeten, rügt nun der türkische EU-Minister Egemen Bağış das unter Strafe stellen einer Beschneidung aus religiösen Gründen auf das Schärfste.

Zentralrat der Muslime: Beschneidungs-Urteil verfestigt „Vorurteile und Klischees“

Muslime und Juden sind empört über das Kölner Beschneidungs-Urteil, nach dem eine Zirkumzision an Jungen eine Straftat darstelle. Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, befürchtet eine Gefährdung der Religionsfreiheit und die Verfestigung von weiteren Vorurteilen.

Nach Urteil: „Ärzte sollten religiöse Beschneidung ablehnen“

Das Landgericht Köln hat entschieden, dass die Beschneidung von Jungen auch aus religiösen Gründen künftig eine Straftat darstellt. Der Eingriff verursache „schwere und irreversible Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit“. Der Strafrechtler Professor Dr. Holm Putzke von der Universität Passau bewertet das Urteil für die Deutsch Türkischen Nachrichten im Interview. Für ihn ist das Urteil ein Appell an die Eltern, darüber nachzudenken, ob solche Eingriffe wirklich notwendig sind.